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Urkunde 1398 Februar 26

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Wappen der Familie von der Recke

Am 26. Februar 1398 gibt der Kölner Erzbischof die Anweisung, die Stiftung des Marienaltars in der Kirche zu Kamen durch Conrad von der Recke einzurichten.

Regest

Friedrich Erzbischof zu Cöln gibt dem Tilmann von der Trappen, Decan des Kapitels und der Christanität zu Dortmund und dem Herman, Pfarrer zu Herne, Auftrag, an dem von dem armiger Conrad von der Recke in der Kirche zu Camen errichteten Altar, der in honorem B. Mariae virginis geweiht werden soll und an dem er selber ein Beneficium stiften und dotiren will, die Stiftung einzurichten und die nötigen Bestimmungen er erlassen und festzusetzen.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst und wird bei Krumbholtz auszugsweise wiedergegeben. Diese Auszüge werden hier zitiert: [1]

Pro parte dilecti nobis Conradi van der Reke armigeri nobis est humiliter supplicatum, ut, cum ipse pro suarum ac progenitorum et amicorum suorum animarum salute altare quoddam in ecclesia Camenensi (...) constructum ac in honorem gloriosissime beate Marie virginis consecrandum suis certis quibusdam bonis pro sustentatione presbiteri seu rectoris eius in perpetuum beneficium ecclesiasticum dotare et erigere desideret et affectet, nos erectionem et dotationem huiusmodi approbare et admittere ipsaque bona et alia quecunque in posterum ad ipsum altare pie eroganda dicto altari applicare ac ea eximere et liberare ac emunitati ecclesiastice subicere necnon ipsum altare in perpetuum ecclesiasticum beneficium erigere seu creare auctoritate nostra ordinaria dignaremur. (...) de et super omnium et singulorum bonorum erogandorum pro altaris predicti dotatione, deputatione et assignatione eorumque situatione et descriptione, et an bona ipsa purum allodium et in omnimoda potestate donantis ad pios usus predictos ac taliter constituta, quod ipse de eisdem seu de quolibet eorundem libere sine alicuius alterius requisitione consensus vel consilii disponere perpetuo et ea efficaciter donare valeat, et etiam si prefata bona ad prefatum altare iam actu sint rite et legitime deputata, conversa libere et donata cum iure et solemnitate ad id necessariis et requisitis, et an consensus eorum, quorum interest, ad fundationem et dotationem huiusmodi accedat, et etiam si ipsa bona sint pro sustentione unius sacerdotis ipsum altare regentis sufficientia secundum ecclesie nostre statuta. (...) ut circa hoc ad confirmationem ulterius procedere valeamus.

Übersetzung

Übertragen ins Hochdeutsche lauten die Textstellen wie folgt:

Vonseiten unseres geliebten Conrad von der Recke, Edelknecht (armiger), ist uns demütig gebeten worden: Da er zum Heil seiner Seele sowie der Seelen seiner Vorfahren und Freunde ein Altar, das in der Kirche zu Kamen errichtet ist und zu Ehren der glorreichsten seligen Jungfrau Maria geweiht werden soll, mit gewissen seinen Gütern zur Unterhaltung seines Priesters oder Rektors zu einem ewigen kirchlichen Benefizium auszustatten (dotieren) und zu errichten wünscht und anstrebt, mögen wir uns herablassen, eine solche Errichtung und Dotierung billigend zuzulassen sowie ebendiese Güter und alle sonstigen, die künftig für diesen Altar fromm dargebracht werden, dem besagten Altar zuzuweisen, sie auszunehmen, zu befreien und der kirchlichen Immunität zu unterstellen als auch den Altar selbst kraft unserer ordentlichen Autorität zu einem ewigen kirchlichen Benefizium zu errichten oder zu schaffen.

(...) [wir haben uns erkundigt] über und bezüglich aller und jeder einzelnen Güter, die für die Dotierung, Bestimmung und Zuweisung des vorgenannten Altars dargebracht werden sollen, sowie über deren Lage und Beschreibung; und ob diese Güter reines Allod (Eigengut) sind und sich in jeder Hinsicht in der Verfügungsgewalt des Schenkenden für die vorgenannten frommen Zwecke befinden und so beschaffen sind, dass er über dieselben oder über jedes einzelne davon frei und ohne Einholung der Zustimmung oder des Rates irgendeines anderen auf ewig verfügen und sie wirksam schenken kann; und ebenso, ob die vorgenannten Güter dem vorgenannten Altar bereits tatsächlich rechtmäßig und gesetzmäßig zugewiesen, frei zugewendet und geschenkt wurden mit dem Recht und der Feierlichkeit, die dazu notwendig und erforderlich sind; und ob die Zustimmung derer vorliegt, die daran ein Interesse haben, zur Errichtung und Dotierung dieser Art; und ebenso, ob diese Güter zur Unterhaltung eines einzigen Priesters, der diesen Altar leitet, nach den Statuten unserer Kirche ausreichen.

(...) damit wir bezüglich dessen zur weiteren Bestätigung schreiten können. ... in Arbeit ...

Standort

Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Münster [2]

Bemerkungen

Conrad von der Recke ist als Herr zur Heide, dem späteren Haus Reck, anzusprechen.

Anmerkungen

  1. Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917 S. 253-254
  2. A 459 I Haus Reck (Dep.), Urkunden

Siehe auch

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