Fährstraße

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Fährstraße
Straßenschild Fährstraße
Länge 1,3km
Postleitzahl 59071 (1 bis 5 und 2 bis 4)
59073 (6 bis Ende und 7 bis Ende)
Bezirk Heessen/Uentrop
Gemarkung Heessen/Hamm
Stadtteil Heessen/Bad Hamm
Straßentyp Verbindungsstraße
Straßenklasse Kreisstraße (K5)
Namensherkunft siehe Text
Radarfalle.jpg Radar-Standort Zwischen Ostenallee und Brücke
Radar-Typ mobil 50km/h
Faehrstrasse.jpg

Fährstraße von der Ostenallee aus

Stand der Daten 01.06.2019

Die Fährstraße ist eine Straße im Bezirk Heessen und Uentrop.

Sie verbindet die Kreuzung Ostenallee, Soester Straße mit der Dolberger Straße.

Namensherkunft und Geschichte

Die Fährstraße die von der Ostenallee gegenüber der Soester Straße abzweigt und in nördlicher Richtung bis zur Dolberger Straße nach Heessen führt, erinnert daran, dass noch bis 1913 hier die Lippe mit einer Fähre überquert werden konnte.

Bis um 1880 gehörte das Gelände östlich des heutigen Ahsebettes und nördlich der Ostenallee zu Heimbecks Kotten, der 1883 größtenteils in den Besitz der Stadt Hamm überging. Einige Jahre später wurde in dem Anwesen die Stadtgärtnerei eingerichtet. Ein Teil des Grundbesitzes wurde an die damalige Aktiengesellschaft Bad Hamm und an den Bürgerschützenverein verkauft. Hier entstand der heutige Kurpark. Durch den Heimbeckschen Grundbesitz führte damals der schmale Fährweg, der jedoch am Kotten nach Osten abbog und sich dann zum Flussufer senkte, das mehrere Meter tiefer lag als heute. Unmittelbar an der Lippe stand damals westlich des Weges das Fährhaus. Dort musste man zunächst warten, bis genügend Anwärter versammelt waren, um die Überfahrt lohnend zu gestalten. Der Fahrpreis betrug 2 Pfennig pro Person.

Auf der Heessener Seite musste man sich durch eine dort angebrachte Glocke bemerkbar machen. Die Fähre selbst war ein breiter Kahn mit Sitzbänken an den Längsseiten. Ein am Vordersteven befestigtes Drahtseil führte über eine Rolle die auf einem starken Drahtseil lief, das zwischen dem Nord- und Südufer gezogen war. Bei Hochwasser und Überschwemmungen musste der Fährverkehr ruhen; die einzige Verbindung zwischen Hamm und Heessen führte dann über die Nordstraße und die Münsterstraße. Diese Verbindung musste von Fuhrwerken stets genutzt werden, da die Fähre nur dem Personenverkehr diente.

Als 1910/12 die Lippe, die bis dahin reich an Windungen war, begradigt und nach Norden verlegt, außer dem der Lippe-Seiten-Kanal geschaffen wurde, waren die Tage der Fähre gezählt; denn über beide Wasserläufe wurden feste Brücken gebaut. Zugleich wurde der alte Fährweg als Straße ausgebaut und erhielt die jetzige Richtung. Durch den Brückenbau war dieser Stelle gleichsam jener Zustand wieder hergestellt worden, der Anfang des 19. Jahrhunderts vorhanden war. Damals führte hier auch eine Brücke über die Lippe. Diese alte Brücke wurde zwischen 1820 und 1830 abgerissen, als die Lippe für die Treidelfahrten eingerichtet wurde, bei denen der Lastkahn an einer Leine durch Menschen oder Pferde gezogen wurde, die sich auf dem neben dem Fluß verlaufenden Lein- oder Treidelpfad bewegten. Damals war die alte Brücke ein Hindernis für den Schiffsverkehr; sie wurde daher durch die Fähre ersetzt, die wieder 1913 als Schifffahrtshindernis verschwinden musste.[1]

Die alte Brücke, die nach dem 2. Weltkrieg als "Provisorium" errichtet wurde, und die nur einspurig befahrbar war, so dass vor beiden Enden eine Ampel vorhanden war, wurde im Jahre 2001 durch die heutige Brücke ersetzt.

Hausnummern

 1 Baudenkmal Altes Fährhaus
 1 Restaurant Altes Fährhaus
 1 ehemals Hohoffs 800°
 1 TC Rot-Weiß Hamm e.V.
 6 Kanu Club Heessen e.V.
 6 Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine Außenbezirk Hamm
 7 Bootshaus
13 Märkischer Reiterverein

Fotos

  • Zu diesem Artikel gibt es zusätzlich eine Fotoseite.

Presseberichte

Besonderheiten

Verkehrsschild 254.jpg Verkehrsschild 262 28.jpg Verkehrsschild 1026-32.jpg

  • Verbot für Fahrräder an der Brücke einschl. Auffahrten

Anmerkungen