Ostenwall 5 (historisch)
Die heutige Adresse Ostenwall 5 ist nicht identisch mit der Vorkriegsadresse Ostenwall 5. Unter den Nummern 1 bis 6 finden wir bis zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs eine Häuserzeile vor, die aus einer Gadumbebauung hervorgegangen ist. Das Areal dieser Häuserzeile dürfte zur großen bürgerlichen Hausstätte Oststraße 58[1] gehört haben, die auf dem Foto ganz rechts gut zu erkennen ist.
Geschichte der Hausstätte
Das ehemalige Haus Ostenwall 5 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 311 in der Osthofe. Es stand mit dem Haus Ostenwall 4 unter einem Dach und grenzte links an das Haus Ostenwall 6. Noch 1796 und 1800 wird es als Gadum bezeichnet. Erster bekannter Eigentümer ist der auf der Oststraße ansässige Wagenmacher Johann Matthias Berckhoff. Nach dessen Tode finden wir seine beiden Söhne vor. Diese verkauften 1801 das Haus für 222 Reichstaler an den Johann Diedrich Leusmann. Sein Sohn Bäcker Johann Leusmann (1800-1871) folgte ihm nach. Zwischen 1910 und 1912 ging es in das Eigentum der Stadt Hamm über.
Eigentümer
- 1734/1795: Johann Matthias Berckhoff (ca. 1709-1795), Bürger (1783), Wagenmacher (→ Nro 7 /10)
- 1796[2]/1801: Gebrüder Bernhard Christoph und Diedrich Berckhoff
- 1801[3]/1827: Johann Diedrich Leusmann (1827†) (→ Nro 13)
- 1827/1871: Johann Leusmann (1800-1871), Bäcker
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Anmerkungen
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 311.