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JonAS-Mail: Unterschied zwischen den Versionen

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Jonas59075 (Diskussion | Beiträge)
Als Gründer von JonAS-Mail konnte ich Detail zur Historie der Firma beitragen. Genauere Zahlen können für die Zeit bis zum Verkauf an den WA noch folgen.
 
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== JonAS-Mail ==
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Die Firma '''JonAS-Mail''' war ein privates Zustellunternehmen für Postdienstleistungen in [[Hamm]] und Umgebung. Seit April [[2006]] gab die Firma sogar eigene [[Briefmarken]] heraus. Darüber hinaus sollten in Hamm blaue Briefkästen für die Privatpost aufgestellt werden. <br>
'''JonAS-Mail''' war ein privater Postdienstleister in Hamm, gegründet 1999 von [[Rainer Niehues]].
JonAS-Mail wurde mehrfach verkauft und gehörte schließlich zur PIN-Group des Axel Springer Verlages. Mit der Insolvenz der PIN-Group zum Jahreswechsel 2007/2008 stellte auch die Post Service Westfalen GmbH (Nachfolgegesellschaft von JonAS-Mail) ihren Dienst ein und beantragte am 23. Januar 2008 ebenfalls Insolvenz.
Das Unternehmen war einer der ersten lizenzierten Wettbewerber der Deutschen Post in der Region
und gab ab 2006 auch eigene Briefmarken heraus. Nach Jahren des Wachstums und zunehmendem
Wettbewerbsdruck wurde JonAS-Mail schließlich vom ''Westfälischen Anzeiger'' übernommen.
 
=== Gründung ===
Die Visionen und Businesspläne zu JonAS-Mail entstanden bereits 1999. Im selben Jahr erfolgte die Gewerbeanmeldung als Einzelunternehmung.
Da staatliche oder kommunale Förderungen nicht zur Verfügung standen, wurde das Unternehmen durch weitere Tätigkeiten von Rainer Niehues querfinanziert, insbesondere durch die Einzelfirma '''JonAS-EDV''' (Software-Entwicklung, später in [[empasoft.ch]] aufgegangen) sowie durch das Projekt '''argusaugen.de''' (Marketing und Informationsplattform zum Thema Augenlasern, heute nicht mehr aktiv).
 
=== Finanzierung und Aufbau ===
JonAS-Mail wuchs trotz dieser Herausforderungen rasch. Ein Break-Even konnte jedoch nicht erreicht werden, da kontinuierlich in Gebäude, Fahrzeuge, Maschinen, EDV und Personal investiert werden musste. 
 
Zur Sicherung des Wachstums und der Stabilität des Unternehmens stieg die Familie Alabaz aus Hamm als Kapitalgeber ein. In diesem Zuge zog sich Rainer Niehues schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück und übergab die Leitung an seinen Bruder Detlev Niehues. Er selbst konzentrierte sich wieder stärker auf seine Kernbereiche Beratung und Softwareentwicklung.
 
=== Marktumfeld ===
In den folgenden Jahren gerieten kleinere Postzustellunternehmen wie JonAS-Mail zunehmend unter Druck. Besonders die Einführung der sogenannten Hybridzustellung – die Kombination von Zeitungs- und Postzustellung – durch große Verlage erschwerte die wirtschaftliche Entwicklung.
 
=== Verkauf ===
Um die Arbeitsplätze zu sichern und eine nachhaltige Perspektive für das Unternehmen zu schaffen, entschied sich Rainer Niehues zum Verkauf von JonAS-Mail. Käufer wurde der ''Westfälische Anzeiger'', der die bestehenden Strukturen und Ziele des Unternehmens fortführte.
 
=== Briefmarken ===
JonAS-Mail gab eigene Briefmarken heraus, die für den Postverkehr innerhalb des Zustellgebiets gültig waren. Die Motive und Auflagen sind heute Teil der regionalen Postgeschichte.
 
== Literatur ==
* Artikel im ''Westfälischen Anzeiger'' zur Gründung und Entwicklung von JonAS-Mail (verschiedene Ausgaben, 1999–2007)


== Briefmarken ==
== Weblinks ==
Detailinfo für [[Briefmarken]] gibt es auf auf einer [[Briefmarken|Sonderseite]]. Zu besonderen Diskussionen führte die Briefmarke mit dem Motiv der Simulation zum Lippesee. Einige Bürger merkten an, dass es ein Motiv sei von einem Projekt, das nicht verwirklicht wurde.
* [https://www.empasoft.ch empasoft.ch] (ehemals JonAS-EDV)


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Aktuelle Version vom 29. August 2025, 22:48 Uhr

JonAS-Mail

Kurzer Artikel
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JonAS-Mail Logo
Schild am Verteilzentrum

JonAS-Mail war ein privater Postdienstleister in Hamm, gegründet 1999 von Rainer Niehues. Das Unternehmen war einer der ersten lizenzierten Wettbewerber der Deutschen Post in der Region und gab ab 2006 auch eigene Briefmarken heraus. Nach Jahren des Wachstums und zunehmendem Wettbewerbsdruck wurde JonAS-Mail schließlich vom Westfälischen Anzeiger übernommen.

Gründung

Die Visionen und Businesspläne zu JonAS-Mail entstanden bereits 1999. Im selben Jahr erfolgte die Gewerbeanmeldung als Einzelunternehmung. Da staatliche oder kommunale Förderungen nicht zur Verfügung standen, wurde das Unternehmen durch weitere Tätigkeiten von Rainer Niehues querfinanziert, insbesondere durch die Einzelfirma JonAS-EDV (Software-Entwicklung, später in empasoft.ch aufgegangen) sowie durch das Projekt argusaugen.de (Marketing und Informationsplattform zum Thema Augenlasern, heute nicht mehr aktiv).

Finanzierung und Aufbau

JonAS-Mail wuchs trotz dieser Herausforderungen rasch. Ein Break-Even konnte jedoch nicht erreicht werden, da kontinuierlich in Gebäude, Fahrzeuge, Maschinen, EDV und Personal investiert werden musste.

Zur Sicherung des Wachstums und der Stabilität des Unternehmens stieg die Familie Alabaz aus Hamm als Kapitalgeber ein. In diesem Zuge zog sich Rainer Niehues schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück und übergab die Leitung an seinen Bruder Detlev Niehues. Er selbst konzentrierte sich wieder stärker auf seine Kernbereiche Beratung und Softwareentwicklung.

Marktumfeld

In den folgenden Jahren gerieten kleinere Postzustellunternehmen wie JonAS-Mail zunehmend unter Druck. Besonders die Einführung der sogenannten Hybridzustellung – die Kombination von Zeitungs- und Postzustellung – durch große Verlage erschwerte die wirtschaftliche Entwicklung.

Verkauf

Um die Arbeitsplätze zu sichern und eine nachhaltige Perspektive für das Unternehmen zu schaffen, entschied sich Rainer Niehues zum Verkauf von JonAS-Mail. Käufer wurde der Westfälische Anzeiger, der die bestehenden Strukturen und Ziele des Unternehmens fortführte.

Briefmarken

JonAS-Mail gab eigene Briefmarken heraus, die für den Postverkehr innerhalb des Zustellgebiets gültig waren. Die Motive und Auflagen sind heute Teil der regionalen Postgeschichte.

Literatur

  • Artikel im Westfälischen Anzeiger zur Gründung und Entwicklung von JonAS-Mail (verschiedene Ausgaben, 1999–2007)

Weblinks

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