Martin-Luther-Straße 52
Eine Adresse Martin-Luther-Straße 52 gibt es nicht mehr. Heute befindet sich dort eine private Parkfläche. Das Haus war - wie auch die Nachbarbebauung - bereits vor 1900 abgebrochen worden. Die heutige Nummerierung stimmt in diesem Bereich der Martin-Luther-Straße übrigens nicht mehr mit der Vorkriegsnummerierung überein. Der Kartenausschnitt (rechts) zeigt die enge, kleinteilige Bebauung 1831 an.

Geschichte der Hausstätte
Das Haus Martin-Luther-Straße 52 befand sich auf der alten Hausstätte Nro 436 in der Westhofe. Nach dem Stadtbrand von 1741 ließ 1744 Schuster Johann Diedrich Rühme das Haus auf der alten Hausstätte neu errichten. Aus den Akten geht hevor, dass er beim Stadtbrand auf der Lütgen Weststraaße ein Gahmen[1] verloren habe, dieses aber 1744 wieder erbaut habe, während er seinen Hausplatz auf der Südstraße an die Witwe Redicker verkauft habe.[2] Ein gemeinschaftlicher Brunnen mit den Nachbarhäusern war 1742 ebenfalls beschädigt. Stadtjäger Krippendorff begegnet uns ab 1753 im Hause. Später zog die Familie Krippendorff in das Elternhaus der Ehefrau Maria Catharina geb. Osthoff in der Südstraße 16 um. Bei den nachfolgenden Eigentümern begegnen wir unter anderem der Schornsteinfegerfamilie Freund, die diesen Beruf über mehrere Generationen in Hamm ausübte und später in der Widumstraße ansässig war.
Eigentümer
- 1741[3] Anna Elisabeth Hesselmann
- oo 1800[5] Maria Catharina Krippendorff (1749-1826) Wwe Hermann Koch
- oo 1819[6] Anna Elisabeth Gräwe
- oo Julie Deppe
- oo 1846[8] Luise Althoff (1815- ) aus der Westenfeldmark
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Anmerkungen
- ↑ Gahm, Gahmen = Nebenform von Gadum
- ↑ In den Besitz des Hauses auf der Südstraße war Rühme durch die Heirat mit Anna Elisabeth Hesselmann im Januar 1741 gekommen; vgl. dazu die Geschichte der Hausstätte Südstraße 10.
- ↑ Vgl. 1746 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1746 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1800 (Trauregister)
- ↑ Vgl. 1819 (Trauregister)
- ↑ 1847 Kauf für 700 Taler
- ↑ Vgl. 1846 (Trauregister)
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 436.