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Martin-Luther-Straße 13

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Version vom 18. Januar 2026, 21:48 Uhr von Schulte (Diskussion | Beiträge) (Vertiefende Ergänzungen zur Familiengeschichte Callwey)
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Das Haus Martin-Luther-Straße 13 bildet heute den Abschluss der Bebauung zum Martin-Luther-Platz hin. Die ehemalige Bebauung, die Häuserzeile Martin-Luther-Straße 15 bis 27, ist heute - neben einer Parkfläche - im Martin-Luther-Platz aufgegangen. Auf dem Foto von 1927 ist - schön in der Bildmitte - der Doppelhauscharakter der Martin-Luther-Straße 13 mit den zwei Eingängen noch gut zu erkennen.

Geschichte der Hausstätte

Martin-Luther-Straße 13 (1927)
Anzeige von Wilhelm Steimann (1886)

Das Haus Martin-Luther-Straße 13 befindet sich auf zwei alten Hausstätten Nro 416 und Nro 418 in der Westhofe. Nach dem Stadtbrand von 1741 blieb das Areal zunächst unbebaut. 1802 erwarb Lederfabrikant Johann Diedrich Callwey das bereits mit der Doppelnummer versehene Haus für 2850 Reichstaler von Johann Wickel.[1] Callwey hatte bereits 1778 das Elternhaus Martin-Luther-Straße 11 neu erbauen lassen. Das Areal zwischen beiden Häusern ist für 1831 als Garten des Bürgermeisters Heinrich Christian Quade ausgewiesen. Der jüngere Sohn des Lederfabrikanten Callwey mit Namen Johann Hermann Callwey verstarb bereits in jungen Jahren. Dessen Witwe Johanna Charlotte Fuhrmann (1783-1825) heiratete darauf 1814 den aus Hattingen stammenden Lederhändler Johann Albert Ballauf, der ebenfalls früh verstarb. Eine dritte Ehe ging Johanna Charlotte Fuhrmann 1817 mit dem Kaufmann Friedrich Horstmann an der Oststraße 3 ein. Aufgrund dieser Umstände finden wir ab 1818 bereits den erst 16-jährigen Enkel Johann Diedrich Callwey als Eigentümer vor, dessen Vormund wahrscheinlich Kaufmann Horstmann wurde.[2] Auch dem Enkel Johann Diedrich Callwey war kein langes Leben beschieden. Er starb schon im Jahre 1848. Ab 1867 ist im Hause die Tischlerfamilie Steimann nachzuweisen, die dort bis weit in das 20. Jahrhundert hinein eine Möbelfabrik mit Sargmagazin betrieb.

Eigentümer

oo 1775[3] Clara Catharina Osthaus
Johann Hermann Callwey (* 1783; 1814+), Lederhändler
oo 1810[4] Johanna Charlotte Fuhrmann (1783-1825), T des Carl Fuhrmann (→ Nro 72)
Johann Albert Ballauf (1777-1816) aus Hattingen, Lederhändler
oo 1814[5] Johanna Charlotte Fuhrmann Wwe Callwey; sie {3} oo 1817 Friedrich Horstmann (→ Nro 66)
  • 1818/1848: Johann Diedrich Callwey (1812-1848), Lederhändler
oo 1840[6] Henriette Aecker (1820- ), T des Johann Arnold Aecker (→ Nro 55)
(M) 1855/58: Kaufmann Hugo Garschagen (Rollmann & Garschagen)
  • 1867/1886: Wilhelm Steimann (1839-), Tischlermeister, S des Christian Steimann (→ Nro 487)
oo 1868[8] Wilhelmine Geveler (1843-), T des Johann Geveler (→ Nro 622)

__________

  • *

Anmerkungen

  1. Vermutlich handelt es sich dabei um den ehemaligen Soldaten, Bürger und Bäcker Johann Eberhard Wickel († 1815), der im Hause Nro 400 ansässig war. Da sich aber der betreffende Fortschreibungsband des alten Hypothekenbuches nicht erhalten hat, sind nähere Angaben bislang nicht möglich.
  2. 1831 wird dieser nämlich als Eigentümer des Hauses ausgewiesen.
  3. Vgl. 1775 (Trauregister)
  4. Vgl. 1810 (Trauregister)
  5. Vgl. 1814 (Trauregister)
  6. Vgl. 1840 (Trauregister)
  7. 1848 Kauf von den Ehel. Callwey
  8. Vgl. 1868 (Trauregister)

Literatur

  • Andreas Schulte, Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 416/418.
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