1564

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Hamm wurde vor 338 Jahren gegründet.

Ereignisse

Verwaltung

  • Die Stadt Hamm erlässt eine Ordnung die Baugrenzen in der Stadt und auf dem Felde betreffend. [1] Das Dokument hat folgenden Wortlaut:[2]

Morgesprach zum Ham
1564 gehalten
Wird geboten: mit bawn und auß- oder überstehen vor oder beneben an den Häusern die alte Ordnung zu halten, nemlich daß dieselbe nach Gebuihr ohn Nachtheil der Nachbarn und Stadt insonderheit in Verengung der Straßen gemacht werden; und ist die Ordnung wie folget:
Mit einem Drüppenfall sol man entweichen anderthalben, mit einer Gieffelwand einen halben Fuß. Item Fenster zu eines andern Hoff oder Gemach sollen auf den untersten Schlüßel, der 7 Fuß von der Erden stehen seyn sol, und niedriger nicht gesetzet werden. Die Auß- und Ueberstich mügen vorn anderthalben Fuß aufgesetzet werden, jedoch der Gestalt, daß der nechste Nachbar auf seiner Thüren liegend, guter Maßen darunter hinsehen könne, weitere und niedrigere Außstich sollen ohne Vorwißen und sonderlichen Willen eines erbaren Raidts und der Nachbarn nicht gemachet noch gestattet werden.
Im Felde sol man dem Nachbar mit einem rawn Zaun oder Hagen 3, mit Riggen drittenhalben Fuß, im Garten aber mit einem Zaun oder Hagen einen, mit einem Plancket einen halben Fuß entweichen. Repetitum anno 1602.

Justiz

  • Vor Hermann Wiltstake, Richter zu Hamm, wird zwischen Everhart von der Recke und Gertrud von Münchhausen ein Vergleich geschlossen. Die Urkunde ist auf den 5. März datiert. [4]
  • Dietrich von der Recke zu Caldenhof und Dietrich Harmen zu Horne legen Zwistigkeiten bei. Der vor dem Richter in Hamm, Hermann Wiltstake, festgeschriebene Vergleich umfasst u.a. eine Ausgleichzahlung an Dietrich von der Recke, die dieser in der Urkunde vom 27. März quittiert. [5]

Wirtschaft

  • Mit dem Verkauf des Hauses und Gutes Uentrop wird der Konkurs des Drosten Evert von der Recke zu Uentrop nach dessen Tod abgeschlossen. In mehreren Urkunden wird ei Übertragung des Eigentums auf die Brüder von der Recke dokumentiert. Gertrud von Münchhausen, Witwe von Evert von der Recke zu Uentrop, und ihre Tochter Margret - vertreten durch ihre Vormünder - verkaufen das Haus und Gut Uentrop an Dietrich von der Recke, Droste zu Unna, und dessen Brüder. Die entsprechende Urkunde ist auf den 24. Februar datiert. [6] Gertrud von Münchhausen und die Vormünder ihrer Tochter Margret quittieren am gleichen Tag gegenüber Dietrich von der Recke und seinen Brüdern die im Kaufvertrag festgesetzten Zahlungen und Übertragungen der Schulden auf die neuen Eigentümer. Die Urkunde ist ebenfalls auf den 24. Februar datiert. Als Zeuge tritt u.a. der Rentmeister Hermann Wiltstake auf. [7] Johannes Kattenbusch gibt gegen Zahlung von Kapital und rückständiger Zinsen zwei Rentenbriefe an die Gebrüder von der Recke als Käufer des Hauses und Guts Uentrop zurück. Dies ist ebenfalls in einer Urkunde vom 24. Februar dokumentiert. [8]
  • Jürgen Fürstenberg belehnt Dietrich Harmen zu Horne unter dem Datum des 27. März mit dem Hullfelhof in Norddinker. [9]
  • Johann von Beverförde zu Werries verkauft am 1. April mehreren Bürgern zu Hamm eine Rente aus dem Tornemann Gut in Heessen. [10]
  • Der Richter von Hamm und Rhynern Hermann Wiltstake beurkundet die Ablösung einer Rente durch Dietrich von der Recke unter dem Datum des 2. Mai. Diese Beurkundung war auf Grund der "Entfremdung" der ursprünglichen Rentenurkunde notwendig geworden. [11]

Religion

  • Der aus Unna stammende Dominikanermönch Dr. Johan hardius wird Pfarrer in Hövel.[12]

Anmerkungen

  1. vgl. Urkunde 1564
  2. zitiert nach Overmann 1903 S. 76-77
  3. vgl. Urkunde 1564 April 1
  4. vgl. Urkunde 1564 März 5
  5. vgl. Urkunde 1564 März 27
  6. vgl. Urkunde 1564 Februar 24
  7. vgl. Urkunde 1564 Februar 24 a
  8. vgl. Urkunde 1564 Februar 24 b
  9. vgl. Urkunde 1564 März 27 a
  10. vgl. Urkunde 1564 April 1 a
  11. vgl. Urkunde 1564 Mai 2
  12. Datenchronik Stadtarchiv Hamm