2020

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Hamm wurde vor 794 Jahren gegründet.

Ereignisse

Wie zu diesem Zeitpunkt auf der ganzen Welt, stellte die Pandemie Coronavirus (SARS-CoV-2) auch in Hamm die Stadt vor einer massiven Aufgabe, das Allgemeinwohl der Bevölkerung zu schützen. Teilweise sprach man auch davon, dass es die schwerwiegendsten Umsetzungen der Politik der Nachkriegszeit waren.

  • Am 2. März 2020 wurde erstmals seit 25 Jahren die Terraristika in Hamm abgesagt.
  • Anfang März wurde bekannt, dass es keine Veranstaltung in Hamm mit mehr als 1000 Zuschauern mehr geben darf.
  • Am 11. März 2020 gaben die Handballer vom ASV Hamm bekannt, ihre Heimspiele zu verlegen.
  • Am 12. März 2020 wurden die ersten beiden Infektionsfälle in Hamm bekannt. Zwei weitere folgten einen Tag später.
  • Am 12. März 2020 wurde die Zuschauermenge für eine Veranstaltung auf maximal 300 reduziert. Zwischen 25 (Bagatellgrenze) und 300 Besuchern mussten Veranstaltungen angemeldet werden. Auch mit der Info, ob Teilnehmer in Risikogebieten waren. Es musste eine vernünftige Be- und Entlüftung da sein.
  • Zahlreiche Veranstaltungen wurden in Hamm im März abgesagt. Darunter zählten unter anderem Stadtmeisterschaften, Festivals, Musikveranstaltungen, Zirkusveranstaltungen oder Abschlussbälle. Auch der verkaufsoffene Sonntag vom 29. März war darunter betroffen. Parteien sagten ihre Aufstellungsveranstaltungen der Kandidaten für die Kommunalwahl vom 13. September 2020 ab.
  • Am 13. März 2020 wurde bekannt gegeben, dass die Schulen und Kitas in Hamm, wie in ganz Nordrhein-Westfalen, ab dem 16. März bis Ende April geschlossen bleiben. Des Weiteren waren auch die Jugend- und Stadtteilzentren, das Maximare, die VHS, Bibliotheken, die Musikschule, alle Sporthallen sowie alle anderen Bäder davon betroffen. In den öffentlichen Bussen durfte nur noch hinten ein- und ausgestiegen werden. Auch der Tierpark öffnete ab diesem Tag nicht mehr. Kirchen und Moscheen waren ebenfalls geschlossen. Der Fußball- und Leichtathletik Verband (FLVW) stellt den Spiel- und Veranstaltungsbetrieb bis Ostern komplett ein.
  • Am 16. März 2020 waren 10 Infektionsfälle in Hamm bekannt. Von der Landesregierung wurde mittlerweile ein Vereinslebenverbot veranlasst. Außerdem mussten Bars, Clubs, Diskotheken und Spielhallen geschlossen bleiben. Bei Shopping-Malls wie dem Allee-Center galt: die Öffnung war nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt. Ebenfalls wurde der Recyclinghof und das Kino geschlossen. Das Möbelhaus Höffner hat den Verkauf bis Mitte April ebenfalls komplett eingestellt.
  • Altentagespflegeeinrichtungen haben die Besuchszeiten auf maximal 1 Stunde pro Tag, einige Einrichtungen ein komplettes Besuchsverbot, beschlossen. In den Krankenhäusern durfte ein Patient pro Tag nur noch einen Besucher empfangen.
  • Des Weiteren wurde am 16. März vom damaligen Oberbürgermeister, Thomas Hunsteger-Petermann, bekannt gegeben, das Zusammenkünfte, ob öffentliche oder private, nur noch aus maximal 25 Personen bestehen durften. Dies galt auch für Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen u.s.w.. Laut Hunsteger-Petermann, war die Stadt Hamm kurz vor der endgültigen Stilllegung des öffentlichen Lebens.
  • Die Waldbühne Heessen sagte alle Auftritte für das Jahr 2020 am 16. März ab.
  • Die Ratssitzung vom 17. März fand nur mit 32 statt den 58 Vertretern statt und wurde in nur 40 Minuten abgehalten. Das Kundenzentrum der Stadtwerke sowie die WA-Geschäftsstelle wurden für den Publikumsverkehr geschlossen. Der Maximilianpark war fontan nicht mehr für die Öffentlichkeit geöffnet. Besuche in den Hammer Krankenhäusern wurden von nun an komplett verwehrt. Ausnahmen bestanden hier für Notfallpatienten und bei Geburten. Alle Fahrschulen in Hamm mussten schließen. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf 21 an.
  • Ab dem 18. März entfielen die Schulbusse. Mit Ausnahme der in der Leitlinie von der Bundesregierung benannten Geschäfte wie Apotheken, Friseure, Gastronomiebetriebe, Drogerien und Zeitungsverkauf waren alle anderen Geschäfte im Allee Center von nun an geschlossen. Restaurants und Kaffees durften nur noch von 6 bis 15 Uhr geöffnet sein. Spielplätze und Bolzplätze wurden für die Nutzung gesperrt. Die Stadtverwaltung konnte nur noch nach Terminabsprachen besucht werden. Alle Besucher mussten registriert werden. An den Arbeitsplätzen wurden Plexiglasscheiben aufgebaut. Barzahlung war nicht mehr möglich. Das Servicebüro im technischen Rathaus wird geschlossen.
  • Spätestens ab dem 19. März mussten Einzelhändler ihre Läden in Hamm durch einen Landeserlass nun komplett schließen. Es durften nur noch Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkäufer, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie Großhandel geöffnet haben. Diese Läden durften auch Sonntags geöffnet haben. Mittlerweile waren 27 Infektionsfälle in Hamm bekannt.
  • Fast im Stundentakt gab es weitere Erlasse von Bundes- und Landesregierung oder von der Stadt. Der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), hat die Bevölkerung gebeten, unbedingt zuhause zu bleiben. "Es geht um Leben und Tod, so einfach ist das und auch so schlimm", so Laschet. NRW stand mittlerweile kurz vor einer Ausgangssperre.
  • Auch die damalige Bundeskeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel (CDU), appelierte in einer Fernsehansprache vom 18. März an die Bevölkerung die Pandemie ernst zu nehmen. "Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln!".
  • Am 19. März wurde bekannt gegeben, dass in den Krankenhäuser 500 Betten für Corona-Patienten bereit gestellt werden.
  • Der Nachtbusverkehr wurde ab dem 21. März vorübergehend eingestellt.
  • Am 22. März gab es in Hamm offiziell 85 Infektionsfälle, davon waren 4 Personen im Krankenhaus. 644 Hammer waren zu diesem Zeitpunkt in häuslicher Quarantäne. Von der Landesregierung wurden zu diesem Datum noch härtere Erlasse veranlasst. Unter anderem waren von nun an Ansammlungen von mehr als zwei Personen, mit Ausnahmen, im Freien grundsätzlich verboten. Restaurants und Kaffee mussten nun komplett schließen. Außerdem wurden nun auch Friseure und ähnliche Dienstleister die Schließung vorgeschrieben. Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann teilte mit, dass alle Stadterlasse von nun an nicht mehr gelten, da diese von den Landeserlasse abgelöst wurden.
  • Seit dem 23. März fuhren die Hammer Busse nach einem Notfallfahrplan der nach dem Sonntagsfahrplan mit zusätzlichen Fahrten in den Morgenstunden strukturiert wurde.