Museumsstraße 5

Eine Adresse Museumsstraße 5 - bis 1968 Kirchstraße 5 - existiert heute nicht mehr. Bereits um 1927 wurde die Häusergruppe (Nr. 4-6) sowie die nördlich daran anschließende Brüderstraße 8 im Zusammenhang mit dem Bau des Stadthauses niedergelegt. Die gesamte Häusergruppe war nach dem Stadtbrand von 1734 errichtet worden.
Geschichte der Hausstätte
Das Haus Museumsstraße 5 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 225 in der Nordhofe. 1741 erwarb Strumpfstricker Wilhelm Leppels die Brandstelle von Wilhelm Cordes und ließ 1743 das Haus auf der alten Hausstätte neu errichten. Der gemeinschaftliche Brunnen mit den Nachbarhäusern Museumsstraße 4 und Museumsstraße 6 war 1742 ebenfalls beschädigt. 1805 erwarb der aus Lohne in der Soester Börde stammende Musketier Heinrich Wickenkamp das Haus für 600 Reichstaler.[1]. 1927 war die Stadt Hamm Eigentümerin[2], die es - wie auch die angrenzenden Nachbarhäuser - niederlegen ließ, da es dem Westeingang des Stadthauses im Wege stand.
Eigentümer
- 1734/1741: Wilhelm Cordes (Brandstelle)
- 1741/1748: Wilhelm Leppels, Strumpfstricker
- 1805/1864: Heinrich Wickenkamp (ca. 1772-1864), aus Lohne in der Soester Börde, Musketier im IR 9 (1800)
- oo 1800[3] Johanna Hermina Giessen (* 1770; 1851†)
- oo 1837[4] Wilhelmine Wickenkamp (1812- )
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Anmerkungen
- ↑ Wickenkamp hatte bereits 1800 Johanna Hermina Giessen, eine Tochter des Stadtsekretärs Giessen an der Weststraße 10 geheiratet; ihr Sohn Carl Wickenkamp führte dort ab 1831 langjährig die Buchhandlung Carl Wickenkamp.
- ↑ Im AB 1927 werden noch Mieter aufgeführt
- ↑ Vgl. 1800 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1837 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1868 (Trauregister)
- ↑ Flaschenbierhändler (AB 1899); Hefehändler (AB 1903, AB 1908); Händler (AB 1914, AB 1919); Invalide (AB 1922); AB 1924: Wwe Caroline Albert
- ↑ AB 1929: nicht mehr aufgeführt
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 225.