Meile

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Südstraße 12-20
Planungsgrafik (2008)

Die Hammer Meile ist eine Ansammlung von gastronomischen Etablissements an der Südstraße (zwischen Pauluskirche und Rathaus). Es konnten sich nicht alle ursprünglich hier angesiedelten Gaststätten halten, so dass eine Reihe von Leerständen zu verzeichnen sind. Für einige von ihnen hat sich inzwischen ein Investor gefunden. Das St. Marien-Hospital will hier ein neues Klinikgebäude errichten. Zu den bekanntesten Lokalitäten der Hammer Meile gehören das Tüt-Ei und der Biergarten Jonathan.

Im Jahre 2008 wurde beschlossen, die Fassaden der historischen Gebäude an der Hammer Meile während ihres Umbaus zu einem Klinikgebäude zu erhalten. Nach neuesten archäologischen Erkenntnissen - Andreas Schulte hat dazu Recherchen vor allem in Berlin, Bielefeld und Münster betrieben - lässt sich nachweisen, dass die Südstraße in diesem Bereich im 18. Jahrhundert allerbeste Wohnlage war. Der für die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts nachweisbare Verkaufsdruck auf dem Hammer Immobilienmarkt - unter anderem veräußerten Adelsfamilien ihre Stadthäuser - konnte in der zweiten Jahrhunderthälfte durch den Erwerb von Hausbesitz seitens der Räte an der Kriegs- und Domänenkammer kompensiert werden. Schulte kann die Lage und Besitzer einzelner, wichtiger Häuser (Beamten-, Pastoren- und Professorenhäuser, Armenhäuser) beschreiben und den Stadtort des Stadtweinhauses an der heutigen Weststraße 4 nachweisen. Damit lassen sich Aussagen zur Bewohnerstruktur ganzer Straßenzüge und -viertel treffen, unter anderem auch der Hammer Meile. Schulte hat eine Kartierung des Brandareals von 1741 fertiggestellt, jedoch steht die Kellerkartierung noch aus. Daraus soll dann ein Häuserbuch für die Zeit zwischen 1734 und 1886 entstehen, das auch diesen interessanten Bereich der Stadt näher beleuchten wird.