Nikolaus Osterroth

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Nikolaus Osterroth (* 16. Februar 1875 in Hettenleidelheim; † 19. September 1933 in Werder (Havel)) war Bezirksleiter des Bergarbeiterverbandes in Hamm/Westf. von 1913 bis 1919 und für Hamm-Soest sozialdemokratischer Abgeordneter der Nationalversammlung von 1919.

Leben und Wirken

Osterroth ging nach der Volksschule bereits mit 14 Jahren in den Bergbau in seiner saarländischen Heimat. 1902 wurde er Lagerhalter eines Konsumvereins und engagierte sich politisch in der SPD Saarbrücken als Parteisekretär und Redakteur einer Parteizeitung. In den Jahren 1907 bis 1913 war Osterroth in Waldenburg/Schlesien aktiv.

Im Jahr 1913 kam Osterroth nach Hamm. Er wurde hier Bezirksleiter des Bergarbeiterverbandes. Dieses Amt übte er bis zum Jahr 1919 aus, allerdings unterbrochen durch seine Kriegsteilnahme im ersten Weltkrieg. In der revolutionären Nachkriegsphase wurde Osterroth am 8. November 1918 Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates in Hamm.

Mit der Mitgliedschaft in der Weimarer Nationalversammlung 1919 begann die politische Karriere von Nikolaus Osterroth. Bis 1933 war er Mitglied im preußischen Landtag, zudem übernahm er Aufgaben als Referent in verschiedenen Reichsministerien.

In der Wirtschaft übernahm er eine Führungsaufgabe im staatseigenen Bergbaukonzern Preussag (Werder/Havel)als stellvertretendes Vorstandsmitglied und sozialpolitischer Direktor.

Literatur von Nikolaus Osterroth

  • Das Betriebsrätegesetz und die Sozialdemokratie. Zwei Reden der Abgeordneten Bender u. Osterroth zur 2. u. 3. Lesung des Gesetzes. Sozialdemokratischer Parteivorstand, 1920,
  • Der deutsche Arbeiter und der Ruhreinfall. Berlin 1923
  • Der Streit um die Arbeitsgemeinschaften-, Berlin 1921.
  • Otto Hue. Ein Lebensbild für seine Freunde. Bochum : Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands, 1922
  • Vom Beter zum Kämpfer. Berlin 1920

Quellen

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Materialien zu Nikolaus Osterroth.