Caldenhofer Weg (Autobahnbrücke)

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Caldenhofer Weg
Straßenbrücke über die Bundesautobahn 2
PLZ 59069
Bezirk Hamm-Rhynern
Stadtteil Osttünnen/Süddinker
Straße Hausnr. Caldenhofer Weg (Höhe Haus Nr. 295)
Typ Technisches Bauwerk
Gebäudetyp Brückenbauwerk (Straßenbrücke)
existiert seit 1935
Denkmalliste Stadt Hamm No. 358 seit dem 14. März 2013
Caldenhofer-Weg-Brücke_01.jpg

Baudenkmal Straßenbrücke Caldenhofer Weg, April 2014

Stand: 24. April 2014

Bei dem Baudenkmal Autobahnbrücke über die BAB 2 handelt es sich um ein Brückenbauwerk, das im Zuge des Baus der Reichsautobahn in den 1930er Jahren erstellt wurde. Das Bauwerk wurde mit Wirkung vom 14. März 2013 in die Denkmalliste eingetragen.

Baubeschreibung

Das Brückenbauwerk zur Verbindung des Caldenhofer Weges ist als Dreifeldbauwerk ausgebildet. Die drei Teilüberbauten bestehen aus je zwei geschweißten Vollwandträgern und damit entsprechend verbundenen Querträgern. Die aufliegende Fahrbahntafel ist in Stahlbeton ausgeführt und die Betonwiderlager sowie die Betonpfeiler sind mit Ruhrsandstein verkleidet. Auf Grund der Bodenverhältnisse wurden die Widerlager auf Pfahlgründungen aufgebaut.
Die Stützweite der geschweißten, vollwandigen Stahlträger beträgt jeweil 18,75 Meter, in Summe also eine Gesamtstützweite von 56,25 Meter.

Da die Fahrbahntafelin der Neuzeit auf Grund von Betonproblemen vollständig erneuert wurde, beschränkt sich der Denkmalumfang auf die Widerlager, die Pfeiler sowie den Stahlüberbau- die Stahllängsträger. Dem modernen Betonüberbau kommt dabei keine Denkmaleigenschaft mehr zu.

Reichsautobahn - Abschnitt Strecke 77

Westlich des Brückenbauwerkes war der Abzweig zu einer Autobahn Richtung Kassel und weiter über Eisenach bis nach Dresden geplant. Im Bereich des Bauabschnittes zwischen Rhynern und Welver (Strecke 77) ist es in den 1930er Jahren bereits zu massiven Erdbewegungen und auch Baumaßnahmen gekommen. Allein aus diesem Grund sind auch die drei gleichmäßigen Teilüberbauten dieses Baudenkmals geplant und ausgeführt worden. Unter dem südlichen und dritten Teil wäre dann die Auffahrt Richtung Berlin angelegt worden. Ein noch heute vorhandener Wirtschaftsweg bildet die Trassenführung ungefähr ab.

Baudenkmaleintrag

Für die Erhaltung und Nutzung liegen wissenschaftliche Gründe vor. Dies deshalb, weil dieses Brückenbauwerk von dokumentarischer Bedeutung für die deutsche Brückenbaugeschichte ist. Es handelt sich bei diesem Brückenbauwerk um eine der frühesten geschweißten Stahlbrücken im Straßenbau überhaupt. Entsprechend den hier vorliegenden Unterlagen aus dem Jahr 1999 ist dieses Bauwerk mit seiner in den 1935er Jahren begonnenen Planung wohl sogar das letzte erhaltene Bauwerk dieser Konstruktionsart und Zeitstellung in Westfalen.
Darüber hinaus liegen für seine Erhaltung und Nutzung weitere wissenschaftliche Gründe vor. Dies deshalb, weil es in Verbindung mit den zwischenzeitlich seit dem 13. Dezember 2012 auf Hammer Stadtgebiet in die Denkmalliste eingetragenen Relikten der ehemaligen Strecke 77 besonders geeignet ist, Autobahnausbaustandards der 1930er Jahre zu belegen. [1]

Fotos

Literaturnachweis

  • N.N.: Baudenkmalbeschreibung No. 356, Stadt Hamm - 65/Untere Denkmalbehörde
  • N.N.: Baudenkmalbeschreibung No. 358, Stadt Hamm - 65/Untere Denkmalbehörde
  • Christian Hoebel: Die Geschichte des Autobahnbaus im Deutschen Reich zwischen 1933 und 1945,
    in: Zeitschrift "Denkmalpflege in Westfalen-Lippe", Ardey-Verlag Münster, 17. Jahrgang Ausgabe 2/2011, ISSN 0947-8299, Seiten 57 bis 63

Geografische Koordinaten

Koordinaten: 51° 38' 32.4" N, 7° 54' 15.6" O

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Denkmalwertbegründung - zitiert nach Denkmalliste der Stadt Hamm, Bestandsverzeichnis lfd. Nummer 358