Lippepark Hamm

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Lippepark Hamm
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PLZ 59077 / 59075
Bezirk Herringen / Bockum-Hövel
Stadtteil Herringen / Hövel
Straße Hausnr. Dortmunder Straße (Hauptzugang)
Typ Freizeitpark
Namensherkunft vom nahen Fluss Lippe
existiert seit 2011

Hamm_Lippepark_12_Schriftzug.jpg

Schriftzug im Zugangsbereich an der Dortmunder Straße

Stand: 26. April 2013

Unter dem Slogan "Im Westen was Neues" entsteht seit 2009 auf dem Gelände des ehemaligen Schachtes Franz im Stadtbezirk Herringen ein neues Freizeitgelände, der Lippepark Hamm.

Baugeschichte

Offizieller Start der Baumaßnahmen war der sog. Herringer Mauerfall am 17. Mai 2009, an dem Teile der Mauer des Schacht-Franz-Geländes eingerissen wurden und somit das Gelände geöffnet wurde.
Die Arbeiten zur Anlage des Parks erstrecken sich zurzeit (November 2012) auf das nördliche Gelände des Schachtes Franz.
Der Endausbau des Abschnitts Schacht Franz Süd war für Ende 2012 geplant [1] und wurde mit der Eröffnung am 30. November 2012 auch offiziell plangemäß abgeschlossen. Teile waren bereits früher fertig gestellt und nutzbar, wie z.B. der Funsportpark Herringen, eine Freizeitsportanlage u.a. für Skater, Basketball, Streetball, Tischtennis, Hockey und Parkouring - einer neuen Trendsportart. Diese Anlage wurde in enger Mitarbeit mit den "Nutzern" geplant und erstellt.
In weiteren Bauabschnitten soll durch einen Brückenschlag nach Norden über den Datteln-Hamm-Kanal und die namensgebende Lippe nach Bockum-Hövel die Einbindung der Halde Radbod erfolgen, nach Südosten soll die Anbindung zur Bergehalde Kissinger Höhe am ehemaligen Bergwerk Heinrich Robert bzw. zuletzt Bergwerk Ost erfolgen. Eine Gesamt-Realisierung ist für 2014 avisiert.

Namensfindung

Zu dem Projekt "Im Westen was Neues" gab und gibt es einen Beirat unter dem Vorsitz des ehemaligen Herringer Bezirksvorsteher Horst Podzun. Dieser Beirat favorisierte - im Gegensatz zur Stadtverwaltung, die den nun verabschiedeten Namen Lippepark Hamm immer bevorzugt hatte - den Namen Westpark und hat diesen als Vorschlag beim Rat der Stadt Hamm eingebracht.
Der Rat stimmte jedoch in einer Sitzung im Dezember 2011 gegen den Beirats-Vorschlag Westpark und für den Namen Lippepark. Da Horst Podzun seinen Vorsitz im Beirat des Projektes von dem Namen Westpark abhängig gemacht hatte, trat er nach der Namensfindung Lippepark als Vorsitzender zurück. Anfang 2012 konnte er jedoch von den anderen Mitgliedern des Beirates überzeugt werden, die Position weiterhin zu bekleiden.[2]

Projektförderung / Finanzierung

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der folgenden Institutionen: [3]

  • Europäische Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  • Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Landesgartenschau 2014

Hamm wollte sich mit dem Projekt um die Austragung der Landesgartenschau 2014 bewerben, der Zuschlag für 2014 erfolgte allerdings an die Stadt Zülpich. Dennoch wird das Projekt in Hamm fort- und umgesetzt, die Finanzierung ist gesichert. [4]

Entwicklungsbereiche

Ds Gesamtprojekt Lippepark Hamm ist in mehrere Entwicklungsbereiche bzw. Bauabschnitte aufgeteilt: [5]

Schacht Franz Süd

Auf der Südfläche des Geländes entstand zunächst die große Funsport-Anlage und das Kunstprojekt Seilfahrt [6], danach folgte der insgesamt ca. 12 ha große Wiesenpark mit Liegewiese und Grillstellen, einem weiteren Spielplatz, dem Ort der Bergbaugeschichte und dem Ort der interreligiösen Begegnung. [7]
Im Frühjahr und Anfang des Sommers 2013 erfolgten Abschlussarbeiten in Form zusätzlicher Anpflanzungen von Sträuchern und Bäumen und im Bereich der Promenade wurden zahlreiche Sitzmöglichkeiten aufgestellt.

Schacht Franz Nord

  • Fertigstellung erfolgt, Übergabe/Eröffnung am 27. April 2014

Die Gestaltung der Nordfläche erfolgt in großen Teilen im Rahmen des sog. Abschlussbetriebsplans durch die RAG. Das bedeutet, dass die RAG die Fläche in einem gestalteten Zustand an die Stadt Hamm übergibt. Dabei werden die abgestimmten Bürgerideen wie z.B. der Mountainbike-Parcours oder ein Rodelhang berücksichtigt. bzw. durch die Stadt Hamm ergänzt. [8]

Herringer Bachtal und südliche Halden

  • tw. Bestand und in Planung

Die beiden Halden im Süden, die Halde Humbert und die Kissinger Höhe, bilden als klassische Bergbaufolgelandschaft den Übergang zwischen dem Kernbereich Schacht Franz und den südlichen Wohngebieten von Herringen und Pelkum. Während die Halde Humbert noch unter Bergaufsicht steht, ist die Kissinger Höhe bereits frei zugänglich und wurde vom neuen Eigentümer, der Regionalverband Ruhr (RVR) als "Walking-Halde" ausgebaut: Zahlreiche ausgeschilderte Walking-Strecken verlaufen über die Halde mit ihren prägnanten drei Kuppen. Dieses Angebot wurde im Rahmen von "Im Westen was Neues" um einen 280 langen Barfuß- und Sinneserlebnispfad mit interkulturellem Garten erweitert, der am 17. Juni 2012 eingeweiht wurde. Der Barfuß-Erlebnispfad verfügt neben einem intensiven Bereich am Fuß der Halde auch über einen barfußtauglichen Weg rund um die Halde. Der zwischen den Halden verlaufende Herringer Bach wird nach der geplanten Renaturierung bzw. ökologischen Aufwertung durch den Lippeverband eine attraktive Wasserlandschaft zwischen den Halden darstellen und der den Bach begleitende Weg zugleich eine ebenso attraktive Wegeverbindung in Richtung Pelkum bilden. [9]

Radbod / Brückenschlag und Kanalpark

  • sowohl Bestand, im Bau und in Planung

Durch seine Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Siedlungsbereich von Bockum-Hövel kommt dem Entwicklungsbereich Radbod eine besondere Rolle bei der Anbindung dieses Stadtteils an die neue Freiraumspange zu. Dabei soll das "passive" Landschaftserleben im Vordergrund stehen, bei dem sich dem Besucher die vielgestaltige Auenlandschaft erschließt, die durch die jüngere Industriegeschichte überprägt worden ist und in großen Teilen Landschafts- und Naturschutzstatus genießt. Der Aussichtspunkt auf der Halde ist zudem ein geeigneter Ort zur Information über die Auenlandschaft mit ihrer unter FFH-Schutz stehenden Fauna und Flora (FFH= Flora-Fauna-Habitat = höchste europäische Schutzkategorie) und darüber hinaus über das Flussgebietsmanagement im Lipperaum und kann auch als außerschulischer Lernort genutzt werden. In einem Kooperationsprojekt wird auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Radbod im Zuge der Errichtung des Umlagerungsbauwerkes die im Rahmen der Bürgerbeteiligung angeregte Trainingsstrecke für Radfahrer in Zusammenarbeit mit der RAG MI realisiert. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen Ende 2011 abgeschlossen sein. Der südlich an die Lippe-Altaue angrenzende Bereich wird von der begradigten Lippe und dem Datteln-Hamm-Kanal geprägt. Zwischen Lippe und Kanal erstreckt sich der Mitteldamm, auf dem u.a. überregionale Radwanderrouten verlaufen.
Durch den Neubau von zwei Brückenbauwerken für Fußgänger und Radfahrer über Lippe und Kanal wird nicht nur eine Verbindung zwischen Bockum-Hövel und Herringen/Pelkum, sondern auch zugleich eine Anbindung dieser touristischen Routen auf dem Mitteldamm geschaffen. Damit wird der neue Brückenschlag zum wichtigen Bindeglied innerhalb der Kulisse von "Im Westen was Neues". Die Finazierung der Brücken und eine Fertigstellung bis 2014 ist laut Pressebericht vom 30.11.2012 gesichert [10].
Anzeige der Stadt Hamm zur Ankündigung des Brückenschlages am 30. November 2012 im Westfälischen Anzeiger
Anzeige der Stadt Hamm zur Ankündigung des Brückenschlages am 30. November 2012 im Westfälischen Anzeiger

Der Kanalpark am Südufer des Datteln-Hamm-Kanals stellt die grüne Anbindung des Schacht-Franz-Geländes ans Wasser her. Mit der Ansiedlung des Kanuvereins und der DLRG in Ergänzung zum bestehenden Club Nautico und dem Yachtclub Hamm sind entsprechende Entwicklungsansätze bereits angelegt. In Teilflächen ist auch eine Gewerbeflächenentwicklung denkbar. [11]

Fotos

  • Zu diesem Artikel gibt es zusätzlich eine Fotoseite.

Presseberichte

Quellen

  1. Westfälischer Anzeiger (WA.de) vom 6. April 2012
  2. Westfälischer Anzeiger (WA.de) vom 26. Januar 2012
  3. Webseite www.hamm.de: Im Westen was Neues
  4. Webseite www.herringen.de: LaGa 2014 ade
  5. Webseite www.herringen.de: Projektvorstellung Lippepark Hamm
  6. Die Anlage ist teilweise zerstört, siehe auch Presseberichte: Westfälischer Anzeiger vom 18. Juli 2012 über Zerstörungen im Lippepark
  7. Webseite www.hamm.de: Im Westen was Neues, Schacht Franz Süd
  8. Webseite www.hamm.de: Im Westen was Neues, Schacht Franz Nord
  9. Webseite www.hamm.de: Im Westen was Neues, südliche Halden
  10. Westfälischer Anzeiger vom 30. November 2012
  11. Webseite www.hamm.de: Im Westen was Neues, Entwicklungsbereich Radbod Lippeaue

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