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City-Galerie: Unterschied zwischen den Versionen

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Bereits im Frühjahr bezogen mit ''Webhelp'' und ''Simon & Focken'' zwei Dienstleister Büros im nördlichen Gebäudeteil. Dies bedeutete unmittelbar 450 neue Arbeitsplätze in der Innenstadt,<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/webhelp-simon-focken-ziehen-city-galerie-hamm-mitte-7793880.html ''Call-Center als Job-Motor für die Hammer City'']. In: wa.de vom 26. März 2017.</ref> wovon 300 Arbeitsplätze bis ins Jahr 2018 auf ''Webhelp'' entfielen. Hierzu mietete das Unternehmen rund 3000 m² der City-Galerie an.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/webhelp-eroeffnet-standort-hamm-neue-jobs-city-galerie-westring-hamm-mitte-7711049.html ''Mehr als 300 neue Jobs in der Hammer City-Galerie'']. In: wa.de vom 13. März 2017.</ref>
Bereits im Frühjahr bezogen mit ''Webhelp'' und ''Simon & Focken'' zwei Dienstleister Büros im nördlichen Gebäudeteil. Dies bedeutete unmittelbar 450 neue Arbeitsplätze in der Innenstadt,<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/webhelp-simon-focken-ziehen-city-galerie-hamm-mitte-7793880.html ''Call-Center als Job-Motor für die Hammer City'']. In: wa.de vom 26. März 2017.</ref> wovon 300 Arbeitsplätze bis ins Jahr 2018 auf ''Webhelp'' entfielen. Hierzu mietete das Unternehmen rund 3000 m² der City-Galerie an.<ref>Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/webhelp-eroeffnet-standort-hamm-neue-jobs-city-galerie-westring-hamm-mitte-7711049.html ''Mehr als 300 neue Jobs in der Hammer City-Galerie'']. In: wa.de vom 13. März 2017.</ref>


=== Umbau ===
=== Umbau ab 2017 ===
Ab dem Herbst 2017 begann ein Umbau des Gebäudes, in dessen Zuge die Einkaufspassage zwischen Westenwall und Westentor geschlossen wurde. Die dadurch nicht mehr benötigte Rolltreppe im südlichen Abschnitt wurde ausgebaut. Mehrere Gewerbetreibende, darunter ''[[Präsente & Ballone]]'', mussten in diesem Zuge aus der City-Galerie ausziehen. Durch diese Maßnahmen konnte im Erdgeschoss ein neues, 1000 m² großes Ladenlokal geschaffen werden, in dem heute [[Netto Marken-Discount|Netto]] ansässig ist. Vorläufig wurde zudem ein Sicherheitsdienst bestellt.<ref name="wade171006">Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/ende-schmuddelecken-city-galerie-hamm-wird-aufgeraeumt-8748244.html ''Ende der "Schmuddelecken": In der City-Galerie wird aufgeräumt'']. In: wa.de vom 6. Oktober 2017.</ref>
Ab dem Herbst 2017 begann ein Umbau des Gebäudes, in dessen Zuge die Einkaufspassage zwischen Westenwall und Westentor geschlossen wurde. Die dadurch nicht mehr benötigte Rolltreppe im südlichen Abschnitt wurde ausgebaut. Mehrere Gewerbetreibende, darunter ''[[Präsente & Ballone]]'', mussten in diesem Zuge aus der City-Galerie ausziehen. Durch diese Maßnahmen konnte im Erdgeschoss ein neues, 1000 m² großes Ladenlokal geschaffen werden, in dem heute [[Netto Marken-Discount|Netto]] ansässig ist. Vorläufig wurde zudem ein Sicherheitsdienst bestellt.<ref name="wade171006">Frank Osiewacz: [https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/ende-schmuddelecken-city-galerie-hamm-wird-aufgeraeumt-8748244.html ''Ende der "Schmuddelecken": In der City-Galerie wird aufgeräumt'']. In: wa.de vom 6. Oktober 2017.</ref>



Version vom 22. September 2025, 17:29 Uhr

Die City-Galerie ist eine multifunktionale Gewerbeimmobilie in Hamm-Mitte. Das 1979 als City-Center eröffnete Gebäude bestand ursprünglich aus einem Ärztehaus mit sechs Stockwerken, einer Fußgängerpassage sowie einer äußeren Ladenzeile, welche jeweils vom Westring bis zum Westentor reichten. Ein im Jahr 1997 eröffneter Anbau ergänzte das Gebäude um eine geschlossene Einkaufspassage bis zum Westenwall und weitere Ladenlokale auf zwei Etagen sowie zusätzliche Büroflächen.

Zu den bekanntesten Mietern zählen heute Netto Marken-Discount, TEDi, KiK, Woolworth, Çiğ Köfte M, das Haema Blut- und Plasmaspendezentrum und das Leihhaus Hamm, hinzu kommen zahlreiche Facharztpraxen und Büros. Mit insgesamt 20 Mietparteien ist das Objekt zurzeit, nach vielen Leerständen, erstmals voll vermietet.[1]

Geschichte

An Stelle der heutigen City-Galerie befand sich noch bis in die 1970er Jahre eine Ansammlung von zweckmäßigen Nachkriegsbauten, ein „Überbleibsel der ersten Phase des Wiederaufbaus unmittelbar nach dem Krieg, seit vielen Jahren von den Städtebauern ins Verschönerungs-Visier genommen“ (so das Hammagazin).[2] Diese Häuser besaßen die Hausnummern 54–60 der Weststraße, zu der dieser Straßenabschnitt seinerzeit noch gehörte, und bildeten zur Haltestelle Westentor eine geschlossene, einstöckige Ladenzeile.

Vor dem Bau des City-Centers

Ansässig waren hier in den Jahren nach 1950 unter anderem der Tabakwarenhändler Eduard Palm, die „Orchidee Tanzbar“, die Central-Drogerie Koepe, der Juwelier Funke, Tengelmann, Radio Jürgens, Mexiko-Kaffee, der Imbiss Hahnenteller (vormals Eis Venezia Remor) und Tchibo.

City-Center (1979)

Luftbild, 2007

1977 wurden sämtliche Immobilien im Carré von Westentor und Westring abgerissen, um dort für Kosten von rund 32 Millionen Deutsche Mark[2] das City-Center zu errichten, das heute den südlichen Teil des Gebäude-Ensembles der City-Galerie bildet.

Die Grundlage für den Bau hatte der Rat der Stadt Hamm am 3. Mai 1977 durch Änderung des Bebauungsplans 53 geschaffen. Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen mit den verschiedenen Grundeigentümern der rund 4.000 m² im Plangebiet. Drei der bisherigen Grundeigentümer traten selbst als Bauherren auf: Emil Moog (Hamburg), August Grevel und Alfred Jürgens (beide Hamm). Die Entwürfe für das Gebäude stammten aus der Feder des Essener Architekten Hans Engels.[2] Einer der Bauherren wollte ursprünglich einen zusätzlichen Architekten beauftragen, wie das Hammagazin in seiner Juli-Ausgabe 1977 berichtete.[3]

Das Richtfest wird in der Literatur auf den 15. Dezember 1977 datiert.[4] Hieran bestehen erhebliche Zweifel angesichts der Tatsache, dass das Hammagazin in seiner Dezember-Ausgabe 1977 den Baubeginn vermeldet. Die Eröffnung fand 1979 statt.

Das City-Center umfasste ein Ärztehaus mit sechs Geschossen und eine angegliederte, offene Ladenzeile, die vom Westring bis zum Westentor reichte. Ankermieter dieser Ladenzeile war zunächst das Modehaus Boecker, anschließend Quelle. Seit 2010 ist hier eine Woolworth-Filiale ansässig.[1] Auch Tabak Palm, Juwelier Funke und Tchibo blieben dem Standort treu und bezogen neue Ladenlokale im City-Center. Im Erdgeschoss führte eine Passage von der Weststraße (heute Westentor) zum Westring, die im Bereich des Westrings in einen Arkadenbereich mündete.[3]

Zur Eröffnung kommentierte das Hammagazin in der November-Ausgabe 1979:[5]

„Das City-Center ist ein neuer baulicher und geschäftlicher Schwerpunkt am westlichen Zugang zur Fußgängerzone in der Hammer Kernstadt. In vorbildlicher Sanierungsarbeit hat hier ein freier Unternehmer eine neue Attraktion in der Innenstadt geschaffen. Das neue Haus bietet den verschiedensten Fachgeschäften Unterkunft, beherbergt Arztpraxen und Büroräume und darf auch als architektonisch sehr gelungenes neues „Westentor“ gelten. Die Redaktion von Hammagazin wünscht, daß die Stadtsanierung ähnlich erfolgreich auch an anderen Stellen in der Innenstadt verlaufen möge.“

Erweiterung zur City-Galerie (1997)

Altes Arbeitsamt, im Hintergrund das City-Center

1997 wurde das City-Center in nördliche Richtung auf das Gelände des ehemaligen Arbeitsamtes erweitert. Das City-Galerie getaufte Projekt beinhaltete eine Einkaufspassage auf zwei Ebenen mit Atrium und Rolltreppe sowie darüber liegenden Büroetagen.[1] Altbestand und Neubau wurden durch einen Umbau des City-Centers baulich miteinander verbunden, darunter eine Angleichung der Fassaden und die Schaffung einer Passage vom Westenwall, gegenüber des Allee-Centers, bis zum Westentor. Seither wird das gesamte Gebäude, einschließlich der Ladenzeile und des Ärztehauses im Altbestand, als City-Galerie vermarktet. Der alte Name City-Center hielt sich jedoch noch länger im Volksmund.

Probleme und Verkauf an einen Investor

Ähnlich wie in der Ritter-Passage manifestierten sich in der City-Galerie langanhaltende Leerstände, die das Gebäude zu einem Problemfall werden ließen. Nach Angaben des heutigen Mehrheitseigentümers blieben die Einzelhandelsflächen im Obergeschoss der Galerie mehr als ein Jahrzehnt ungenutzt. Problematisch war dabei offenbar auch der zu kleinteilige Zuschnitt der Flächen.[6] Auch die darüber liegenden Ebenen wiesen noch im Jahr 2017 keinen vollständigen Innenausbau auf. Auch sei die Passage bzw. deren Zugang an der Haltestelle Westentor von vielen Hammern als suspekt empfunden[1] und daher gemieden worden. Es machten Gerüchte die Runde, dass die City-Galerie für den früheren Haupteigentümer bloß als Abschreibungsobjekt fungiere.[7]

Ab dem Jahr 2017 investierte die Markus Gerold Holding GmbH & Co. KG aus Unna mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Hamm in die Liegenschaft. Dazu wurden 11.682 Quadratmeter der Flächen in der City-Galerie von einem der damals drei Eigentümer mit Sitz in Rodgau (Hessen) erworben. „Der Standort und die Immobilie sind völlig unterbewertet“, begründete Günther Plattfaut, Prokurist bei Gerold, gegenüber dem Westfälischen Anzeiger das Investment. Ziel sei es, das Objekt in zwei Jahren „rund zu haben“. Die Kaufsumme wurde nicht bekannt.[7] Zwei weitere Eigentümer in der City-Galerie mit Flächen zum Westring und Westentor blieben Miteigentümer.[8]

Bereits im Frühjahr bezogen mit Webhelp und Simon & Focken zwei Dienstleister Büros im nördlichen Gebäudeteil. Dies bedeutete unmittelbar 450 neue Arbeitsplätze in der Innenstadt,[9] wovon 300 Arbeitsplätze bis ins Jahr 2018 auf Webhelp entfielen. Hierzu mietete das Unternehmen rund 3000 m² der City-Galerie an.[10]

Umbau ab 2017

Ab dem Herbst 2017 begann ein Umbau des Gebäudes, in dessen Zuge die Einkaufspassage zwischen Westenwall und Westentor geschlossen wurde. Die dadurch nicht mehr benötigte Rolltreppe im südlichen Abschnitt wurde ausgebaut. Mehrere Gewerbetreibende, darunter Präsente & Ballone, mussten in diesem Zuge aus der City-Galerie ausziehen. Durch diese Maßnahmen konnte im Erdgeschoss ein neues, 1000 m² großes Ladenlokal geschaffen werden, in dem heute Netto ansässig ist. Vorläufig wurde zudem ein Sicherheitsdienst bestellt.[6]

Tatsächlich gelang dem Investor nach wenigen Jahren erstmals die Vollvermietung des Objekts.

Mieter

Einzelhandel

Netto in der City-Galerie
Handy-Planet

Gastronomie

Çiğ Köfte M

Medizin

Finanzen

Dienstleistungen

  • Webhelp (Call-Center, seit April 2017)

Ehemalige Mieter

City-Center (Altbestand)

Fotos

City-Galerie (Neubau)

Fotos

Weitere Fotos

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Markus Gerold Holding GmbH & Co. KG (Hg.): City-Galerie Hamm – 1A-Lage im Herzen der Innenstadt. In: markus-gerold.de, zul. abgerufen am 19.09.2025.
  2. 2,0 2,1 2,2 Helmut Fortmann: Neues Hammer City-Center setzt am Westentor städtebauliche Akzente. In: Hammagazin 12/1977, S. 11.
  3. 3,0 3,1 City-Center wird nun Wirklichkeit. In: Hammagazin 07/1979, S. 14.
  4. vgl. Dotter, Hans-Karl; Beeck, Anneliese: Bilder-Chronik. Aus 25 Jahren Hammer Stadtgeschichte 1965–1990, S. 79.
  5. Editorial. In: Hammagazin 11/1979, S. 3.
  6. 6,0 6,1 Frank Osiewacz: Ende der "Schmuddelecken": In der City-Galerie wird aufgeräumt. In: wa.de vom 6. Oktober 2017.
  7. 7,0 7,1 Frank Osiewacz: City-Galerie an Investor aus Unna verkauft - Standort aufwerten. In: wa.de vom 18. März 2017.
  8. Frank Osiewacz: Sicher und repräsentativ: Neues Gesicht für City-Galerie. In: wa.de vom 29. April 2017.
  9. Frank Osiewacz: Call-Center als Job-Motor für die Hammer City. In: wa.de vom 26. März 2017.
  10. Frank Osiewacz: Mehr als 300 neue Jobs in der Hammer City-Galerie. In: wa.de vom 13. März 2017.
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