Lippmann am Boll

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Lippmann am Boll
Logo Logo Lippmann am Boll.png
Küche Deutsch
Ausrichtung Gutbürgerlich
Adresse Wilhelmstraße 195
59067 Hamm
Lippmann am Boll (2022).jpg

Als Restaurant »Hasan Usta« (2022)

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Stand: 13.05.2022

Lippmann am Boll war ein Hotel und Restaurant im Westen von Hamm.

An dem Haus hängt bereits eine 195-jährige Geschichte. Im Jahr 1815 erwarb der Landwirt Kaspar Dietrich Boll das Grundstück. Der Namenszusatz am Boll stammt somit aus einer Zeit, bevor das Gebäude ein Gasthaus wurde. Die alte Gaststätte mit ihrem Fachwerkbau bot den Hammer Bürgern ein altvertrautes Bild. Im Jahre 1970 entstand, nur wenige Meter vom alten Standort entfernt, das moderne Restaurant Lippmann am Boll.[1]

Gastronomie

Im Jahre 2016 zog sich der langjährige Eigentümer Martin Braun nach 26 Jahren aus dem Geschäft zurück und verpachtete Restaurant und Hotel. Stoyko Shingarov und Georg Stergiopoulos eröffneten am 1. März 2016 das griechisch-deutsche Restaurant „Santorini“, das aber nach einem knappen halben Jahr wieder schloss. Am 1. Februar 2017 eröffnete Herbert Thierse ein Restaurant mit gutbürgerlicher Küche, schloss aber wieder im September 2017.

Seit Januar 2018 führt Hasan Topcu das Restaurant als »Hasan Usta Ocakbaşi«. Dafür wurde die Gaststätte aufwändig zu einem türkischen Grillrestaurant umgebaut.

Die Kreuzung

Auch die große Kreuzung Wilhelmstraße/Kamener Straße/Herringer Weg/Radbodstraße heißt im Volksmund einfach Lippmann am Boll. Hier lag vom 15. bis 17. Jahrhundert die Hammer Siechenstation, denn Isolierstationen wie in modernen Krankenhäusern gab es noch nicht. Das Haus lag auf dem heutigen Grundstück Herringer Weg 1. Gegenüber, wo sich heute ein Supermarkt befindet, stand die Siechenkapelle. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie zu einer Wohnung umgebaut und 1815 an Kaspar Dietrich Boll verkauft, der hier eine Gaststätte einrichtete. Das Siechenhaus selber war schon 1676 in den Besitz des reformierten Waisenhauses an der Brüderstraße übergegangen.[2]

Weitere Fotos

Anmerkungen

  1. Stadtanzeiger am Sonntag 23. Januar 2011
  2. nach Friedrich Johannes Wienstein