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Märkische Kriegs- und Domänenkammer

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Grafschaft Mark (1791)
ehemaliges KDK-Gebäude rechts neben der Adler-Apotheke (1913)
ehemaliges KDK-Gebäude rechts neben der Adler-Apotheke (um 1895)

Die Kriegs- und Domänenkammer (KDK) in Hamm existierte als selbstständige preußische Mittelbehörde für die Grafschaft Mark von 1787 bis zum 29. Oktober 1806, existierte dann als Kriegs- und Domänenkammer weiter, bis sie im Mai 1808 in Großherzoglich-Bergisches Landesadministrationskollegium umbenannt wurde. Ihr Vorgänger war die Kriegs- und Domänenkammerdeputation in Hamm, die von 1757 bis 1763 und von 1767 bis 1787 bestand, aber der Kriegs- und Domänenkammer in Kleve unterstellt blieb. Im Zuge der im November 1808 vorgenommenen allgemeinen Verwaltungsreform im Großherzogtum Berg wurde das Landesadministrationskollegium in Großherzoglich-Bergisches Gouvernements-Kommissariat für die Provinz Mark umbenannt, das bis zum 18. April 1809 bestand.
Ihren Sitz hatte die Behörde im ehemaligen Stadthaus der Freiherren von Plettenberg zu Heeren (sog. Heeren'sches Haus)[1] auf der Nordseite des Marktplatzes, in dem seit 1894 die Postverwaltung untergebracht war. 1925 ging der Gebäudekomplex im Neubau des Stadthauses auf.[2] Der KDK angegliedert waren ein Medizinalkollegium für die Grafschaft Mark, das mindestens seit 1769 bestand, und ein Forstamt der Grafschaft Mark.

Kammerpräsidenten

Kammerdirektoren

Kriegs- und Domänenräte

Wenig überraschen dürften die Beförderungen der KDK-Räte von und nach Kleve als zunächst übergeordneter Behörde sowie zum Generaldirektorium in Berlin; so kam beispielsweise der Gründungsdirektor Müller aus Kleve. Es bestanden aber auch personale Verflechtungen mit der 1769 gegründeten KDK-Deputation in Lingen (vgl. von Ammon; Bärensprung), der 1723 gegründeten KDK in Minden (vgl. v. Breitenbauch, v. Ribbentrop, Zschock), der Kurmärkischen KDK in Berlin (vgl. v. Kropff) und mit der KDK in Magdeburg (vgl. Sombart). Folgende Kriegs- und Domänenräte der KDK Hamm sind bislang bekannt:

(Geburtsdatum; Sterbedatum, sofern bekannt)

Kriegs- und Steuerräte für die Städte nordwärts der Ruhr

Der Städtekreis nordwärts der Ruhr umfasste die Städte Hamm, Lünen, Bochum, Castrop, Wattenscheid, Westhofen, Schwerte, Hörde, Unna, Kamen; dazu Soest. Die Kriegs- und Steurräte hatten Sitz und Stimme im Kammerkollegium.

Literatur

  • Rainer Ditté: Die königlich preußische Kriegs- und Domänenkammer in Hamm. Zentrum der Landesverwaltung für die Grafschaft Mark, in: "Es gibt ausgezeichnete Köpfe hier." Das preußische Hamm um 1800, hrsg. von Maria Perrefort, Hamm 2008 (Notizen zur Stadtgeschichte 14), S. 55-72.
  • Martin Lehmann: Das neue Stadthaus in Hamm (Westf.), Hamm 1927.
  • Franz Böckenholt: Zur Geschichte der Königlich-Preußischen Provinzialverwaltungsbehörde der ehemaligen Grafschaft Mark zu Hamm (Westf.), phil. Diss., Münster 1911.
  • "Es gibt ausgezeichnete Köpfe hier." Das preußische Hamm um 1800, hrsg. von Maria Perrefort, Hamm 2008 (Notizen zur Stadtgeschichte 14).

Anmerkungen

  1. Es wurde auch als Kammerkollegienhaus bezeichnet.
  2. Lehmann 1927, S. 7.
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