Albert Funk

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Albert Funk (* 15. Oktober 1894 in Zwickau; † 17. April 1933 in Recklinghausen) war Bergarbeiter und Funktionär der Kommunisten Partei Deutschlands während der Weimarer Republik, dort von 1930 bis 1933 Mitglied des Reichstages. Er war zudem Betriebsratsvorsitzender der Zeche de Wendel in Herringen.

Die politische Karriere in Gewerkschaft und Parteien

Seit 1910 ist Albert Funk Vertrauensmann der Zentralstelle der arbeitenden Jugend Deutschlands, drei Jahre später wird er Mitglied des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands. In der zeit vom 13. November 1913 bis zum 31. März 1914 treffen wir ihn als Vorsitzenden des Arbeiterrates der Stadt Ahlen im Ruhrgebiet an. Es folgen drei Jahre Militärdienst im ersten Weltkrieg (bis 1917)Im Jahr des Kriegsendes 1918 wird Funk Mitglied der USPD. Ein Jahr später wirkt er an der Gründung der "Freien Sozialistischen Jugend" In Zwickau mit. 1920 wird er schließlich Mitglied in der KPD und zeitgleich Betriebsfunktionär der KPD in Westfalen. Im Jahr 1925 wird er zum Betriebsratsvorsitzenden der Zeche de Wendel gewählt. 1929 wird Albert Funk Mitglied der Bezirksleitung der KPD und nimmt als Delegierter am 12. Parteitag der KPD im Jahr 1930 teil. Von 1930 an ist er Mitglied der kommunistischen Reichstagsfraktion in Berlin. In den Jahren 1931 und 1932 fungiert Funk zudem als Vorsitzender des "Einheitsverbandes der Bergarbeiter Deutschlands".

Tod in Recklinghausen

Albert Funk wird am 16. April 1933, also wenige Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, in Dortmund verhaftet. Am 17. April wird er in das Polizeipräsidium nach Recklinghausen gebracht. Dort wird er verhört und gefoltert. Den Qualen, den er ausgesetzt wurde, entging er, indem er sich aus dem 3. Stock des Gebäudes in Recklinghausen stürzte. Er starb am selben Tag an den schweren Sturzverletzungen.

Ehrungen

Grabmal Albert Funk - WA vom 08. März 2018.jpg

Das Grabmal von Albert Funk auf dem kommunalen Friedhof in Nordherringen steht unter Denkmalschutz. Die Albert-Funk-Straße im Bezirk Herringen ist nach ihm benannt worden.

Literatur

  • Ortwin Bickhove-Swiderski: Albert Funk. Bergarbeiter und Kommunist. Dülmen 2107
  • Detlef Burrichter: Das Schicksal des Albert Funk. Wie der Herringer Ex-Reichstagsabgeordnete von Nazis in den Tod getrieben wurde. Westfälischer Anzeiger vom 12. August 2017
  • Stefan Gehre: Gegen das Vergessen. Das Grabmal des Widerstandskämpfers Albert Funk steht nun unter Denkmalschutz. Westälischer Anzeiger vom 8. März 2018