Winfried Masannek: Unterschied zwischen den Versionen

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Als [[Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) – Kreisverband Hamm|CDU]]-Mitglied wurde er in der damals selbstständigen [[Bockum-Hövel]] Beigeordneter. Mit der [[Kommunale Neuordnung|Kommunalen Neuordnung]] [[1975]] wurde er von der Stadt Hamm als Rechtsdezernent übernommen, später war er als Sport- und Wirtschaftsdezernent tätig.<ref name="wade2407"/>
Als [[Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) – Kreisverband Hamm|CDU]]-Mitglied wurde er in der damals selbstständigen [[Bockum-Hövel]] Beigeordneter. Mit der [[Kommunale Neuordnung|Kommunalen Neuordnung]] [[1975]] wurde er von der Stadt Hamm als Rechtsdezernent übernommen, später war er als Sport- und Wirtschaftsdezernent tätig.<ref name="wade2407"/>


Im Volksmund wurde er allgemein als „Doppeldoktor“ bezeichnet. Im April [[1986]] kam heraus, daß der „Doppeldoktor“ gar keiner war: Die Urkunden sowohl des angeblich [[1972]] erworbenen ''Dr. jur.'' wie auch des vermeintlich [[1975]] erlangten ''Dr. rer. pol.'' waren gefälscht. Volkswirtschaft hatte der Kommunalbeamte (CDU) nie studiert und seine Noten für das Erste und Zweite juristische Staatsexamen nachträglich verbessert. Im Zuge der Aufdeckung der Urkundenfälschungen kam zudem die Bestechlichkeit Masanneks ans Licht. Daneben soll er unter dem Vorwand einer Heidschnuckenzucht und einer Baumschule ein Anwesen mitten im Naturschutzgebiet errichten lassen haben.<ref>Rüdiger Liedtke: Skandal-Chronik. Das Lexikon der Affären und Skandale in Wildwest-Deutschland, Eichborn 1987, S. 34.</ref>
Im Volksmund wurde er allgemein als „Doppeldoktor“ bezeichnet. Im April [[1986]] kam heraus, daß der „Doppeldoktor“ gar keiner war: Die Urkunden sowohl des angeblich [[1972]] erworbenen ''Dr. jur.'' wie auch des vermeintlich [[1975]] erlangten ''Dr. rer. pol.'' waren gefälscht. Volkswirtschaft hatte der Kommunalbeamte nie studiert und seine Noten für das Erste und Zweite juristische Staatsexamen besser dargestellt, als sie tatsächlich waren. Im Zuge der Aufdeckung der Urkundenfälschungen kam zudem die Bestechlichkeit Masanneks ans Licht. Auch soll er unter dem Vorwand einer „Heidschnuckenzucht“ und einer Baumschule ein Anwesen mitten im Naturschutzgebiet errichten lassen haben.<ref>Rüdiger Liedtke: Skandal-Chronik. Das Lexikon der Affären und Skandale in Wildwest-Deutschland. Eichborn 1987, S. 34.</ref>


1989 wurde er wegen Bestechlichkeit und Urkundenfälschung rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach der Verbüßung zog er sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und verstarb 2024 im Alter von 89 Jahren.
1989 wurde er wegen Bestechlichkeit und Urkundenfälschung im zweiten Verfahren rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach der Verbüßung zog er sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und verstarb 2024 im Alter von 89 Jahren.


== Aufdeckung der Urkundenfälschungen ==
== Aufdeckung der Urkundenfälschungen ==