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Urkunde 1386 Januar 29

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Gerhard von Vrilewich gibt dem Thiderich von Volmestein am 31. Januar 1386 das Recht auf Wiederkauf des Hofs Twenhusen im Kirchspiel Mark.

Wortlaut

Die Urkunde ist in niederdeutscher Sprache verfasst. Ihr Wortlaut wird nach Kindlinger zitiert: [1]

Kundich sy allen Luiden, dat ich Gert von Vrylewich, anders geheiten Meyneke, Borger tom Hamme heb gegeven, ind geve in dusseme Breve eyne Gnade van Wederkoip an deme Hove to den Twen Huissen, die belegen is in dem Kerspele to der Marke myt syner Tobehoringe, Heren Diedriche van Volmestene Ritter, ind synen rechten Erven, so dat sey den alle Jar ind allewege op sunte Peter ad Cathedram mogen wederkoipen den vurg. Hoff myt alle deme Rechte ind Tobehoringe, alse sey my den verkofft hebt vor hundert Marck und dertich Marck Dortmundescher Pennynge, ind vor sestich guide sware ind recht wichtige Guldene van my ind mynen rechten Erven; ind hebt dess to Tuge myn Ingesegell in eyn Orkunde an dussen Breff gehangen. Datum anno Domini millesimo CCCmo octogesimo sexto, feria secunda ante purificationem Marie virginis gloriose.

Übersetzung

Übertragen ins Hochdeutsche lautet der Urkundentext wie folgt:

Kundgetan sei allen Leuten, dass ich, Gerd von Vrylewich, anders genannt Meyneke, Bürger zu Hamm, gegeben habe und gebe in diesem Briefe ein Recht auf Wiederkauf an dem Hofe „Twenhusen“ (to den Twen Huissen), welcher gelegen ist im Kirchspiel Mark mit seinem Zubehör, an Herrn Dietrich von Volmestein (Volmarstein), Ritter, und seine rechtmäßigen Erben.

(Dies ist) so (geregelt), dass sie diesen vorgenannten Hof mit allem Recht und Zubehör jedes Jahr und jederzeit auf Sankt Peter am Stuhlfeiertag (Cathedra Petri, d.i. der 22. Februar) wiederkaufen mögen, so wie sie mir den(selben) verkauft haben, für einhundertunddreißig Mark Dortmunder Pfennige und für sechzig gute, schwere und recht gewichtige Gulden von mir und meinen rechtmäßigen Erben.

Und (ich) habe hierzu als Zeugnis mein Siegel als Urkunde an diesen Brief gehängt.

Gegeben im Jahre des Herrn dreizehnhundertsechsundachtzig, am Montag vor der Reinigung der glorreichen Jungfrau Maria (Mariä Lichtmess).

Bemerkungen

Die Datierung nimmt Bezug auf das Fest purificationem Marie am 2. Februar. Mit der Wendung secunda ante wird auf den Montag vorher, also auf den 29. Januar, verwiesen.

Man beachte, dass sich Gert von Vrilewich selber als Bürger von Hamm bezeichnet.

Literatur

  • Niklas Kindlinger: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Anmerkungen

  1. Niklas Kindlinger: Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein - ein Beytrag zur Geschichte des Bauern- und Lehnwesens, und der Staatsverfassung. Welcher die Urkunden enthält. Osnabrück 1801.

Siehe auch

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