Urkunde 1284 Januar 15
Der Edelharr Jonathas von Dolberg hat vom Stift Scheda 12 Mark erhalten und verzichtet dafür am 15. Januar 1284 auf das Eigentum an dem Haupthof in Warmen.
Wortlaut
Die Urkunde wird nach Bockhorst/Niklowitz (S. 96) zitiert: [1]
Ego Jonathas nobilis de Doleberge universis, ad quos praesentia pervenerint, in vero salutari salutem et cognoscere veritatem. Quoniam ea, quae fiunt in tempore, ne simul cum tempore in oblivionis labantur interitum, solent scripturarum testimonio perhennari, notum esse volumus tam praesentibus quam futuris, quod ego receptis duodecim marcis ab ecclesia Schedensi ius proprietatis curtis in Wermingen cum omnibus suis attinentiis mihi resignatum in Brunone dicto de Camenata et uxore sua legittima dicta Landrach, qui hoc a me in feodo tenuerunt, cum consensu heredum suorum contuli et collato renuntiavi coram Herimanno dicto Vriman de Buren, comite libertatis ipso sedente in locoet sede sue iurisdiciarie potestatis, que vulgo dicitur vriedich, pleno et libero consensu coheredum meorum accedente. Et ut praesens donationis pagina rata et inconvulsa permaneat, hunc munimine sigilli mei duxi roborandam. Testes autem huius rei suntrus, dapifer comitis de Marcha, Wescelus de Galen, Theodericus et Johannes frater suus dicti Vulenspitt, Anthonius de Schedingen, Andreas dictus filius marscalci, Rutgerus de Althena, Engelbertus de Herborne, Godefridus de Werve, Henricus filius suus, milites, Henricus de Breiloy, Fredericus , Theodericus et Hermannus fratres dicti de Camenata, Gevehardus de Belemarcke, Godefridus et Theodericus de Lendinchusen, Platere et filius suus, Theodericus et Martinus de Bosenhagene, Winandus de Werminge, Theodericus filius Henrici de Mendene et alii quam plures. Datum anno Domini millesimo duocentesimo octogesimo tertio, in crastino Felicis in Pincis.
Übersetzung
Ins Deutsche übersetzt lautet der Urkundentext wie folgt:
Ich, der Edle Jonathan von Dolberg (Doleberge), entbiete allen, an die dieses Schreiben gelangt, Gruß im wahren Heil und wünsche, dass sie die Wahrheit erkennen.
Weil das, was in der Zeit geschieht, nicht gleichzeitig mit der Zeit in Vergessenheit geraten soll, wird es üblicherweise durch die Bezeugung in Schriften verewigt. Daher wollen wir, dass allen, Gegenwärtigen wie Zukünftigen, bekannt sei, dass ich, nachdem ich zwölf Mark von der Kirche zu Scheda (Schedensi) erhalten habe, das Eigentumsrecht am Hof in Wermingen mit all seinem Zubehör, das mir übergeben wurde, an Bruno, genannt von Camenata, und seine rechtmäßige Frau, genannt Landrach, übertragen und mich davon losgesagt habe. Sie haben es von mir als Lehen erhalten, und dies geschah mit der Zustimmung ihrer Erben.
Dies geschah vor Hermannus, genannt Vriman von Buren, Graf der Freiheit, als er an dem Ort und auf dem Sitz seiner richterlichen Gewalt, der im Volksmund "vriedich" genannt wird, saß, und mit der vollen und freien Zustimmung meiner Miterben.
Damit dieses Schenkungsdokument gültig und unerschütterlich bleibt, habe ich es mit der Stärke meines Siegels bekräftigen lassen.
Zeugen dieser Sache sind:
Rutgerus, Truchsess des Grafen von der Mark (Marcha)
Wesselus von Galen
Theodericus und sein Bruder Johannes, genannt Volenspit (Vulenspitt)
Antonius von Scheidingen (Schedingen)
Andreas, genannt der Sohn des Marschalls
Rutgerus von Altena (Althena)
Engelbertus von Herbern (Herborne)
Godefridus von Werve
Henricus, sein Sohn (Ritter)
Henricus von Breiloy
Fredericus
Theodericus und Hermannus, die Brüder, genannt von Kamen (Camenata)
Gevehardus von Belemarcke
Godefridus und Theodericus von Lendinchusen
Platere und sein Sohn
Theodericus und Martinus von Bosenhagene
Winandus von Werminge
Theodericus, Sohn des Henricus von Mendene
und sehr viele andere.
Gegeben im Jahre des Herrn 1283, am Tag nach Felix in Pincis (20. November).
Bemerkungen
Die Urkunde ist hinsichtlich der Ewähnung des Rutger (von Schwansbell) als Truchsess (dapifer) und damit Amtmann der Grafschaft Mark von stadtgeschichtlicher Bedeutung für Hamm.
Siehe auch
Anmerkungen
- ↑ vgl. Wolfgang Bockhorst/Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991, S. 96