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Südstraße 19

Aus HammWiki
2006 als Tijuana

Auf der Hausstätte Südstraße 19 (alt: Nro 551) war 1734 der Bäcker und Brauer David Teuto († 1754) ansässig. Dieser erwarb nach dem Stadtbrand von 1741 eine benachbarte Brandstelle von Stephan Albert Asbeck[1] und errichtete noch im Jahre 1741 das heutige Wohnhaus. Dessen Witwe Clara Catharina geb. Dordrechter heiratete den Bäcker Jobst Henrich Hötte († 1768). Erbin des Hauses war aber Maria Catharina Margarethe Teuto (ca. 1744 bis 1826), die den Kammerbotenmeister Hermann Heinrich Gesselmann geheiratet hatte, der 1769 einen Zuschuss von 226 Reichstaler 57 Stüber zur Reparatur der Hauses erhielt und noch 1793 im Hause belegt ist.[2] Für das gesamte 19. Jahrhundert ist wiederum die Bäcker- und Wirtsfamilie Hötte im Hause nachgewiesen. Auf den Wirth und Gastgeber Peter Hötte folgte 1848 dessen Sohn Wirth und Bäcker (Johann) Friedrich (Wilhelm) Hötte (* 1815), diesem wiederum ab 1882 sein Sohn, der ebenfalls Friedrich hieß. Auf der Diele des Hauses wurde übrigens 1871 von F. Genuit und H. Güthenke ein Rohproduktenhandel begonnen.

Eigentümer

I. (Fortsetzung folgt ...)

II. (Fortsetzung folgt ...)

I./II.

  • 1741/1754: David Teuto († 1754), Bäcker und Brauer (→ I.)
  • 1755/1768: Jobst Henrich Hötte (ca. 1726-1768), Bäcker
oo 1755[3] Clara Cathrin Dördrechter (1719-1765), Wwe David Teuto (1704-1754)
oo 1768 in Rhynern Catharina Maria Margaretha Teuto (1743-1826), T des David Teuto
oo 1811[6] Maria Catharina Callwey (1786-1839), T des Johann Diedrich Callwey (→ Nro 408)
  • 1848/1882: Friedrich Hötte, Bäcker und Schenkwirth (1815- )
1. oo 1851[7] Maria Barié (1830- ), T des Friedrich Barié (→ Nro 548)
2. oo 1858[8] Henriette Middendorff (1837- ), T des Diedrich Middendorf (→ Nro 249)

__________

  • 1951/1960; Eheleute Bernhard Steinbrink, Gastwirt[10]
  • (M) 1958: Wilh. Seelmeier, Gaststätte „Bürgerschenke“
  • (M) 1960: Wilhelm Wiemar, Gastwirt
  • (M) 1960: August Brentjes, Einkaufsgenossenschaft der Schuhmacher
  • 1964/1970: Luise Steinbrink
  • (M) 1967/1970: Marianne Witteborg, Schankwirtschaft
  • 1972/1976: Marianne Witteborg, Schankwirtschaft

Spätere Nutzung

Um 1971 erbte Marianne Witteborg das Haus von ihrer Mutter Luise Steinbrink. Es beherbergte verschiedene Restaurants, Clubs und Diskotheken, z. B. Cappucino, Queens Pub, Windsor Club, Crocodil (1980er), Tijuana, Unique (ab 2007) und Nina’s Café, Veganalina Café und Podium.

Anmerkungen

  1. Dieser war auch Eigentümer des gegenüberliegenden Meilensteins.
  2. Bellwinkel führt ihn irrig als Gesselhoff auf.
  3. 1755 (Trauregister)
  4. 1811 Kauf für 2000 Taler von Wwe Kammerbothenmeister Gesselmann
  5. Er war Sohn des nach Amsterdam ausgewanderten Bäckers Jan (= Johann) Hötte und Enkel des Jobst Henrich Hötte.
  6. 1811 (Trauregister)
  7. 1851 (Trauregister)
  8. 1858 (Trauregister)
  9. 1882: jun.
  10. Kamen, Nordstr. 23 (ab AB 1958)
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