Widumstraße 18
Eine eigenständige Adresse Widumstraße 18 gibt es heute nicht mehr. Der in den 1950er Jahren entstandene Neubau Widumstraße 16 umfasste bereits auch das Areal der Nr. 18 (siehe Fotos von 2001 und 2019), so dass ab diesem Zeitpunkt eine eigenständige Nr. 18 nicht mehr existierte. Dieses Haus ist dann im neu entstandenen Gebäudekomplex des Westfälischen Anzeigers aufgegangen.

Geschichte der Hausstätte
Humanitas (2019)
Die Hausstätte war nicht von den Stadtbränden von 1734 und 1741 betroffen. Das Haus befand sich auf der Hausstätte mit der alten Nro 354 auf der Südseite der Widumstraße, die zur Südhofe gehörte. Auf dem Foto von 1892 ist es als schmales, giebelständiges Haus zu erkennen. Zuckerbäcker Jacob Barié, der nach Hamm eingewandert war, erwarb 1800 das Haus für 575 Reichstaler. Sein Sohn, der Färber Friedrich Barié, der 1825 Sophie Unkenbold geheiratet hatte, ist seit 1826 auch als Eigentümer der Südstraße 14 nachgewiesen, wohin die Familie ihren Lebensmittelpunkt verlegte. Das Haus Widumstr. 18 verblieb dennoch in Familienbesitz; langjährig wurde es beispielsweise an den Bürstenmacher Wilhelm Polny vermietet[1], bis es um 1927 von den Erben Koop an den Nachbarn Hermann Seewald verkauft wurde. Die Familie Seewald ließ schließlich den bis 2020 existierenden Neubau errichten.
Eigentümer
- oo 1800[3] Catharina Elisabeth Schmidt
- 1851/1876: Friedrich Barié (1800- ), Färber (→ Nro 548)
- 1876/1886: Wilhelm Koop (1831-1884†) aus Buer, Färber (→ Nro 548)
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- (M) 1886/1914: Wilhelm Polny, Bürstenmacher
Spätere Nutzung
- siehe Widumstraße 16
Anmerkungen
- ↑ Färber Wilhelm Anton Koop, der aus Buer stammte, heiratete 1858 Christiane Barié; vgl. 1858 (Trauregister)
- ↑ Die Schreibung des Familiennamens variiert: auch Barrie, Barrié
- ↑ Vgl. 1800 (Trauregister)
- ↑ AB 1899/1903: Wwe Koop (Südstraße); AB 1908/1914: Wwe W. Koop
Literatur
- Andreas Schulte: Häuserbuch der Stadt Hamm, unveröffentlichtes Manuskript, Nro 354.