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Weststraße 39

Aus HammWiki
Weststraße 39 (2018)

Die Nachkriegsbebauung Weststraße 39 befindet sich auf der alten Hausstätte Nro 121 in der Westhofe und bildet heute die Eckbebauung zur Rödinghauserstraße. Rechts (= westlich) grenzt sie an die Weststraße 41. Auf der Postkarte von 1900 wurden die Umrisse des repräsentativen Vorgängerbaues rot skizziert.

Geschichte der Hausstätte

Weststraße 39 (1960er Jahre)
Anzeige R. Tacke (1924)
Weststraße 39 (1900)

Vor dem Stadtbrand von 1741 befanden sich auf dem Areal der Weststraße 39 zwei große bürgerliche Hausstätten (= I. und II.), die allerdings bis 1754 unbebaut geblieben waren. 1754 erwarb beide Hausplätze[1] Kriegsrat Johann Wilhelm Brande.[2]

Eigentümer

I. (bis 1754)

  • 1715/1746: Diedrich Wilhelm Grube († 1739), Bäcker und Brauer, Provisor der ref. Pfarrkirche
oo 1694[3] Clara Osthoff
  • 1751/1754: Petrus Grube (ca. 1705-1759), Stadtsekretär und Wwe Hohdahl geb. Anna Maria Grube (1707-1774)


II. (bis 1754)

oo 1691[4] Catharina W. Nott († 1727), T des Johann Diedrich Nott (→ Nro 367)
  • 1727/1738: Alexander Nottz († 1738), Lizentiat der Rechte[5]
oo 1716[6] Anna Christin Aemilia Conradine Lennich (1693-1730)
  • 1738/1754: Gerhard Arnold Christian Nottz, Candidatus juris


I./II. (ab 1754)

  • 1754/1755: Johann Wilhelm Brande († 1755), Kriegsrat
oo 1753[7] Maria Elisabeth Petri (ca. 1714-1774) aus Hannover
oo 1755[8] Anna Wilhelmina Brande († 1798)
oo 1795[9] Wilhelmine Luisa Keller (1769-1847)
  • 1870/1886: Hermann Hennekemper (1838- ), Kaufmann
oo 1872 Anna Donzelmann (1846- ) aus Minden

__________

Anmerkungen

  1. Der Herr Krieges-Rath Brande hat die auf der Westen Strasse in der Stadt Hamm käntlich gelegene Grubensche und Nottsche Hausplätze cum omnibus pertinentiis respective von dem Herrn Secretario Gruben, der Frau Wittiben Pastoris Hochdahl [!] und dem Herrn Candidato Juris Notz solcher Gestalt, wie vorhin diese Plätze der seel. Herr Grube und Herr Doctor Notz bewohnet und bebauet gehabt, erblich an an sich gekauft, ...; DIZ 12 vom 19.03.1754, 2. Anh.
  2. Eine dritte Brandstelle, die in östlicher Richtung lag und den Erben Henrich Rehmann gehörte, blieb ausweislich der Brandakten unbebaut und wurde zur neuen Rothen Strasse. Es handelt sich dabei um die heutige Rödinghauserstraße.
  3. Vgl. 1694 (Trauregister)
  4. Vgl. 1691 (Trauregister); dort: Lennich / Nett
  5. = Sohn des Hammer Bürgermeisters Johann Diedrich Nott, Student in Hamm und Halle; Professoren, Studenten, Bücher, S. 104, Nr. 158
  6. Vgl. 1716 (Trauregister); dort: Nodte / Lenniche
  7. Vgl. 1753 (Trauregister)
  8. Vgl. 1755 (Trauregister)
  9. Vgl. 1795 (Trauregister)

Literatur

  • Josef Börste: Der Landrat Reinhard David Wiethaus, in: Jahrbuch des Kreises Unna, Bönen 2005, S. 144-155, bes. 150ff.
  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 121.

Heutige Nutzung

<in Arbeit>

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