Fährweg

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Fährweg
Länge 1 km
Bezirk Heessen
Gemarkung Heessen
Stadtteil Heessen
Straßentyp Fuß- und Radweg
Namensherkunft ist der alte Verlauf der heutigen Fährstraße, an der früher die Lippe nur mit einer Fähre überquert werden konnte
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Fährweg von der Fährstraße aus

Stand der Daten 25.01.2023

Der Fährweg ist ein Fuß- und Radweg im Bezirk Heessen. Er verbindet die Fährstraße in Höhe Bootshaus mit der Dolberger Straße in Höhe Herrenstraße.

Weitere Informationen

Der Fährweg in Heessen ist eng verknüpft mit der Geschichte der Fährstraße. Nachdem in den Jahren 1912-1914 der Lippeseitenkanal und die Fährstraße in ihrem heutigen Verlauf angelegt worden waren, bestand keine Verbindung mehr zwischen der neuen Brücke und dem ursprünglichen Fährweg, der alten Trasse des Lippeübergangs, der auf der nördlichen Seite der Lippe entlang des alten Heessener Schlossgartens führte und in die Herrenstraße mündete. Schon bald begannen Heessener wie Hammer Bürger den alten romantischen Fährweg zu vermissen, der von Hamm aus gar nicht mehr zu erreichen war und von Heessen aus abrupt am Deich der Lippe endete. So entschloss man sich im Jahre 1927 den Weg wieder herzurichten, der in seinem Verlauf heute noch so existiert. Man baute an das nördliche Ende der Brücke eine Treppe hinunter in die Lippewiesen, führte den Weg dann ein Stückchen entlang der Lippe und erreichte schließlich den alten Fährweg.

Auch heute noch ist der Fährweg für Heessener Jugendliche, die in Hamm eine Schule besuchen, die kürzeste Verbindung. Fußgänger und Radfahrer benutzen diesen Weg gern und ausgiebig, kann man am Wegesrande doch eine weitgehend unberührte Natur beobachten. Im Winter kann man die Eisläufer beobachten, die auf den alten Lippearmen und dem Mühlengraben ihre Kreise ziehen. Heessener erreichen auf ihrem Sonntagnachmittagsspaziergang mittels des Fährwegs die beliebte Gaststätte Bootshaus, seit je her spazieren die Hammer oder ihre Kurgäste den Fährweg entlang, um eine der zahlreichen Ausflugslokale in Heessen aufzusuchen oder im Heessener Wald spazieren zu gehen.

Dort, wo jetzt noch eine Kopfweidenreihe übrig geblieben ist, stand an der nördlichen Grenze des Flurstücks Königliche Bosmar, das zu Preußen gehörte, eine mächtige Schwarzpappel, die 1905 einem Sturm zum Opfer fiel. Nach der Überlieferung war dieser Baum der Grenzbaum. Hatten die desertierten Soldaten der märkischen Garnison Hamm diesen Baum erreicht, musste ihre Verfolgung eingestellt werden, weil sie hier den Heessener Gerichtsbereich erreicht hatten und damit nicht mehr in Preußen waren. In den 1960er Jahren hat der damalige Ortsheimatpfleger Heessens Emil Steinkühler an die Stelle eine Eiche gepflanzt, die sich prächtig entwickelt hat.[1]

Bildergalerie Fährweg

Presseberichte

Anmerkungen

  1. zitiert nach Rita Kreienfeld, Quelle: Alte Homepage des Heimatverein Heessen

Besonderheiten

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