1558

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Hamm wurde vor 332 Jahren gegründet.

Ereignisse

  • In Hamm hat es einen Stadtbrand gegeben.

Verwaltung

  • In einem Ehevertrag zwischen Diderich van dem Berge, Sohn des + Diderich van dem Berge und der Anna van Wullen, und der Anna Torck, Tochter des + Diderich Torck zu Vorhelm und der Apollonia van Snellenberch vom 26. Juli wird u.a. der Droste von Hamm, Victor Knipping als Zeuge erwähnt. [1]

Justiz

  • Die Stadt Hamm richtet ein Gesuch an die Stadt Münster, nach Evert Heimann zu fahnden. [2]
  • In einem münsterschen Justizverfahren um den Haupttäter Jakob Fussbel aus Altenkirchen, Untertan der Grafen von Sayn, werden ua. dessen Stalljunge Georg Camerer (12 -13 Jahre alt, geboren in Ortzn in Österreich, ist in Amiens in den Dienst des Fussbel getreten, der damals zu den Fähnlein des Rittmeisters Rossenbach gehörte), Sofia von Eller (ihre Eltern waren Maternus von Mennich und Alheit N.; sie ist verheiratet mit dem Loer Tilman von Eller in Köln, hat diesen aber vor 12 Jahren verlassen, hat dann mit dem Geistlichen Herman Gissewin zusammengelebt, ist endlich auf Veranlassung ihres + Neffen Johan von Sand zu Fussbel gegangen), Peter Koffer aus Menningen (seit einigen Wochen Diener des Fuesbel) und Niklas Koningshove (ist bereits in Frankreich in den Dienst Fussbels getreten) als Mittäter angeklagt. Fussbel hat trotz Vertrag und Urfehde im Jahr 1557 wieder eine Fehde mit den Grafen Sebastian und Johan von Sayn begonnen. Er hat ihnen Haus Meinzberg mit Hilfe französischer Reiter geplündert und hat saynsche Untertanen, so Henchen von Sturtzelbach, gefangen genommen und Lösegelder erpreßt. Sofia von Eller hat ihn angestiftet und beraten und den Raub verwahrt. Mittäter war Köningshove. Fussbel hoffte in Münster oder Umgegend Unterschlupf zu finden und wollte sich dann nach Livland begeben. Auf Veranlassung der Grafen von Sayn wird er und sein Anhang in Münster verhaftet; er wird im Hörstertor gefangen gesetzt. Am 13. September 1558 entfloh er infolge Unachtsamkeit des Bottmeisters Johan Dotten. Als er bei Heessen über die Lippe wollte, erkannte ihn der münsterische Bürger Berndt tor Woeste aus Überwasser, der sich von Hamm auf den Weg nach Soest gemacht hatte. Er wurde in Hamm durch den Drosten Viktor Knipping und den Rentmeister und Richter Hermann Wilstake gefangen gesetzt und vor Gericht gestellt. Hierzu erschienen die Saynschen Abgesandten aus Münster, die sich vom Rat in Münster die den Fussbel belastenden Schriftstücke aushändigen ließen. Auf ihren Antrag wurde Fussbel am 28. September mit dem Schwerte hingerichtet. [3]

Wirtschaft

  • Ernst Scheper verkauft über den Anwalt Jurgen Malthanen an Johann Nott Haus und Gut Uentrop. Die entsprechende Urkunde ist auf den 10. Januar datiert. [4]
  • Das Kloster Finnenberg überlässt dem Dietrich Harmen zu Horne einen Eigehörigen gegen Geldabfindung. Die entsprechende Urkunde ist auf den 9. Februar datiert. [5]
  • Rotger von Camen verkauft Jurgen Malthanen das Haus und Gut des Evert von der Recke zu Uentrop, das als Pfand an ihn gekommen ist. Die entsprechende Urkunde ist auf den 26. Februar datiert. [6]
  • In einer Lehnsurkunde vom 8. Juni wird Frydagh von Laer zu Geinegge als Lehnsherr erwähnt, ebenso der Kaplan Johann Schuirckman in Hövel. [7] In einer weiteren Lehnsurkunde vom selben Tag bekennt Hermann Kremeritz zu Berchoven, von Frydach von Laer zu Geinegge belehnt worden zu sein. [8]
  • In einem Weiterverkauf vom 10. November wird Dietrich von der Recke, Drost zu Heessen, als Bürge für eine Rentenverschreibung aus dem Jahr 1511 erwähnt. [9]

Soziales

  • Der Magistrat der Stadt Hamm erlässt am 21. Februar eine Verordnung für das sogenannte Steinhaus. Darin wird bestimmt, dass jeder Neuaufgenommene ein Bett mit Zubehör, einen Eimer, eine Kanne und ein Stuhlkissen mitbringen muss. Zudem ist beim Eintritt jedem bisherigen Insassen ein Pfennig zu zahlen. [10]
  • Unter dem Datum des 16. März ist festgehalten, dass Johan van Pilckum und Peter Asbeck als Provisoren des St. Antonius-Gasthauses in Hamm fungieren. [11]

Religion

  • Mit Zustimmung von Dietrich Harmen zu Horne wird der Kirche in Dolberg ein neuer Pfarrer präsentiert. Die Urkunde des Archidakons Bernd Morrien ist auf den 25. April datiert. [12]
  • Hermann Klaphecke wird urkundlich als Pfarrer von Heessen erwähnt. [13]

Anmerkungen

  1. vgl. Urkunde 1558 Juli 26
  2. Stadtarchiv Münster, A1B - Acta Criminalia (Kriminalakten), Nr. 155
  3. vgl. Stadtarchiv Münster, A1B - Acta Criminalia (Kriminalakten) Nr. 181
  4. vgl. Urkunde 1558 Januar 10
  5. vgl. Urkunde 1558 Februar 9
  6. vgl. Urkunde 1558 Februar 26
  7. vgl. Urkunde 1558 Juni 8
  8. vgl. Urkunde 1558 Juni 8 a
  9. vgl. Urkunde 1558 November 10
  10. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  11. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  12. vgl. Urkunde 1558 April 25
  13. Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 213