Merschstraße

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Merschstraße
Straßenschild Merschstraße
Länge 460m
Postleitzahl 59065
Bezirk Bockum-Hövel
Gemarkung Hamm
Stadtteil Norden
Straßentyp Wohnstraße
Namensherkunft siehe Kapitel Namensherkunft
Merschstrasse01.jpg

Merschstraße vom Nordenstiftsweg aus

Stand der Daten 21.05.2010

Die Merschstraße ist eine Straße im Bezirk Bockum-Hövel.

Sie verbindet den Bockumer Weg mit der Neuruppiner Straße.

Namensherkunft und Geschichte

Die Merschstraße hat ihren Namen nach dem ersten Weltkrieg auf Grund alter Flurbezeichnungen erhalten. Wir haben im nördlichen Stadtteil drei Fluren, die als Mersch bezeichnet werden: die Schweinemersch, die Schmale Mersch und die Goldmersch. Das Grundwort Mersch bezieht sich auf die Bodenverhältnisse. Das niederländische mersch oder marsch, wie es auch an der deutschen Nordseeküste vorkommt, bedeutet nasses Weideland, besonders am Ufer. Die Merschgebiete an der Lippe wurden nach Verwendung und Ertrag unterschieden: Die Schweinemersch diente als Schweineweide, die Schmale Mersch hatte diesen Namen auf Grund der schmalen, d. h. geringen Erträge, und ihr Gegenstück war die Goldmersch als besonders ertragreiche Flur. In die Lokalgeschichte eingegangen ist die Schweinemersch durch ein Ereignis, das am Pfingstdienstag (17. Mai) des Jahres 1323 stattfand. Die Chronik berichtet darüber: „Anno 1323 up den Pingst Dingesdach wull de Biscop Ludwig von Mönster de Stadt met List innemmen, awer de Anslaeg woer verraen, unde de Borger bequaemen den Biscop met synen Luedell op der Bruegge am Schwyne Mersch gefangen.“ Es war dies Ludwig II., Landgraf von Hessen, der von 1310-1357 Bischof von Münster war, aber kaum Friedensjahre erlebt hat. Er schlug sich fast ständig mit seinen Nachbarn, aber auch mit dem Adel seines Bistums, herum. Nach der Eroberung der Stadt Haltern wollte er sich auch der Stadt Haltern bemächtigen, geriet aber, wie schon oben gesagt, mit seinen 79 Knechten in Gefangenschaft. Erst nach einem halben Jahr wurde er auf Vermittlung der Grafen Adolf von Berg und Heinrich von Waldeck gegen ein Lösegeld von 5.500 Mark Soester Pfennige freigelassen. Die Mark hatte damals ein Münzgewicht von 233,8 g Silber.[1]

Haltestelle

  Haltestelle.jpg   Haltestelle: Merschstraße

Besonderheiten

Verkehrsschild Zone 30.jpg

Anmerkungen