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Westentor (Haltestelle)

Aus HammWiki
Westentor
Linie(n):
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 9, 13, 14, 27, 29, 32, R41, N2, N4, N5, N7 sowie AST

Straße(n):
Westentor
Südring

Koordinaten:
51° 40' 48" N / 7° 48' 49" O

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Stand der Daten 26.08.2026

Die Haltestelle Westentor ist eine zentrale Bushaltestelle im Bezirk Mitte. Nach Angaben des Hammmagazins wird diese Haltestelle von täglich ca. 7.500 Fahrgästen genutzt, damit ist sie die zweitwichtigste Haltestelle im Stadtgebiet nach der Haltestelle Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz.[1]

Allgemeines

Die Haltestelle ist mit Anzeigen des Dynamischen Informationssystems ausgestattet. Bis zum Umbau des Westentors 1988–1989 lag die Haltestelle Richtung Westen vor dem Haus Bahnhofstraße 4.

Umbau (2024–2026)

Die Haltestelle Westentor wurde von 2024 bis 2026 umfassend umgebaut und konnte am 30. Mai 2026 feierlich wieder eingeweiht werden. Das Westentor erhielt dabei einen farbig gestalteten Belag: Grün kennzeichnet die Busspuren, Rot die Radwege; der Fußweg ist farblich nicht hervorgehoben. Ein zuvor vorhandener dritter Bussteig wurde zugunsten einer besseren Führung des Rad- und Fußverkehrs entfernt. Der Ein- und Ausstieg in Richtung Hamm-Süden und Rhynern wurde aus diesem Grund zum Stadtwerkehaus verlegt.[2]

Zur vollständigen Geschichte des Westentors siehe den Hauptartikel → Westentor.

Kritik

Im Juli 2026, sechs Wochen nach der Eröffnung, wurde Kritik an der optischen Gestaltung des Westentors laut. So war der neue grüne Fahrbahnbelag bereits so stark verschmutzt, dass er mit Spezialgerät gereinigt werden musste. Die Stadt erklärte über ihren Sprecher, der Bodenbelag sei bewusst gewählt worden, „um eine gute Farbgebung zu erzielen“. Es handele sich bei den Flecken nicht um Schäden, sondern um Verunreinigungen. Eine Reinigung werde auch künftig in regelmäßigen Intervallen stattfinden.[3]

Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Wartebereiche der Haltestelle. Der gläserne Windschutz dieser Bereiche wurde in einer gesplitterten Optik ausgeführt. „Diese Glasart ist bewusst als Gestaltungselement gewählt worden, um zum einen die Lichtdurchlässigkeit zu erhalten und zum anderen ein Mindestmaß an Privatsphäre für die Wartenden zu erreichen“, erklärte Stadtsprecher Cedric Sporkert gegenüber dem Westfälischen Anzeiger. Problematisch sei jedoch, dass dadurch – bereits zu diesem Zeitpunkt vorhandene – Glasschäden nicht als solche erkannt werden können, schrieb Frank Osiewacz vom Anzeiger.[3]

Im August 2026 kam es zu einer Serie von Stürzen, von denen ältere Fahrgäste mit Rollatoren betroffen waren. Sie hatten eine weiße Kante an der Grenze zwischen Bussteig und Fahrbahn offenbar nicht als Stufe, sondern lediglich als farbliche Abtrennung wahrgenommen. „Der Kontrast zwischen Bordstein und Farbfläche ist ausreichend, um den Bordstein deutlich wahrzunehmen“, hieß es seitens der Stadt nach einem Sturz am 3. August, und man stufte den Vorfall als Einzelfall ein. Jedoch stellte sich heraus, dass es bereits am 6. Juni einen ähnlichen Sturz gegeben hatte, der für eine 91-Jährige einen 18-tägigen Krankenhausaufenthalt zur Folge hatte.[4][5] Infolge der Berichterstattung meldete sich eine dritte Seniorin (90), deren Sturz im letzten Moment von einem Passanten verhindert werden konnte: „Für mich hat es so ausgesehen, als würden die grünen Flächen auf einer Höhe ineinander übergehen“.[6]

Im August 2026 kritisierte der Westfälische Anzeiger außerdem die neue Verkehrsführung, also das Herzstück des Projekts. Die nun für Fahrten in Richtung Süden am Westring gelegene Haltestelle stelle eine Verschlechterung für Fahrgäste dar, da es dort – abgesehen von einer kleinen Überdachung des Modehändlers Zeeman – keinerlei Wetterschutz gebe. Ursprünglich war diese Haltestelle lediglich als reiner Ausstieg für aus dem Westen kommende Busse konzipiert. Dass Linien hierhin verlegt werden müssten, sei aus dem Baubeschluss für das neue Westentor nicht ersichtlich gewesen, wusste Lokalredakteur Jörn Funke zu berichten.[7][Anm 1] Bereits zuvor war beobachtet worden, dass Fahrgäste in Richtung Süden an der regulären Busspur warteten, zumal dort auch die Abfahrtsanzeige angebracht ist, der Bus sie dort jedoch nicht mitnahm.

Weiterhin führe die Busspur vor dem Stadtwerkehaus zu einer Kollisionsgefahr, da Busse und Pkw zeitgleich Grün erhalten. Das Fahrpersonal werde für diese Situationen geschult, ließen die Stadtwerke wissen. Allerdings dürften Busse laut aktueller Beschilderung eigentlich nicht vom Westring zum Westentor abbiegen. Die Stadt verweigerte zu allen Kritikpunkten an der Verkehrsführung eine Stellungnahme.[7]

Fotos der Haltestelle

Historische Fotos

Presseberichte

Anmerkungen

  1. In der Printausgabe lautete die Überschrift des Artikels Fehlplanung Westentor? Prestigeprojekt weist immer neue Schwachstellen auf.

Einzelnachweise

  1. Das neue Westentor entsteht. In: Hammmagazin 10/2024, S. 3f.
  2. Jörn Funke: Westentor nach eineinhalb Jahren Umbau wieder in Betrieb – mit neuer Umleitung. In: wa.de vom 29. Mai 2026.
  3. 3,0 3,1 Frank Osiewacz: Verkehrsknotenpunkt Westentor: Grüner Teppich schon „Shabby Chic“. In: wa.de vom 14. Juli 2026.
  4. Frank Osiewacz: 18 Tage Krankenhaus nach weiterem schweren Sturz: Stolperfalle Westentor?. In: wa.de vom 20. August 2026.
  5. Frank Osiewacz: Nach Sturz-Serie am Westentor: Bürger fordern „Vorsicht Stufe“-Warnung. In: wa.de vom 21. August 2026.
  6. Frank Osiewacz: Dritter „Stolperfall“ am Westentor: Schutzengel war ein junger Mann. In: wa.de vom 21. August 2026.
  7. 7,0 7,1 Jörn Funke: Busse am Westentor dürfen womöglich gar nicht abbiegen. In: wa.de vom 25. August 2026.
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