1636

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Hamm wurde vor 410 Jahren gegründet.

Hamm im 30jährigen Krieg

  • Der in hessischen Diensten stehende Generalleutnant Peter Melander hält sich Anfang August mit seinen Truppen in Hamm auf und rückt von hier bis knapp hinter Soest vor. Jedoch ändert sich die militärische Lage Ende August, so dass er über Hamm wieder abzieht. [1]
  • Am 28. September erscheinen die Truppen des in kaiserlichen Diensten stehende Genrals Götz vor Hamm. Am 1. Oktober lässt er mit Schanzarbeiten gegen die Festung Hamm beginnen. Am 8. Oktober beginnt die Beschießung der Festung. [2]
  • Die Gebäude des Nordenstifts werden durch den Obristenleutnant Heinrich von Calenberg während der Belagerung der Stadt Hamm durch kaiserliche Truppen eingeäschert. Dennoch gelingt es den kaiserlichen Truppen, die Stadt am 14. Oktober zu besetzen.
  • Am 27. Oktober zieht General Götz zur Weser hin ab. [3]
  • Zu den Ereignissen des Septembers und Oktobers heißt es in der Chronik des Johan Wernicke, Bürger zu Münster, über das Vorgehen der kaiserlichen (ligistischen) Truppen: [4]

1636 Okt. -- für die stat Lünen gekommen, selbige statt auch balt erobert, aber auch in die stat uber 140 heuser gebrandt. Gott beßere es.
Folgens Octobris für die statt Hamme getzoggen und boleggert. Welche darinne sein, wehren sicvh trefflich. Wie lange es wehren soll, gibt zeidt.
Den 22 Octobris seindt auß dißer stat 2 grobbe stucke geschutz dar hen gesandt midt vill koggelen und pulver, und sie haben hir ein zersprungen stucke widder gebracht.
1636 Okt. 24 ist die stadt Hamme ahn handen des graffen von Gotzen midt accordt uber geben, also das der commendant Kalenberch midt 2 stucke ein fewrm(r)ser und die soldaten midt fliegenden fahnen, sack unnd pack außgetzoggen und nach Wesell convoieret worden. Der graff von Gotzen aber, als ehr die vestunch zum Hamme umme geritten und bosichtiget, sunder eßen unnd drincken, auch sunder absitzen vom pferde der statt hernauß unndt midt der gansen armada fortgetzoggen und nach der Saxseschen armey, welche damals nodt ledt, verfuget.

  • Hessische Reitertruppen in der Größenordnung von ca. 3.500 Mann fallen achtmal (!) in Heessen ein. [5]

Gesundheit

  • Im April bricht in Hamm die Pest aus. Die Epedemie dauert bis Oktober an. Der zur Bestattung dienende Friedhof vor dem Ostentor muss wegen der Vielzahl an Toten erheblich vergrößert werden. [6]

Religion

Trauungen

Einzelnachweise

  1. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  2. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  3. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  4. zitiert nach: Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv (Hrsg.): Der dreissigjährige Krieg und der Alltag in Westfalen. Quellen aus dem Staatsarchiv. Münster 1998. S. 178-179
  5. Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 252
  6. Datenchronik Stadtarchiv Hamm
  7. Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 159 und 203