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Eurobahn: Unterschied zwischen den Versionen

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Anpassung aktueller Streckenbetrieb
 
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'''Eurobahn''', Eigenschreibweise "eurobahn", ist die Marke für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) der Keolis Gruppe mit Sitz in Bielefeld und Hamm. Die Eurobahn betreibt (Stand Mai 2010) in mehreren Bundesländern Eisenbahnen – vor allem im Raum Bielefeld und im Hellwegnetz den Personennahverkehr.
Die '''Eurobahn GmbH & Co. KG''', Eigenschreibweise ''eurobahn'', ist ein Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erbringt.
Die Eurobahn hat die Ausschreibung des "Hellwegnetzes" gewonnen und fährt ab dem Fahrplanwechsel Dezember 2008 die Eisenbahnlinien RB89 (Münster–Hamm–Paderborn), RB69 (Münster–Hamm–Bielefeld), RB59 (Dortmund–Unna–Soest) und RB50 (Dortmund–Lünen–Münster).


Die Partner haben sich im Laufe des Jahres 2007 getrennt. Die Firma Keolis behält die Eurobahn-Strecken in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die Donnersbergbahn und die Freiberger Eisenbahn betreibt dann die Firma Rhenus Veniro, die auch die Omnibusbetriebe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen übernimmt.
Das Unternehmen hat ca. 920 Mitarbeiter (Stand April 2020). Zu diesen werden mehr als 600 Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer gezählt. Die gesamte Verkehrsleistung umfasst 16,3 Millionen Zug-Kilometer (Stand 2018). Zahlreiche dieser Verkehre werden entweder über Hamm abgewickelt oder die entsprechenden Züge werden im Betriebswerk in Hamm-[[Heessen]] gewartet.


Im März 2007 gewann die eurobahn die Ausschreibung des "Maas-Rhein-Lippe-Netzes" und betreibt seit Dezember 2009 für 16 Jahre zusätzlich auch die Linien RE3 (Düsseldorf-Oberhausen-Dortmund-Hamm) und RE13 (Venlo-Mönchengladbach-Düsseldorf-Hagen-Hamm).
Die Eurobahn GmbH & Co. KG befindet sich derzeit in einer Übergangsphase und gehört der Anwaltskanzlei Noerr. Bis zum [[31. Dezember]] [[2021]] gehörte das Unternehmen hingegen zum internationalen Verkehrskonzern Keolis, der wiederum eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF und der Renten- und Versicherungskasse von Quebec Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ) ist.
 
== Geschichte ==
 
Seit der Liberalisierung des Eisenbahnmarktes in Deutschland bzw. Nordrhein-Westfalen werden Zugverbindungen nicht mehr automatisch von der ehemaligen Staatsbahn, der Deutschen Bahn, bedient, sondern durch die jeweiligen Verkehrsverbünde für einen festen Zeitraum mit einer festen Anzahl an täglichen Fahrten und bereitzustellenden Sitzplätzen ausgeschrieben. Hinzu können weitere Anforderungen an die einzusetzenden Fahrzeuge kommen. Private Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) können sich auf diese Ausschreibungen mit ihren Angeboten bewerben, wobei das günstige Gesamtangebot gewinnt.
 
Im Jahr [[1998]] wurde deshalb die Eurobahn Verkehrsgesellschaft mbH & Co KG mit Sitz in Wachenheim gegründet. Die Gesellschafter waren anfangs Via Générale de Transport et d'Industrie (Via GTI), ab 1999 ein Tochterunternehmen der SNCF, mit 60 % und Rhenus, die zum Rethmann-Konzern gehört, mit 40 %.
 
Die erste von der Eurobahn bediente Bahnstrecke war die im Jahr 1999 reaktivierte Donnersbergbahn von Alzey nach Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz, wo der Betrieb am 30. Mai 1999 aufgenommen wurde. Im 2000 wurde mit dem Betrieb zwischen Bielefeld und Rahden bzw. Lemgo (Ravensberger Bahn und der Lipperländer) erstmals eine Strecke in Nordrhein-Westfalen betrieben.
 
Im November 2000 übernahm das Tochterunternehmen Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH den Verkehr auf der Bahnstrecke Freiberg–Holzhau in Sachsen.
 
Aus der Eurobahn Verkehrsgesellschaft wurde im September 2001 die Rhenus Keolis mit Sitz in Mainz. Die Gesellschafter waren Rhenus mit 51 % und Keolis mit 49 %. In diesem Unternehmen wurden die Eisenbahnbetriebe Alzey, Bielefeld und Freiberg und die Busbetriebe in Bad Kreuznach und Zweibrücken zusammengeführt. Zum Start der Rhenus Keolis hatte das Unternehmen ca. 180 Mitarbeiter.
 
Die Gesellschafter Keolis und die Rhenus teilten das Unternehmen Anfang Dezember 2007 in die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, die den Betrieb um Bielefeld mit der Marke „Eurobahn“ übernahm, und Rhenus Veniro, das die anderen beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen in Alzey und Freiberg sowie die Busbetriebe übernahm.
 
Keolis Deutschland übernahm nach 2007 bis 2017 weitere Bahnnetze in Nordrhein-Westfalen und angrenzenden Gebieten. Unter der Regie von Keolis gewann die Eurobahn zunächst [[2006]] die Ausschreibung des „Hellweg-Netzes“ und fährt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 die Eisenbahnlinien RB 89 (Münster–Hamm–Paderborn), RB 69 (Münster–Hamm–Bielefeld), RB 59 (Dortmund–Unna–Soest) und RB 50 (Dortmund–Lünen–Münster). Es ist das größte elektrisch betriebene Bahnnetz, das bis dahin an ein privates Eisenbahnunternehmen vergeben worden war. Eingesetzt wurden Fahrzeuge des Typs ''Flirt'' der Firma Stadler Rail. Auch die Folgeausschreibung (für den Zeitraum ab Dezember 2018) gewann die Eurobahn.
 
Im März 2007 gewann die Eurobahn auch die Ausschreibung des „Maas-Rhein-Lippe-Netzes“ und betreibt seit Dezember 2009 für 16 Jahre zusätzlich auch die Linien RE 3 (Düsseldorf–Oberhausen–Dortmund-Hamm) und RE 13 (Venlo-Mönchengladbach-Düsseldorf-Hagen–Hamm).
 
Am 6. November [[2014]] wurde bekannt, dass die Eurobahn ab Dezember 2017 den SPNV auf dem sogenannten Teutoburger Wald-Netz von der Westfalenbahn und DB Regio für 15 Jahre übernimmt. Es umfasst die Linien RB 61 (Bielefeld–Hengelo über Osnabrück), RB 65 (Münster–Rheine), RB 66 (Münster–Osnabrück), RB 72 (Herford–Paderborn) und RE 78 (Bielefeld–Nienburg). Der Betrieb konnte planmäßig 10. Dezember 2017, nach einem zwischenzeitlich zurückgezogenen Protest des Mitbewerbers ''Westfalenbahn'' gegen die Vergabe, aufgenommen werden.
 
Zum 7. Juli 2016 gab der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bekannt, dass Keolis das Teillos 1 der Ausschreibung des S-Bahnnetzes an Rhein und Ruhr gewonnen habe. So sollten die Linien S 1 und S 4 ab Dezember 2019 von der Eurobahn betrieben werden. Am 18. September 2019 wurde der Vertrag vom VRR jedoch gekündigt, da absehbar war, dass zum Vertragsbeginn nicht genügend Triebfahrzeugführer für einen zuverlässigen Betrieb zur Verfügung stehen würden. Nachdem Keolis zunächst rechtliche Schritte eingeleitet hatte, einigten sich VRR und Keolis im Dezember 2019 außergerichtlich. Keolis würde sich an einer neuen Ausschreibung nicht wieder beteiligen. Letztendlich gewann DB Regio die Ausschreibung bis 2031.
 
Im Oktober 2021 kündigte der Keolis-Mutterkonzern an, er wolle sich aus dem deutschen SPNV-Markt zurückziehen; als Grund wurden anhaltende Verluste genannt. Zum 1. Januar 2022 wurde die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG in Eurobahn GmbH & Co. KG umbenannt, und Keolis schied als Eigentümer aus. In einer Übergangsphase wurde die Anwaltskanzlei Noerr Eigentümer der Eurobahn, über ihre Tochtergesellschaft Team Treuhand, die wiederum die Eigentümerin der SG eurobahn UG (haftungsbeschränkt) ist, zu der die Eurobahn GmbH & Co. KG gehört.


== aktuelle Strecken ==
== aktuelle Strecken ==
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! Linie !! Kursbuchstrecke|KBS !! Zuglauf !! Bedienungszeitraum
! Linie !! Kursbuchstrecke|KBS !! Zuglauf !! Bedienungszeitraum
|-
|-
| Lammetalbahn || 322 || Hildesheim–Bodenburg || Dez. 2003 - Dez. 2011
| RE 3 (Rhein-Emscher-Express)
| 415, 416
| Hamm - Dortmund - Gelsenkirchen – Duisburg – Düsseldorf
| Dez. 2009 - Dez. 2025
|-
|-
| Weserbahn || 372 || (Bünde–)Löhne–Hameln–Hildesheim || Dez. 2003 - Dez. 2011
| RE 13
| 485, 455
|Hamm – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Neuss – Mönchengladbach – Viersen – Venlo
|Dez. 2009 - Dez. 2025
|-
|-
| Ravensberger Bahn || 386 || Bielefeld–Bünde–Rahden || seit 28. Mai 2000
| RB 50 (Der Lünener)
|411
|Münster – Werne - Dortmund
|Dez. 2008 - Dez. 2018<br/>Dez. 2018 – Dez. 2030
|-
|-
| Begatalbahn|Lipperländer || 404 || Bielefeld–Lemgo || seit 28. Mai 2000
| RB 59 (Hellweg-Bahn)
|431
|Dortmund - Holzwickede – Unna – Lünern – Werl – Westönnen – Soest |
|Dez. 2008 - Dez. 2018<br/>Dez. 2018 – Dez. 2030
|-
|-
| RB50 Der Lünener || 411 || Münster (Westfalen)|Münster - Dortmund || Dez. 2008 - Dez. 2018
| RB 61 (Wiehengebirgsbahn)
| 370, 375, 386
| Bielefeld – Osnabrück – Rheine - Bad Bentheim – Hengelo
| Dez. 2017 – Dez. 2032
|-
|-
| RB59 Hellwegbahn || 431 || Dortmund - Soest || Dez. 2008 - Dez. 2018
| RB 65 (Ems-Bahn)
| 410
| Münster – Rheine
| Dez. 2017 – Dez. 2032
|-
|-
| RB69 Ems-Börde-Bahn || 410, 430 || Münster - Paderborn || Dez. 2008 - Dez. 2018
| RB 66 (Teuto-Bahn)
| 385
| Münster – Osnabrück
| Dez. 2017 bis Dez. 2032
|-
|-
| RB89 Ems-Börde-Bahn || 410, 400 || Münster - Hamm - Bielefeld |Dez. 2008 - Dez. 2018
| RB 67 (Der Warendorfer)
| 406
| Münster – Warendorf – Beelen – Clarholz – Herzebrock – Rheda-Wiedenbrück – Bielefeld
| Dez. 2013 bis Dez. 2025
|-
|-
| RE3 Rhein-Emscher-Express || 415, 416 || Düsseldorf - Gelsenkirchen - Hamm || Dez. 2009 - Dez. 2025
| RB 69/ RB 89 (Ems-Börde-Bahn)
| 400, 410, 430
| Münster – MS-Hiltrup – Rinkerode – Mersch – Bockum-Hövel – Hamm, ''dort Zugteilung''<br />''Zugteil RB 69'': Hamm – Oelde – Gütersloh – Bielefeld<br />''Zugteil RB 89'': Hamm – Soes – Lippstadt – Paderborn (– Warburg)
| Dez. 2008 – Dez. 2018<br />Dez. 2018 – Dez. 2030
|-
|-
| RE13 Maas-Wupper-Express || 485, 455 || Venlo - Mönchengladbach - Hagen - Hamm || Dez. 2009 - Dez. 2025
| RB 71 (Ravensberger Bahn)
| 386
| Rahden – Bünde – Bielefeld
| Dez. 2000 – Dez. 2013,<br />Dez. 2013 – Dez. 2025
|-
| RB 72 (Ostwestfalen-Bahn)
| 405
| Herford – Detmold – Altenbeken – Paderborn
| Dez. 2017 – Dez. 2032
|-
| RB 73 (Der Lipperländer)
| 404
| Bielefeld – Oerlinghausen – Lage – Lemgo-Lüttfeld
| Dez. 2000 – Dez. 2013,<br />Dez. 2013 - Dez. 2025
|-
| RE 78 (Porta-Express)
| 124, 400
| Nienburg (Weser)– Minden – Bielefeld (– Rheda-Wiedenbrück)
| Dez. 2017 – Dez. 2032
|-
| RE 82 (Der Leineweber)
| 404, 405
| Bielefeld – Lage – Detmold]] (–Altenbeken)
| Dez. 2013 bis Dez. 2025
|}
|}
== Fahrzeuge ==
* ''Weserbahn und Lammetalbahn:'' Alstom LHB Coradia LINT|LINT 41
* ''Ravensberger Bahn'' und ''Begatalbahn'': Bombardier Talent
* ''Hellwegnetz'': Stadler Flirt|Flirt 4-teilig (Gelenktriebwagen)
* ''Maas-Rhein-Lippe-Netz'': Stadler Flirt|Flirt 4-teilig (Gelenktriebwagen)


== Fotos ==
== Fotos ==

Version vom 2. Januar 2022, 15:39 Uhr

eurobahn, Logo
Lokschuppen der Eurobahn im Bau
eurobahn im Dezember 2008
eurobahn im Dezember 2008
Lokschuppen der Eurobahn am Sachsenweg

Die Eurobahn GmbH & Co. KG, Eigenschreibweise eurobahn, ist ein Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erbringt.

Das Unternehmen hat ca. 920 Mitarbeiter (Stand April 2020). Zu diesen werden mehr als 600 Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer gezählt. Die gesamte Verkehrsleistung umfasst 16,3 Millionen Zug-Kilometer (Stand 2018). Zahlreiche dieser Verkehre werden entweder über Hamm abgewickelt oder die entsprechenden Züge werden im Betriebswerk in Hamm-Heessen gewartet.

Die Eurobahn GmbH & Co. KG befindet sich derzeit in einer Übergangsphase und gehört der Anwaltskanzlei Noerr. Bis zum 31. Dezember 2021 gehörte das Unternehmen hingegen zum internationalen Verkehrskonzern Keolis, der wiederum eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF und der Renten- und Versicherungskasse von Quebec Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ) ist.

Geschichte

Seit der Liberalisierung des Eisenbahnmarktes in Deutschland bzw. Nordrhein-Westfalen werden Zugverbindungen nicht mehr automatisch von der ehemaligen Staatsbahn, der Deutschen Bahn, bedient, sondern durch die jeweiligen Verkehrsverbünde für einen festen Zeitraum mit einer festen Anzahl an täglichen Fahrten und bereitzustellenden Sitzplätzen ausgeschrieben. Hinzu können weitere Anforderungen an die einzusetzenden Fahrzeuge kommen. Private Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) können sich auf diese Ausschreibungen mit ihren Angeboten bewerben, wobei das günstige Gesamtangebot gewinnt.

Im Jahr 1998 wurde deshalb die Eurobahn Verkehrsgesellschaft mbH & Co KG mit Sitz in Wachenheim gegründet. Die Gesellschafter waren anfangs Via Générale de Transport et d'Industrie (Via GTI), ab 1999 ein Tochterunternehmen der SNCF, mit 60 % und Rhenus, die zum Rethmann-Konzern gehört, mit 40 %.

Die erste von der Eurobahn bediente Bahnstrecke war die im Jahr 1999 reaktivierte Donnersbergbahn von Alzey nach Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz, wo der Betrieb am 30. Mai 1999 aufgenommen wurde. Im 2000 wurde mit dem Betrieb zwischen Bielefeld und Rahden bzw. Lemgo (Ravensberger Bahn und der Lipperländer) erstmals eine Strecke in Nordrhein-Westfalen betrieben.

Im November 2000 übernahm das Tochterunternehmen Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH den Verkehr auf der Bahnstrecke Freiberg–Holzhau in Sachsen.

Aus der Eurobahn Verkehrsgesellschaft wurde im September 2001 die Rhenus Keolis mit Sitz in Mainz. Die Gesellschafter waren Rhenus mit 51 % und Keolis mit 49 %. In diesem Unternehmen wurden die Eisenbahnbetriebe Alzey, Bielefeld und Freiberg und die Busbetriebe in Bad Kreuznach und Zweibrücken zusammengeführt. Zum Start der Rhenus Keolis hatte das Unternehmen ca. 180 Mitarbeiter.

Die Gesellschafter Keolis und die Rhenus teilten das Unternehmen Anfang Dezember 2007 in die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, die den Betrieb um Bielefeld mit der Marke „Eurobahn“ übernahm, und Rhenus Veniro, das die anderen beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen in Alzey und Freiberg sowie die Busbetriebe übernahm.

Keolis Deutschland übernahm nach 2007 bis 2017 weitere Bahnnetze in Nordrhein-Westfalen und angrenzenden Gebieten. Unter der Regie von Keolis gewann die Eurobahn zunächst 2006 die Ausschreibung des „Hellweg-Netzes“ und fährt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 die Eisenbahnlinien RB 89 (Münster–Hamm–Paderborn), RB 69 (Münster–Hamm–Bielefeld), RB 59 (Dortmund–Unna–Soest) und RB 50 (Dortmund–Lünen–Münster). Es ist das größte elektrisch betriebene Bahnnetz, das bis dahin an ein privates Eisenbahnunternehmen vergeben worden war. Eingesetzt wurden Fahrzeuge des Typs Flirt der Firma Stadler Rail. Auch die Folgeausschreibung (für den Zeitraum ab Dezember 2018) gewann die Eurobahn.

Im März 2007 gewann die Eurobahn auch die Ausschreibung des „Maas-Rhein-Lippe-Netzes“ und betreibt seit Dezember 2009 für 16 Jahre zusätzlich auch die Linien RE 3 (Düsseldorf–Oberhausen–Dortmund-Hamm) und RE 13 (Venlo-Mönchengladbach-Düsseldorf-Hagen–Hamm).

Am 6. November 2014 wurde bekannt, dass die Eurobahn ab Dezember 2017 den SPNV auf dem sogenannten Teutoburger Wald-Netz von der Westfalenbahn und DB Regio für 15 Jahre übernimmt. Es umfasst die Linien RB 61 (Bielefeld–Hengelo über Osnabrück), RB 65 (Münster–Rheine), RB 66 (Münster–Osnabrück), RB 72 (Herford–Paderborn) und RE 78 (Bielefeld–Nienburg). Der Betrieb konnte planmäßig 10. Dezember 2017, nach einem zwischenzeitlich zurückgezogenen Protest des Mitbewerbers Westfalenbahn gegen die Vergabe, aufgenommen werden.

Zum 7. Juli 2016 gab der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bekannt, dass Keolis das Teillos 1 der Ausschreibung des S-Bahnnetzes an Rhein und Ruhr gewonnen habe. So sollten die Linien S 1 und S 4 ab Dezember 2019 von der Eurobahn betrieben werden. Am 18. September 2019 wurde der Vertrag vom VRR jedoch gekündigt, da absehbar war, dass zum Vertragsbeginn nicht genügend Triebfahrzeugführer für einen zuverlässigen Betrieb zur Verfügung stehen würden. Nachdem Keolis zunächst rechtliche Schritte eingeleitet hatte, einigten sich VRR und Keolis im Dezember 2019 außergerichtlich. Keolis würde sich an einer neuen Ausschreibung nicht wieder beteiligen. Letztendlich gewann DB Regio die Ausschreibung bis 2031.

Im Oktober 2021 kündigte der Keolis-Mutterkonzern an, er wolle sich aus dem deutschen SPNV-Markt zurückziehen; als Grund wurden anhaltende Verluste genannt. Zum 1. Januar 2022 wurde die Keolis Deutschland GmbH & Co. KG in Eurobahn GmbH & Co. KG umbenannt, und Keolis schied als Eigentümer aus. In einer Übergangsphase wurde die Anwaltskanzlei Noerr Eigentümer der Eurobahn, über ihre Tochtergesellschaft Team Treuhand, die wiederum die Eigentümerin der SG eurobahn UG (haftungsbeschränkt) ist, zu der die Eurobahn GmbH & Co. KG gehört.

aktuelle Strecken

Linie KBS Zuglauf Bedienungszeitraum
RE 3 (Rhein-Emscher-Express) 415, 416 Hamm - Dortmund - Gelsenkirchen – Duisburg – Düsseldorf Dez. 2009 - Dez. 2025
RE 13 485, 455 Hamm – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Neuss – Mönchengladbach – Viersen – Venlo Dez. 2009 - Dez. 2025
RB 50 (Der Lünener) 411 Münster – Werne - Dortmund Dez. 2008 - Dez. 2018
Dez. 2018 – Dez. 2030
RB 59 (Hellweg-Bahn) 431 Dez. 2008 - Dez. 2018
Dez. 2018 – Dez. 2030
RB 61 (Wiehengebirgsbahn) 370, 375, 386 Bielefeld – Osnabrück – Rheine - Bad Bentheim – Hengelo Dez. 2017 – Dez. 2032
RB 65 (Ems-Bahn) 410 Münster – Rheine Dez. 2017 – Dez. 2032
RB 66 (Teuto-Bahn) 385 Münster – Osnabrück Dez. 2017 bis Dez. 2032
RB 67 (Der Warendorfer) 406 Münster – Warendorf – Beelen – Clarholz – Herzebrock – Rheda-Wiedenbrück – Bielefeld Dez. 2013 bis Dez. 2025
RB 69/ RB 89 (Ems-Börde-Bahn) 400, 410, 430 Münster – MS-Hiltrup – Rinkerode – Mersch – Bockum-Hövel – Hamm, dort Zugteilung
Zugteil RB 69: Hamm – Oelde – Gütersloh – Bielefeld
Zugteil RB 89: Hamm – Soes – Lippstadt – Paderborn (– Warburg)
Dez. 2008 – Dez. 2018
Dez. 2018 – Dez. 2030
RB 71 (Ravensberger Bahn) 386 Rahden – Bünde – Bielefeld Dez. 2000 – Dez. 2013,
Dez. 2013 – Dez. 2025
RB 72 (Ostwestfalen-Bahn) 405 Herford – Detmold – Altenbeken – Paderborn Dez. 2017 – Dez. 2032
RB 73 (Der Lipperländer) 404 Bielefeld – Oerlinghausen – Lage – Lemgo-Lüttfeld Dez. 2000 – Dez. 2013,
Dez. 2013 - Dez. 2025
RE 78 (Porta-Express) 124, 400 Nienburg (Weser)– Minden – Bielefeld (– Rheda-Wiedenbrück) Dez. 2017 – Dez. 2032
RE 82 (Der Leineweber) 404, 405 Bielefeld – Lage – Detmold]] (–Altenbeken) Dez. 2013 bis Dez. 2025

Fotos

Zum Artikel gibt es eine Fotoseite.

Presseberichte

Zum Artikel gibt es eine Sonderseite mit Presseberichten.

Siehe auch

Weblinks

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