Haus Hasebrink

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Café Hasebrink 1986

Haus Hasebrink in der Nordstraße 11 wurde zwischen 1772 und 1784 errichtet und ist mit seiner 5-Fenster-Front zur Nordstraße und der Längsausrichtung zur Ritterstraße hin ein typischer Vertreter der nach den Stadtbränden von 1734/1741 jeweils planmäßig errichteten Neubauten. Erhalten hat sich vom gleichen Typus noch die Südstraße 7 (erbaut nach 1741), während das typgleiche Haus Nordstraße 13 nach 1992 abgerissen worden ist.

Geschichte

Die Hausstätte Nordstraße 11 (alt: Nro 197) kaufte 1799 der Kaufmann Gisbert Carl Fabricius für 2000 Reichstaler von der Witwe Hermann Römer. Dieser war ein Sohn des reformierten Pfarrers Johann Gisbert Fabricius in Pelkum. Auch 1831 ist Fabricius noch als Besitzer belegt. 1866 besaß hingegen Witwe Kaufmann Lewi Stern das Haus, das 1874 Kaufmann Friedrich Steinau, ein Sohn des Elementarschullehrers Heinrich Steinau erwarb, der auch 1886 als Eigentümer nachgewiesen ist. 1921 kaufte Bernhard Bexte († 1939) das Gebäude, der hier in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Konditorei und ein Café betrieb. Ab 1938 beherbergte das Haus dann das Café Hasebrink, das 1988 noch sein 50jähriges Jubiläum feiern konnte. 2001 war hier das Restaurant China-Town zu finden, danach Chen's Restaurant und Restaurant Lindemann. Seit 2008 wurde das Restaurant von Enzo betrieben, der schon seit Mitte der 1970er Jahre gastronomisch in Hamm tätig war und im Mai 2011 zur Werler Straße 22 umzog.

Ab Juni 2011 befand sich an dieser Stelle das italienische Restaurant Il Gusto Italiano, das im Januar 2012 wieder schloss. Im Zeitraum März 2012 bis Ende 2014 wurde im Objekt das Restaurant Sapori d'Italia betrieben.

Literatur

  • Bernhard Bexte, Nordstraße 11: Konditorei und Café, in: Heimat-Kalender für Kreis und Stadt Hamm, Unna und Kamen, Hamm 1926, S. 155.
  • Café Hasebrink feiert heute Jubiläum. Seit einem halben Jahrhundert beliebte Adresse für süßen Zahn, in: WA vom 16./17. Juli 1988.