Die heutige Adresse Ostenwall 1 ist nicht identisch mit der Vorkriegsadresse Ostenwall 1. Unter den Nummern 1 bis 6 finden wir bis zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs eine Häuserzeile vor, die aus einer Gadumbebauung hervorgegangen ist. Das Areal dieser Häuserzeile dürfte zur großen bürgerlichen Hausstätte Oststraße 58[1] gehört haben, die auf dem Foto ganz rechts gut zu erkennen ist.

Geschichte der Hausstätte

 
Ostenwall 1-6 (um 1930)

Das ehemalige Haus Ostenwall 1 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 307 in der Osthofe. Es grenzte unmittelbar an die Oststraße 58 an.

Eigentümer

  • 1734: Johann Henrich Velmers
  • 1784: Diedrich Bernhard Gesche
oo Catharina Magdalena Velmers[2]
  • 1784[3]/1805: Diedrich Ostermann (ca. 1752-1805) aus Allen, Tambour (1784), Unteroffizier (1803), Kammerbote

(1805)

oo 1782[4] Anna Elisabeth Peters aus Mark
  • 1825/1856: Bernhard Glöing (ca. 1784-) aus Darup[5], Gärtner (1825)
oo 1825[6] Maria Ostermann (1803-1842), T des Diedrich Ostermann
  • 1876/1886: Heinrich Niggemann (1813-1879) aus Mark, Schuster
oo 1840[7] Luise Böckmann (ca. 1821-)

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Anmerkungen

  1. Vorkriegsstand; heute befindet sich dort das Haus Oststraße 56 und 56a.
  2. Erbin des Hauses
  3. 1784 Kauf für 140 Reichstaler
  4. Vgl. 1782 (Trauregister)
  5. Gemeinde Nottuln, Kr. Coefeld (Stand: 13.02.2026)
  6. Vgl. 1825 (Trauregister)
  7. Vgl. 1840 (Trauregister)

Literatur

  • Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 307.