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Urkunde 1269 Februar 25

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Am 25. Februar 1269 stellte Radolfus de Aquis, Soester Richter, einen Gerichtsschein in Sachen des Albert von Schmehausen gegen das Kloster Welver über Güter zu Schmehausen aus.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst. Ihr Wortlaut wird nach dem WUB Band 7 (S. 615) zitiert: [1]

Nos Radolfus de Aquis iudex Sosatiensis universis presentem paginam inspecturis utriusque vite salutem. Tenore presentium protestamur, quod, cum Albero de Smidehusen inhibitionem fecisset Alberto preposito et conventui in Welvere de emptione quorundam bonorum sitorum in Smidehusen asserens, se et sororem suam duas partes in prefatis bonis hereditario iure habere, unde prefatus A(lbertus) prepositus dictum Alberonem coram nobis conveniens fecit inquiri in sententia, ubi eidem Alberoni stare iuri deberet, cum dicta bona essent libera; et responsum ei fuit, sicut iuris ordo exigit, quia ante sedem liberam. Ut autem predictus Albero ad proscquendum ius suum ante sedem liberam et ante liberum comitem videlicet Scredere de Alen absque metu vite et rerum secure venire posset, dictus A(lbertus) prepositus tutum ei conductum spopondit. Qui rennuit et in sua iniusta inhibitione, sicut multis presentibus honestis et discretis viris visum est, perseveravit. Presentes et testes : Johannes de Werdinchusen, Arnoldus de Lünen magister burgensium, Albero de Tunne avunculus predicti Al(beronis), Hinricus de Winden, Hinricus Twebrot, Conradus de Saltkoten, Goschalcus de Wihinchusen, Albertus de Palsole, Swederus Faber, frater Hinricus Magnus et alii quam plures. Ut autem premissa rata permaneant et firma, presentem litteram super his confectam sigillo nostro iussimus roborari. Acta sunt hec anno Domini M°.CC°LX°IX°, crastino Mathie apostoli.

Übersetzung

Ins Deutsche übertragen lautet der Urkundentext wie folgt:

Ich, Radolfus von Aquis, Richter von Soest (Sosatiensis), entbiete allen, die dieses Schreiben einsehen werden, Gruß in beiden Leben.

Mit diesem Schreiben bezeugen wir, dass, als Albero von Schmehausen (Smidehusen) dem Propst Albertus und dem Konvent in Welver (Welvere) den Kauf gewisser Güter in Schmehausen untersagte, indem er behauptete, er und seine Schwester hätten einen erblichen Anspruch auf zwei Teile der vorgenannten Güter. Daraufhin forderte der vorgenannte Propst Albertus denselben Albero vor uns, um zu untersuchen, wo derselbe Albero sich dem Recht stellen müsste, da die besagten Güter freies Eigentum waren. Die Antwort, die ihm gegeben wurde, wie es die Rechtsordnung verlangt, war: vor dem freien Gericht.

Damit also der vorgenannte Albero sein Recht vor dem freien Gericht und vor dem freien Grafen, nämlich Scredere de Alen, ohne Furcht um Leib und Gut sicher verfolgen konnte, versprach ihm der besagte Propst Albertus freies Geleit. Aber Albero lehnte dies ab und verharrte in seiner ungerechten Untersagung, wie es vielen anwesenden ehrbaren und klugen Männern erschien.

Anwesend und als Zeugen waren:

Johannes von Werdinchusen

Arnoldus von Lünen, Bürgermeister

Albero von Tunne, Onkel des vorgenannten Albero

Heinrich von Winden

Heinrich Twebrot

Conradus von Salzkotten (Saltkoten)

Gottschalk von Wihinchusen

Albertus von Palsol

Swederus, der Schmied

Bruder Heinrich Magnus

und sehr viele andere.

Damit das Vorgenannte gültig und fest bleibt, haben wir befohlen, dieses darüber verfasste Schreiben mit unserem Siegel zu bekräftigen.

Dies geschah im Jahre des Herrn 1269, am Tag nach dem Apostel Matthäus.

Literatur

  • Westfälisches Urkundenbuch. Band 7. Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200-1300. Münster 1901

Standort

Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Münster [2]

Weblink in der Digitalen Westfälischen Urkundendatenbank

http://www.westfaelische-geschichte.de/que68925

Anmerkungen

  1. Westfälisches Urkundenbuch. Band 7. Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom J. 1200-1300. Münster 1901
  2. vgl. Kloster Welver, Findbuch A 394

Siehe auch

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