1818

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Hamm wurde vor 592 Jahren gegründet.

Statistik

  • Die Stadt Hamm besitzt eine Bevölkerung von 4688 Personen, davon sind 1396 reformierten Glaubens, 1292 Lutheraner, 1948 Katholiken und 52 Juden. Die Zahl der Wohngebäude beträgt 713.

Ereignisse

  • Über eine Badeordnung regelt der Bürgermeister von Hamm das Baden in der Lippe und der Ahse. Am 13. Juni wird das wie folgt geregelt[1]:

1. Das Baden darf nicht an solchen Orten geschehen, die in der Nähe oder im Gesichtspunkt der öffentlichen Wege und Landstraßen liegen; wer dagegen handelt, zahlt eine Strafe von 3 Reichstaler und wird im alle des Unvermögens auf drei Tage eingesperrt.
2. Kinder unter 15 Jahren dürfen nicht baden, es sei denn, daß solches unter Aufsicht der Eltern, Vormünder oder Lehrer geschieht; diese werden aufgefordert, aufs strengste darauf zu wachen, daß seitens der Kinder, Pflegebefohlenen und Schüler dieses Verbot nicht übertreten wird und haften Eltern und Vormünder für ihre Kinder und Kuranden.
Nur in den Vormittagsstunden von 7 bis 10 Uhr und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, im gleichen des Abends nach 7 Uhr ist das Baden erlaubt. - Wer sich außerhalb dieser zeit beim Baden betreten läßt, fällt in eine Geldstrafe von 1 Reichstaler oder im Falle des Unvermögens in eine 24stündige Gefängnisstrafe.
Diejenige Strecke des Lippeflusses, wo beim gewöhnlichen WWasserstande keine Gefahr beim Baden ist, ist durch besondere Tafel angezeigt.

Verwaltung

  • Der Heessener Bürgermeister Maybach wird im Oktober nach Drensteinfurt versetzt. Sein Bürgermeisteramt übernimmt der Bergermeister Nacke aus Ahlen in Personalunion.[2]

Wirtschaft

Verkehr

Am 5. September bricht eine Wasserbaukommission von Lippstadt über Hamm die Lippe entlang zum Rhein auf. Ziel der Kommission ist die Erstellung von Plänen zur Schiffbarmachung der Lippe und die Anlage eines Kanals. [3]

Kultur

  • Am 18. Oktober erscheint die erste Ausgabe der Rheinisch-Westfälische Anzeiger in Hamm. Die Zeitung wird durch die Verlagsfirma Wundermann und Schultz herausgegeben. [4] Sie setzt damit den von Herrn von Mallinkrodt herausgegebenen Westpphälischen Anzeiger fort, den dieser wegen der vorwährenden Zensur durch die kriegs- und Domänen-Kammer in Hamm nicht fortsetzen wollte. [5]
  • Der Verfasser der Schrift "Satiren über das göttliche Volk", Freiherr Wilhelm von Blomberg, lebt als Premierlieutenant in Hamm. Er ist beim Westfälischen Grenadier-Landwehr-Bataillion stationiert. [6]

Bildung

Ludwig Troß wird zum Lehrer am Gymnasium Hammonense ernannt. Er war zuvor als Lehrer am Handlungsinstitut und an der lateinischen Schule in Hagen tätig. [7]

Religion

Trauungen

Geboren

Gestorben

Anmerkungen

  1. zitiert nach: 100 Jahre Stadtwerke Hamm/Westf. 1858-1958. Hamm 1958. S. 53
  2. Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 184
  3. vgl. Bayreuther Zeitung, 25.09.1818 - Abschnitt "Aus Westphalen" sowie Bremer Zeitung, 26.09.1818
  4. F.J. Wienstein: Zur Geschichte des Hammer Zeitungswesens.In: Heimat-Kalender für Kreis und Stadt Hamm, Unna, Kamen und das Gebiet der ehemaligen Grafschaft Mark. 1926. Hamm o.J. S. 112-116
  5. vgl. Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten (Augsburger Postzeitung), 20.07.1818
  6. vgl. Allgemeine Literatur-Zeitung, No. 032 02.1818
  7. vgl. Allgemeine Literatur-Zeitung, No. 176 07.1818
  8. vgl. Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen, 23.07.1818
  9. vgl. Allgemeine Literatur-Zeitung, No. 005 01.1819