In einer „Ansprake Lambert tegen Gordt Harmen“ – also einer Klageschrift des Lambert von Oer gegen Goddert von Harmen – um das Jahr 1521 berichtet Lambert von Oer von Übergriffen der Gegenseite auf seine Besitztümer und den Tod mehrerer Menschen.

Das eiserne Halsband des Lambert von Oer

Wortlaut

Die Urkunde ist in niederdeutscher Sprache verfasst und wird nach Offenburg (S. 181) zitiert: [1]

Ock beclaget sich Lambert, dat Herman van Ascheberg sin wif und Gordt Harmen und sin wif, bosewichters utgemaket, welcke em gemortbrandet III erve und negen lude dar inne doet, der ock dar na van dem brande wellick aflevich worden.

Übersetzung

Übertragen ins Hochdeutsche lautet der Urkundentext wie folgt:

Auch beklagt sich Lambert, dass Herman von Ascheberg seine Frau und Gordt Harmen und seine Frau als Bösewichte beschimpft habe, welche ihn durch Mordbrand geschädigt hätten: [Sie haben] drei Erbhöfe [niedergebrannt] und neun Leute darin getötet, von denen auch danach noch einige an den Folgen des Brandes gestorben sind.

Literatur

  • Offenburg, Heinrich: Das Halsband Lamberts von Oer. Nach gedruckten Akten. In: Westfälische Zeitschrift – Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 55. 1897. S. 136-193
  • Werland, Peter: Der Ritter mit dem eisernen Halsband. In: Westfälischer Heimatkalender 1951. Münsterland. Münster 1950. S. 140-142

Anmerkungen

  1. Offenburg, Heinrich: Das Halsband Lamberts von Oer. Nach gedruckten Akten. In: Westfälische Zeitschrift – Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 55. 1897. S. 136-193