Urkunde 1385 April 5

Gerd von Hövel, Pfarrer zu Bockum gibt am 5. April 1385 dem Dietrich von Volmarstein das Recht, sein Erbe und Gut zu Bockum für 18 Schillinge einzulösen.
Wortlaut
Der Wortlaut der Urkunde ist auszugsweise bei Krumbholtz (S. 202) wiedergegeben.[1]. Darin heißt es, dass der Pastor von Bockem zustimmt, dass der Ritter Dietrich von Volmarstein und
al sine erven und sine vrien lude und vulschuldighen lude moghen weder losen und entledeghen zyn erbe und gut, dat belegen is in dem kerspele tho Bokem, van zodaner rente und gulde, alse soe dar utghegeven und ghemaket hebbet eme kercheren tho Bokem van cappellen myt kerchoven, dey see hebbet wigen und ghestichgen laten myt mynem willen, also to achteyn scillinge Munsters geldes. Und dat gelt der losinghe dar sal men erflike gulde mede kopen tho Bokem, daraf tho denckene hern Diderik vorgenomt und siner alderen seyle.
Übersetzung
Das heißt, dass der Pastor in Bockum dem Dietrich von Volmarstein zugesteht, dass er und
... all seine Erben und seine freien Leute sowie vollberechtigten Leute mögen sein Erbe und Gut, das im Kirchspiel zu Bockum gelegen ist, wieder einlösen und freimachen von solch einer Rente und Geldabgabe, wie sie diese dort herausgegeben und festgesetzt haben dem Pfarrer zu Bockum für Kapellen mit Kirchhöfen, die sie haben weihen und stiften lassen mit meinem Willen, und zwar zu achtzehn Schillingen Münsterischen Geldes. Und mit dem Geld dieser Einlösung soll man eine erbliche Rente zu Bockum kaufen, um damit des vorgenannten Herrn Diederik und der Seelen seiner Vorfahren zu gedenken.
Standort
LWL-Archivamt für Westfalen, Münster [2]
Literatur
- Krumbholtz, Robert: Urkundenbuch der Familien von Volmerstein und von der Recke bis zum Jahre 1437. Münster 1917. S. 202