Stadtbezirk Hamm-Mitte

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Wappen Karte
Wappen mitte.jpg
Karte von Hamm, Position von Mitte hervorgehoben
Basisdaten
Fläche: 10,93 km²
Einwohner: 35.906 (31.12.2015)
Bevölkerungsdichte: 3.285 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 19,7 % (7.079 Personen)
Postleitzahlen: 59063, 59065 und 59067
(alt: 4700 Hamm 1)
Vorwahl: 02381
Gliederung: 8 Wohnbereiche:
City, Innenstadt Süd, Innenstadt Ost, Süden (östlich Werler Straße), Süden (westlich Werler Straße), Westen (nördlich Lange Straße), Westen (südlich Lange Straße), Bahnhof und Ortsgüterbahnhof
Adresse der
Bezirksverwaltung:
Theodor-Heuss-Platz 16
59065 Hamm
Website: www.hamm.de
Politik
Bezirksbürgermeisterin: Stefanie Baranski (SPD)

Hamm-Mitte ist einer von sieben Stadtbezirken der Stadt Hamm. Der Bezirk hat 36.289 Einwohner und umfasst eine Fläche von 10,93 km². Er ist somit der flächenmäßig kleinste Bezirk der Stadt, besitzt aber die meisten Einwohner.

Geographie

Das Gebiet des Stadtbezirks wird begrenzt durch die Stadtbezirke Heessen im Norden, Bockum-Hövel im Nordwesten, Uentrop im Osten, Rhynern im Süden, Pelkum im Südwesten sowie Herringen im Westen.

Geschichte

Geschichte der Mitte

→ vgl. hierzu Hauptartikel: Geschichte von Hamm-Mitte

Verkehrsinfrastruktur

Schienenverkehr

Bahnhof, Frontansicht

Der Bahnhof von Hamm ist ein wichtiger Knotenpunkt im deutschen Bahnverkehr und auch ein wichtiger Knoten im Nahverkehr in Hamm. Er befindet sich im Ortsteil Bahnhof und Ortsgüterbahnhof.

Hier beginnen die Kursbuchstrecken 400, 410, 415.1, 430 und 455, die Richtung Bielefeld, Münster, Dortmund, Paderborn und Hagen führen.

Im Schienenpersonenfernverkehr ist Hamm Systemhalt mehrerer ICE-Linien. Eine Besonderheit stellen die aus zwei ICE-2-Teilzügen bestehenden Züge aus Berlin dar, die in Hamm geflügelt werden und separat über das mittlere Ruhrgebiet nach Düsseldorf oder via Hagen und durch das Bergische Land nach Köln fahren.

Daneben verkehren zwei IC-Linien zwischen Köln/Düsseldorf über das Ruhrgebiet und dem Osten Deutschlands, entweder zweistündlich via Hannover und Magdeburg nach Leipzig oder sechsstündlich über die Mitte-Deutschland-Verbindung via Kassel und Erfurt nach Gera.

Weiterhin halten zahlreiche Linien des Regionalverkehrs in Hamm. Die RRX-Linien 1 und 3 sowie die RE-Linie 13 enden in Hamm, die RRX-Linie 6 sowie der RE 7 und 11 halten hier; die RB-Linien 69 und 89 ebenso.

Öffentlicher Nahverkehr

Haltestelle Hbf./Willy-Brandt-Platz

Der Öffentliche Personennahverkehr besteht in Hamm aus Buslinien verschiedener Betreiber (Stadtwerke Hamm, VGBreitenbach, VKU) und dem Schienenpersonennahverkehr der Deutschen Bahn sowie privater Betreiber im Auftrag des Landes NRW (Keolis, Abellio).

Im Hammer Stadtgebiet sind etwa 20 Buslinien regelmäßig unterwegs. Sie verkehren im Wesentlichen montags bis freitags von ca. 5 – ca. 23 Uhr vom Hbf./Willy-Brandt-Platz aus. Am Wochenende wird ein zusätzliches Nachtbusangebot gefahren, bei dem die letzten Fahrten um ca. 2:00 Uhr vom Hbf./Willy-Brandt-Platz starten.

Infrastruktur

Gerichte

Oberlandesgericht aus der Luft

Hamm wird auch als die „Stadt des Rechts“ bezeichnet. Die Mitte ist Sitz des größten deutschen Oberlandesgerichts an der Heßlerstraße sowie der zugehörigen Rechtsanwalts- und Notarkammern für den Oberlandesgerichtsbezirk Hamm. Am Oberlandesgericht sind auch die Generalstaatsanwaltschaft, das Justizprüfungsamt, der Anwaltsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen und der Dienstgerichtshof der Richter ansässig.

Weitere Gerichte in Hamm sind das Amtsgericht Hamm an der Borbergstraße, das Arbeitsgericht Hamm und das Landesarbeitsgericht an der Marker Allee in Hamm Mitte/Mark.

Krankenhäuser

Bedeutsam für die Mitte und die Stadt sind auch die zahlreichen Krankenhäuser und Kliniken. Sie stellen einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Folgende Einrichtungen in Mitte sichern heute die medizinische Versorgung von Hamm und der umliegenden Regionen:

St. Marien-Hospital in der Innenstadt
  • Das St. Marien-Hospital Hamm (I+II) mit den Kliniken für Kardiologie, für Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Altentagesklinik ist ein Haus der Schwerpunktversorgung und Lehrkrankenhaus der Universität Münster und Hochschulklinik der privaten Universität Witten/Herdecke. Mit 17 Fachdisziplinen sowie 584 Betten ist es auch das größte Klinikum der Region Hamm/Soest und Unna. Das Hospital wurde 1849 während einer Cholera-Epidemie von den Schwestern des heiligen Vincenz gegründet.
Das Evangelische Krankenhaus bei Nacht
  • Das Evangelische Krankenhaus Hamm (EVK Hamm) ist ein Akutkrankenhaus. Träger ist die Evangelische Krankenhaus Hamm gGmbH. Das Haus wurde anstelle des Städtischen Krankenhauses 1969 in Betrieb genommen. Neben der chirurgischen, medizinischen und der Frauenklinik ist das Haus Träger der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Sitz der Institute für Anästhesiologie, Kinderanästhesiologie und Intensivmedizin sowie für Stimm- und Sprachtherapie. Das Klinikum ist außerdem das Perinatalzentrum der Region und nimmt als solches die Maximalversorgung für Risikoschwangere und Frühgeborene wahr. Das Gesamtklinikum beschäftigt ca. 1.100 Menschen und hat 464 Betten. Jedes Jahr durchlaufen ca. 17.500 stationäre Patienten das Klinikum.

In der Vergangenheit gab es noch weitere Krankenhäuser in der Mitte. Das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus an der Marker Allee wurde 1957 eingerichtet und zum Jahresende 2007 geschlossen. Heute befindet sich dort der Campus der Hochschule Hamm-Lippstadt. Die Kinderklinik St. Elisabeth am Nordenwall wurde im Jahr 2001, nach einer Fusion mit dem Evangelischen Krankenhaus Hamm, geschlossen.

Schulen

In Mitte gibt es vier Grundschulen, zwei Realschulen, zwei Gymnasien, eine Gesamtschule und vier Berufskollegs, wovon ebenfalls drei zum Abitur führen:

Grundschulen

Bodelschwinghschule
Die Bodelschwinghschule ist eine Grundschule (offene Ganztagsschule) im Hammer Süden. Sie befindet sich an der Ahornallee 10.
Die Matthias-Claudius-Schule ist eine Grundschule (offene Ganztagsschule) im Hammer Süden. Sie befindet sich in der Lessingstraße 26.
Die Theodor-Heuss-Schule ist eine Grundschule. Sie befindet sich in der Brändströmstraße 7.
Die Wilhelm-Busch-Schule ist eine Grundschule (offene Ganztagsschule) im Hammer Westen. Sie befindet sich Am Ebertpark 6.

Realschulen

Friedrich-Ebert-Realschule Eingang
Die Friedrich-Ebert-Realschule ist eine Realschule im Hammer Westen. Sie befindet sich Auf dem Hilkenhohl 1-3.
Die Marienschule ist eine kirchlich-katholisch orientierte private Realschule in der Stadtmitte. Schulträger ist das Erzbistum Paderborn. Sie befindet sich in der Franziskanerstraße 1.

Gymnasien

Das Beisenkamp Gymnasium ist ein Gymnasium in Hamm mit bilingualem deutsch-französischem Zug. Es befindet sich im Hammer-Süden Am Beisenkamp 1.
Das Gymnasium Hammonense ist das älteste Gymnasium in Hamm und hat seine Wurzeln im Akademischen Gymnasium zu Hamm. Es befindet sich an der Adenauerallee 2.

Gesamtschule

Die Friedensschule nahm im Jahre 1986 als erste Gesamtschule der Stadt Hamm in den ehemaligen Schulgebäuden der Theodor-Heuss-Schule und des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums den Schulbetrieb auf. Sie befindet sich an der Marker Allee 20.

Berufsbildende Schulen

Das Eduard-Spranger-Berufskolleg ist das Berufskolleg und das Berufliche Gymnasium der Stadt Hamm für Technik, Informatik und Gestaltung. Es befindet sich am Vorheider Weg 8.
Das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg ist ein Berufskolleg in Hamm. Die Lehranstalt für PTA ist eine staatlich anerkannte Lehranstalt für Pharmazeutisch-Technische Angestellte. Das Gebäude befindet sich an der Adresse Am Ebertpark 7 im Hammer-Westen.
Das Friedrich-List-Berufskolleg ist ein Berufskolleg im Hammer Westen. Es befindet sich am Vorheider Weg 14.
Das St.-Franziskus-Berufskolleg ist eine Schule in freier Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Es befindet sich in der Franziskanerstraße 2a.

Fachhochschulen

Heinrich-von-Kleist-Forum von außen

Auch die beiden angesiedelten Fachhochschulen und die Hamm Business School befinden sich in der Mitte. In Hamm gibt es bereits seit November 2005 eine erste Fachhochschule. Die private SRH Hochschule bietet in sechs Studiengängen rund 500 Studierenden Abschlüsse als Bachelor und/oder Master of Science. Die Studiengänge können im Präsenzstudium oder als Fernstudium studiert werden. Die SRH befindet sich im Heinrich-von-Kleist-Forum.

Hochschule Hamm-Lippstadt im März 2014

Im August 2008 bewarb sich die Stadt Hamm, zusammen mit der Stadt Lippstadt, um die Einrichtung einer neuen Fachhochschule mit den Schwerpunkten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Bewerbung unter dem Arbeitstitel Fachhochschule Hamm-Lippstadt wurde in einem landesweiten Wettbewerb des Innovationsministeriums NRW schließlich als bestes Konzept ausgewählt; am 28. November 2008 gab das Kabinett der Landesregierung NRW die zuvor ausgeschriebenen drei neuen Fachhochschulstandorte bekannt. Der Beschluss zur Gründung der Hochschule erfolgte 2009 mit der Verabschiedung des Gesetzes zum Ausbau der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen durch den Landtag von NRW. Der Studienbetrieb an der neuen Hochschule startete am 21. September 2009.

Die Hamm Business School (HBS) wurde im Frühjahr 2004 gegründet. Träger ist die Technische Akademie Wuppertal, die in Kooperation mit der FH Südwestfalen als prüfende Fachhochschule einen Studiengang Wirtschaft mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.) anbietet. Das Angebot richtet sich als überwiegendes Fernstudium an Berufstätige. Die Präsenztage werden überwiegend in Hamm abgehalten.

Stadtbücherei

Das Heinrich-von-Kleist-Forum ist ein nach 2007 an der Stelle des ehemaligen Horten-Kaufhauses errichtetes Gebäude am Platz der Deutschen Einheit. Es wurde am 26. Februar 2010 eröffnet. Die neue Zentralbibliothek der verfügt über eine Selbstverbuchungsanlage, Automaten für die Medienrückgabe sowie eine vollautomatische Förder- und Sortieranlage für Medien, die der Verteilung auf die drei Ebenen dient.

Den Neubau teilt sich die Zentralbibliothek mit der Volkshochschule der Stadt Hamm und der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft.

Pädagogisches Zentrum

Am 16. Dezember 2004 wurde in der Hamm-Mitte das erste Pädagogische Zentrum in einer nordrhein-westfälischen Stadt eröffnet.

Feuerwehr

Feuerwehr Hauptwache, Hafenstraße 45

Die Berufsfeuerwehr in der Hamm-Mitte gewährleistet die Grundsicherung der Stadt im Brandschutz und Rettungsdienst. Sie ist als eine von zwei hauptamtlich besetzten Feuer- und Rettungswachen im gesamten Stadtgebiet aktiv. Die Feuer- und Rettungswache 1 liegt an der Hafenstraße 45 und ist im 24-Stunden-Dienst mit drei Wachabteilungen rund um die Uhr einsatzbereit.

Einkaufen

Das Allee-Center aus der Luft

Die größte und letzte verbliebene Einkaufszentrum der Innenstadt ist das Allee-Center auf dem Gelände der ehemaligen Isenbeck-Brauerei. Die auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelegene Ritterpassage schloss 2021.

Bahnhofstraße, Weststraße und Teile der Oststraße bilden eine kilometerlange Fußgängerzone vom Hauptbahnhof bis nach Hamm-Osten, in der vielfältige Einzelhändler, aber auch gastronomische Angebote zu finden sind.

Früher gab es neben Kaufhof (Schließung 2021) in der Nähe des Bahnhofs auch Filialen der Horten AG (2007 abgerissen) und der Kaufhalle AG (ebenfalls abgerissen). Das wohl traditionsreichste Kaufhaus der Stadt war ter Veen. Es hieß eigentlich (vollständig) Kaufhaus für Jedermann Egbert ter Veen GmbH und lag ebenso an der Bahnhofstraße. Gegründet wurde es im Jahr 1907, geschlossen 2019.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kino

Cinemaxx

Auf dem Chattanoogaplatz steht das Cinemaxx Hamm, ein Kino mit sieben Kinosälen, die insgesamt 1867 Plätze bieten.

Städtische Musikschule Hamm

Musikschule

Die Städtische Musikschule ist eine Einrichtung der Stadt Hamm in der Kolpingstraße 1. Zwischen Juli 2010 und Januar 2012 wurden aufwendige Sanierungs- und Umbaumaßnahmen durchgeführt. Die umgebaute Musikschule wurde am 14. Januar 2012 eingeweiht.

Maximare

Maximare aus der Luft

Als Nachfolger des Jahnbads und Stadtbads, die die Stadt Hamm schließen ließ, um Kapazitäten für den Betrieb des neuen Bades zu erzeugen, tritt das Maximare in die Fußstapfen von Bad Hamm. Es befindet sich an der Jürgen-Graef-Allee 2.

Künstlerviertel

Im, durch die zentral gelegene Martin-Luther-Kirche geprägten, Martin-Luther-Viertel entsteht durch den Einsatz einer Bürgerinitiative seit einigen Jahren ein Kunst- und Künstlerviertel. Vielseitige Kunst im öffentlichen Raum, von Lichtgestaltung über Wandgemälde bis zu Skulpturen und Objektkunst, wird mit dem Ziel einer positiv besetzten Umgestaltung des ehemaligen sozialen Brennpunktes verbunden.

Im August 2005 entstand ein neues Kunstwerk in der Rödinghauserstraße, der Verbindungsstraße zwischen der Weststraße und der Martin-Luther-Straße. Sieben verschiebbare Torelemente aus Edelstahl sind dort zu einem Blickfang geworden. Das Werk steht unter dem Motto „Gegensätze im Einklang“; der Entwurf stammt von der Künstlerin Martine Mallet aus Hamm. Die Umsetzung erfolgte durch den Architekten Martin Weber aus Heiligenhaus. Verschiedenste kulturelle Aktivitäten begleiten das Viertel.

Politik

Direkt gewählte Ratsfrauen/Ratsherren

Die Mitte ist mit sechs der insgesamt 29 direkt gewählten Ratsfrauen bzw. Ratsherren im Hammer-Stadtrat vertreten. Davon liegen der Wahlkreis 1 und 2 im Hammer-Westen, der Wahlkreis 3 in der Mitte sowie die Wahlkreise 4, 5 und 6 im Hammer-Süden.

→ Hauptartikel: Ergebnisse zu den Wahlen der aktuell sechs gewählten Ratsfrauen/Ratsherren im Stadtrat für die Hammer Mitte

Bezirksvertretung

Die Bezirksvertretung Hamm-Mitte besteht aus 19 Mitgliedern, die bei Kommunalwahlen von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt werden.

Die Bezirksvertretung wählt aus ihrer Mitte den Bezirksbürgermeister (1975 bis 2020 Bezirksvorsteher) als Vorsitzenden und Repräsentanten des Stadtbezirks. Vorsitzende ist Stefanie Baranski-Müller (SPD), erste Stellverterterin Monika Scheinhütte (CDU) und zweite Stellvertreterin Christiane Stalleicken (Grüne).

→ Hauptartikel: Ergebnisse der Wahlen zur Bezirksvertretung im Stadtbezirk Hamm-Mitte sowie deren Mitglieder

Bisherige Bezirksvorsteher / Bezirksbürgermeister

Fotos