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Urkunde 1298 November 8

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Wappen der Familie von Volmarstein

Dietrich von Volmarstein überträgt am 8. November 1298 den Zehnten in Einecke und Eineckerholsen auf das Kloster Paradies bei Soest.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst und wird nach Bockhorst/Niklowitz (S. 115-116) zitiert: [1]

Omnibus presentes litteras visuris seu audituris Theodericus nobilis dominus de Volmusteyne noticiam veritatis in perpetuum. Ne ea, que fiunt in tempore, simul cum lapsu temporis elabantur, condecens est, ut sripture testimonio perennentur. Hinc est, quod ad noticiam omnium venire cupientes notum facimus et protestamur, quod cum Theodericus de Honrode decimam suam sitam Endike et Holthusen cum universis eiusdem decime attinenciis, quam a nobis infeodo absoluto tenuerat et tenebat, de consensu Beatricis matris sue, Cunigundis et Demudis sororum suarum, Erenfridi de Breydenole militis avi sui, Godefridi nobilis de Rudenbergh avunculi sui, Friderici de Hurde militis et ceterorum consanguineorum et propinquorum suorum, quorumcumque consensus requirendus erat, bona voluntate accedente cenobio de Paradiso legitime vendiderit pro cer pecunie summ sibi tradita ac penitus persoluta. Nos accepta a Friderico de Hurde milite predicto de dicta decima conpensacione ac permutacione proprietatis de bonis aliis, que infra nominantur, scilicet de domo in Velewic Wenemaro militi de Dungelen pertinete, item de dome in Adene Henrico de Adene pertinente, item de decima in Hagneyge Hildebrando de Culpe pertinente, predictam vendicionem de dicto Theoderico factam approbavimus et ratificavimus et approbamus ac ratificamus et ad peticionem dicti Theoderici proprietatem, dominum et omne ius, quod nos primitus in dicta decima habebanus, in dictum cenobium transtulimus et una cum filio nostro Theoderico et alii nostris heredibus renunciavimus et in hiis scripta renunciamus penitus omni iuri, si quod nobis in dicta decima conpetebat seu umquam conpetere posset in tempus quodlibet affuturum. Et eodem modo nos Theodericus de Honrode, Beatrix, Cunigundis, Demudis et Erenfridus ac Fridericus milites prenominati dicte decime prorsus renunciavimus et renunciamus ad utilitatem cenobi antedicti, tranferentes in idem cenobium omne ius, quodcumque habebamus vel in futurum nobis conpetere posset in decima memorata. Omnique dolo excluso protestamur, quod de predicta nostra decima litteras speciales non habuimus nec habemus et sicut predicte decime penitus renunciavimus, sic omnibus litteris et auxiliis iure sive facti, quibus per nos seu alios quoscumque dictus contractus in futurum dissolvi posset seu inpediri, prorsus renunciamus, decernentes irritum et inane, si a quoquam hominum quidquam in contrarium contigerit attemptari. In horum igitur omnium testitmonium ac firmitatem perpetuam et ne prefatus contractus ac proprietatis translacio in posterum valeant aliqualiter retractari vel inpediri, nos Theodericus dominus de Volmutsteyne, Godefridus dominus de Rudenbergh, Erenfridus de Breydenole et Fridericus de Hurde, milites, ad Pectionem sepedicti Theoderici et matris ac sororum suarum sigilla nostra una cum sigillo eiusdem Theoderici litteris presentibus duximus apponenda. Preterea nos partes contrahentes unanimiter petivimus discretos viros consules oppidi Susaciensis, ut ipsi sigillorum oppidi sui litteris presentibus apponere dignarentur. Nos igitur consules predicti dictarum parcium contrahencium precibus annuentes sigillum oppidi nostri litteris presentibus apposuimus ad maiorem evidenciam omnium premissorum. Testes etiam horum sunt: Albertus de Palsole et Wichmannus de Hervordia proconsules, Gerlacus de Lake, Gerwinus de Lunen, Gothmarus de Medebeke, Regenbodo Gotus, Wezelus Herinc, Johannes de Berghe, Rickardus de Heringen, Henricus de Lake, Henricus de Bastenberg, Conradus de Lunen, Wichmannus de Vlerike, Ludewicus de Sunhere, Godefridus de Berghe, Henricus de Hoenporten, Everhardus de Lake et totum consilium oppidi Susaciensis cum pluribus aliis fidedignis. Actum et datum anno Domini millesimo ducentesimo nonagesimo octavo, sexto Idus Novembris.

Übersetzung

Ins Deutsche übertragen lautet der Urkundentext wie folgt:

Allen, die dieses Schreiben sehen oder hören werden, entbietet Theodericus, edler Herr von Volmarstein (Volmusteyne), für immer Kenntnis der Wahrheit.

Damit die Dinge, die in der Zeit geschehen, nicht mit dem Lauf der Zeit vergehen, ist es angemessen, dass sie durch das Zeugnis der Schrift verewigt werden. Daher machen wir, um die Kenntnis aller zu erreichen, kund und bekennen, dass Theodericus von Honrode seinen Zehnt, gelegen in Endike und Holthusen, mit all seinem Zubehör, den er von uns als freies Lehen innehatte und hält, mit der Zustimmung seiner Mutter Beatrix, seiner Schwestern Cunigundis und Demudis, seines Großvaters, des Ritters Erenfridus von Breydenole, seines Onkels, des Edlen Godefridus von Rüdenberg (Rudenbergh), des Ritters Fridericus von der Hurde und all seiner übrigen Verwandten und Angehörigen, deren Zustimmung erforderlich war, aus gutem Willen dem Kloster Paradies (Paradiso) rechtmäßig für eine bestimmte Geldsumme, die ihm übergeben und vollständig bezahlt wurde, verkauft hat.

Wir haben vom vorgenannten Ritter Fridericus von der Hurde für den besagten Zehnt eine Entschädigung und eine Vertauschung des Eigentums von anderen Gütern erhalten, die unten genannt werden, nämlich von dem Haus in Velewic, das dem Ritter Wenmarus von Dungelen gehörte, ferner von dem Haus in Aden (Adene), das Henricus von Aden gehörte, ferner von dem Zehnt in Hageneyge, der Hildebrandus von Culpe gehörte.

Wir haben den besagten, von Theodericus getätigten Verkauf gebilligt und bestätigt und wir billigen und bestätigen ihn hiermit. Auf Bitten des besagten Theodericus haben wir das Eigentum, die Herrschaft und jedes Recht, das wir ursprünglich an dem besagten Zehnt hatten, auf das besagte Kloster übertragen. Wir und unser Sohn Theodericus und unsere anderen Erben haben auf jedes Recht, das uns an dem besagten Zehnt zustand oder jemals in Zukunft zustehen könnte, vollständig verzichtet und verzichten hiermit in diesem Schreiben darauf.

Auf die gleiche Weise haben wir, Theodericus von Honrode, Beatrix, Cunigundis, Demudis und die vorgenannten Ritter Erenfridus und Fridericus, auf den besagten Zehnt vollständig zugunsten des vorgenannten Klosters verzichtet und verzichten hiermit darauf, indem wir an dasselbe Kloster jedes Recht übertragen, das wir an dem erwähnten Zehnt hatten oder das uns in Zukunft zustehen könnte.

Unter Ausschluss jeglicher Arglist bekennen wir, dass wir keine speziellen Briefe über unseren vorgenannten Zehnt hatten und haben. So wie wir vollständig auf den vorgenannten Zehnt verzichten, so verzichten wir auch gänzlich auf alle Briefe und rechtliche oder tatsächliche Hilfen, durch die der besagte Vertrag von uns oder anderen in Zukunft aufgelöst oder behindert werden könnte. Wir erklären es für ungültig und nichtig, falls von irgendjemandem etwas im Gegenteil versucht werden sollte.

Zum Zeugnis all dessen und zur ewigen Sicherheit, und damit der vorgenannte Vertrag und die Eigentumsübertragung in Zukunft nicht in irgendeiner Weise widerrufen oder behindert werden können, haben wir, Theodericus, Herr von Volmarstein (Volmutsteyne), Godefridus, Herr von Rüdenberg (Rudenbergh), die Ritter Erenfridus von Breydenole und Fridericus von der Hurde, auf Bitten des oft genannten Theodericus und seiner Mutter und Schwestern unsere Siegel zusammen mit dem Siegel desselben Theodericus an dieses Schreiben anbringen lassen.

Außerdem haben wir, die Vertragsparteien, einmütig die angesehenen Männer, die Räte der Stadt Soest (Susaciensis), gebeten, das Siegel ihrer Stadt an dieses Schreiben anzubringen. Wir, die vorgenannten Räte, haben daher auf die Bitten der besagten Vertragsparteien das Siegel unserer Stadt an dieses Schreiben angebracht, zur größeren Beweiskraft all des Vorgenannten.

Zeugen hiervon sind:

Albertus von Palsole und Wichmannus von Herford (Hervordia), Prokonsuln

Gerlacus von Lake

Gerwinus von Lünen (Lunen)

Gothmarus von Medebach (Medebeke)

Regenbodo Gotus

Wezelus Herinc

Johannes von Berge (Berghe)

Rickardus von Herringen (Heringen)

Henricus von Lake

Henricus von Bastenberg

Conradus von Lünen (Lunen)

Wichmannus von Vlerike

Ludewicus von Sunhere

Godefridus von Berge (Berghe)

Henricus von Hoenporten

Everhardus von Lake

und der gesamte Rat der Stadt Soest

sowie viele andere glaubwürdige Personen.

Geschehen und gegeben im Jahre des Herrn 1298, am sechsten Tag vor den Iden des November (8. November).

Bemerkungen

Die Urkunde ist hinsichtlich der Ewähnung des Richardus de Heringen als Zeuge von stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Literatur

  • Wolfgang Bockhorst/Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Wolfgang Bockhorst/Fredy Niklowitz: Urkundenbuch der Stadt Lünen bis 1341. Lünen 1991, S. 115-116
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