Nordstraße 3

Aus HammWiki
Version vom 10. März 2014, 23:14 Uhr von MyRegioGuide (Diskussion | Beiträge) (Bild(er) eingefügt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nordstraße 3
PLZ 59065
Bezirk Hamm-Mite
Stadtteil Mitte
Straße Hausnr. Nordstraße 3
Typ Wohn-/Geschäftshaus
Gebäudetyp Mehrfamilien-Reihenhaus mit Ladenlokal
existiert seit 1906
Denkmalliste Stadt Hamm No. 236 seit dem 04.06.1997
Nordstr-3 01.jpg

Wohn-/Geschäftshaus (Baudenkmal) Nordstraße 3 - April 2013

Stand: 5. März 2014

Bei dem Wohn- und Geschäfshaus Nordstraße 3 handelt es um einen Neubau, der 1906 von Hermann Hötte errichtet wurde. Seit 1997 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Hausstätte Nordstraße 3 (alt: Nro 189) im Nordhoven besaß 1722 Hermann Asbeck (Herman Aßbeck), 1734 aber der Bäcker und Brauer Gerhard Albert Asbeck, der vom Stadtbrand betroffen war. Für den Wiederaufbau wurden ihm 334 Reichstaler und 3 Stüber zugeteilt. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist die Bäcker- und Brauerfamilie Hötte im Hause ansässig. So begegnet uns 1766/69 der Bäcker und Brauer Johann Dietrich Hötte (ca. 1733-1799) als Besitzer, der 1758 Anna Sibilla Asbeck, wohl eine Tochter des Gerhard Albert Asbeck geheiratet hatte. 1768 wird das Haus mit 800 Reichstalern veranschlagt. Sohn Johann Konrad Hötte (1760-1799), der im selben Jahr wie sein Vater verstarb, war mit Anna Maria Osthaus (1763-1838) verheiratet, die wiederum in zweiter Ehe Gottfried Leusmann ehelichte, der 1833 als Bäcker, Bierbrauer und Schenkwirth belegt ist. 1866 befand sich das Haus im Besitz der Witwe des Wirts Carl Hötte, für 1878 und 1886 ist der Wirt Carl Hötte (junior) im Hause belegt. Den heute noch bestehenden Neubau ließ 1906 Hermann Hötte errichten, der die Gaststätte An der Quelle führte, die in den 1940er Jahren als Westfälischer Hof weithin bekannt war.

Baudenkmaleintrag

Das Wohn- und Geschäftshaus Nordstraße 3 ist als Zeugnis innerstädtischer späthistorischer Bauweise bedeutend für die Stadt Hamm. Für seine Erhaltung und Nutzung sprechen wissenschaftliche, hier architekturgeschichtliche und besonders auch städtebauliche Gründe. Das Gebäude ist Bestandteil eines relativ gut erhaltenen stadtbildprägenden Ensembles im Bereich der Nord-/Weststraße. [1]

Fotogalerie

Literatur

Geografische Koordinaten

Koordinaten: 51° 40' 52.27" N, 7° 49' 0.43" O

Einzelnachweise

  1. Denkmalwertbegründung - zitiert nach Denkmalliste der Stadt Hamm, Bestandsverzeichnis lfd. Nummer 236