Schlossmühle Heessen

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Süd-Westseite

Die Schlossmühle von Schloss Heessen ist das älteste erhaltene Bauwerk im Ensemble der zum Schloss gehörigen Gebäude.

Restaurierung

Seit mehreren Jahren wird über die Erhaltung und Instandsetzung der Schlossmühle nachgedacht. Es existieren Pläne zum Erhalt und Umbau der Schlossmühle, die aber bisher - wegen offenbar fehlender - Finanzmittel durch den Eigentümer nicht umgesetzt werden.

Geschichte

Die Kernbauten der Kornmühlen des Schlosses Heessen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Datierungen reichen in das Jahr 1546 als Baujahr für die Kornmühle auf der Lippesüdseite und ind a sJahr 1590 als Baujahr für den nördlichen Mühlenteil zurück. [1]. [2]

Die Mühlen werden urkundlich 1599 und 1601 erstmalig erwähnt. [3] Für das Jahr 1609 ist belegt, dass für die Mühlen eine neue "Brustwehr" angelegt wurde. [4] Im Jahr 1754 wurden die Mühlen des Schlosses Heessen durch den Fürstbischof zu Münster (neu) konzessioniert. Dabei wurde auch die Errichtung eine Sägemühle, eine Öl- und Walkemühle sowie einer Schiffsmühle [5] (für Hochwasserzeiten) genehmigt.

Für das Jahr 1773 liegen genauere Angaben zu den 19 Jahre zuvor konzessionierten Mühlen des Schlosses vor. In diesem Jahr wurde die Lippe in einer großen Vermessung von münsteraner Offizieren kartografisch erfasst. In diesem zusammenhang wurden auch Zeichnungen der Mühlen des Schlosses Heessen angefertigt. Die entsprechenden Dokumente sind im Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, in Münster überliefert. Sie zeigen an zwei Gebäudestandorten insgesamt fünf Mühlenräder. Dem Flussverlauf folgende steht nächst das Gebäude der Säge- und der Öl- und Walkemühle quer über den Lippefluss und seitlich an einem Abfluss in einen Mühlenkolk. Hier sind zwei Wasserräder einfacher Bauart (sogenannte Strauberräder) eingebracht. Im weiteren Flussverlauf stehen sich zwei Kornmühlengebäude an den beiden Ufern der Lippe eng gegenüber. Das größere Gebäude auf der nördlichen Lippeseite ist mit zwei Wasserrädern (Staberrädern) ausgestattet. Diese Räder sind offensichtlich in einer Hängevorrichtung angebracht, um ihre Einlasshöhe in die Lippe dem Wasserstand des Flusses anpassen zu können. [6]Ob auch das Wasserrad des gegenüberliegenden Gebäudes mit einer Hängevorrichtung ausgestattet ist, ist aus den Zeichnungen nicht zu entnehmen, jedoch ist bekannt, dass dieses feststand. [7]

Im Jahr 1813 wurden die Mühlenräder der oberen und der unteren Mühlen von Schloss Heessen erneuert. [8]. Die Sägemühle im Bereich der oberen Mühle war noch bis zum Jahr 1850 in Betrieb. [9]

Presseartikel

Literatur

  • Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Der Einsatz von Wasser- und Windmühlen im Oberstift Münster vom Ausgang des Mittelalters bis zur Säkularisation (1803). Waxmann, Münster 2001, ISBN 3-89325-900-7

Einzelnachweise

  1. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96
  2. Heessen ist möglicherweise schon viel früher Standort einer Mühle gewesen. Ein Hinweis könnte die Urkunde 1414 Dezember 12 sein. Allerdings ist auf Grund der Besitzverhältnisses - Mitbesitzer ist die Familie von Neheim - auch möglich, dass es sich bei der erwähnten Mühle um die Mühle von Werries handelt.
  3. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96
  4. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 129
  5. Bermerkung: Die Genehmigung einer Schiffsmühle war einzigartig im ganzen Fürstbistum Münster
  6. vgl. die Abbildungen 27 und 28 in: Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 97
  7. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96
  8. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 96
  9. Peter Theißen: Mühlen im Münsterland. Münster 2001. S. 445