Am Heimshof

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Am Heimshof
Straßenschild Am Heimshof
Länge 560 m
Postleitzahl 59065
Bezirk Heessen
Gemarkung Hamm
Stadtteil Norden
Straßentyp Fuß-/Radweg
Namensherkunft Heimshof hieß der Hof des Bauern Albertsmeier
Benennung 1929
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Am Heimshof01.jpg

Am Heimshof vom Westberger Weg aus

Stand der Daten 24.01.2023

Am Heimshof ist ein Fuß-/Radweg in Bezirk Heessen.

Er führt vom Kreisverkehr am Sachsenring bei OBI zum Westberger Weg.

Geschichte

Die Straße „Am Heimshof“ führt heute vom Westberger Weg zum Sachsenring und wurde 1929 so benannt, als der Westberger Weg „aufgeteilt“ wurde. Das Stück, das von der ehemaligen Eisenbahnunterführung am Heimshof vorbeiführte, erhielt den Namen dieses uralten Hofes.

Sämtliche Bauernstellen, die es in der Bauerschaft Wildeshorst, wie das Gebiet der Nordenfeldmark vor der Gründung der Stadt Hamm hieß, wurden niedergelegt, als Graf von der Mark die Nordenfeldmark als Brückenkopf der neuen Stadt ins Münstersche für sich beanspruchte. Nur die beiden großen Bauernhöfe Heimshof und Brinkmann östlich der Münsterstraße am Westberg gelegen, blie-ben erhalten, sie waren offensichtlich zunächst freies Eigen. Erst 1615 kam der „Hof zu Heidfeld“ an die Herren von der Recke-Steinfurt in Drensteinfurt, der Brinkmannsche Hof zum Haus Heessen. Johann op der Heyde, Bewohner des später so genannten Heimshofs, zahlte schon 1352 Steuern an die Kirche zu Hövel.

Über viele Jahrhunderte gab es Streit zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Mark, an wen die Höfe Steuern zu zahlen hatten. Als der Droste von Wolbeck 1543 in der Nordenfeldmark erschien, um rückständige Steuern zu pfänden, und die Pferde mit Gewalt ins Münstersche treiben ließ, eilten die Ham-mer hinterher, nahmen drei der Reiter gefangen und brachten die Pferde nach Hamm zurück. Frieden zwischen Münster und der clevisch-märkischen Regierung gab es erst ganz allmählich nach dem Jahre 1575, als man einen Vertrag schloss, der die Grenzen und die Zuständigkeiten endgültig regelte.

Im 30jährigen Krieg wurde der Hof zerstört und blieb lange unbewohnt. 1828 waren die Eheleute Angela Tharmann und Melchior Stehmann Pächter. Der Hof gehörte dem Präsidenten von Rappard in Hamm, dem auch der „Rennplatz“ am Vogelsang gehörte. Später kam der Hof an Loeb-Caldenhof. Der große, sehr schöne westfälische Bauernhof war von einer Gräfte umgeben, von der heute noch Reste erhalten sind, der Hof brannte in den 1930er Jahren ab. Neue Gebäude wurden westlich des alten Hofes errichtet, diese allerdings in den 1970er Jahren niedergelegt. Der letzte Pächter war Wilhelm Albertsmeier.[1]

Bildergalerie Am Heimshof

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Rita Kreienfeld, Quelle: Alte Homepage des Heimatverein Heessen

Besonderheiten

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