NRW-Stiftung

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Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat-und Kulturpflege - kurz NRW-Stiftung - wurde zum 40. Geburtstag des Landes NRW im Jahr 1986 von der Landesregierung gegründet.

Die Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist eine halbstaatliche Stiftung und ist gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlich arbeitenden Gruppen behilflich, die sich in NRW für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen.

Der Präsident der NRW-Stiftung ist seit dem 3. September 2012 der Landesbauminister a.D. Harry Kurt Voigtsberger.

Aufgabenbereiche der NRW-Stiftung

Schwerpunkt im Naturschutzbereich ist der Erwerb schutzwürdiger, flächenmäßig hinreichender Areale, um gefährdeten Tieren und Pflanzen auf Dauer einen geeigneten Lebensraum zu erhalten. Beispiele reichen von der Weser-Niederung im Kreis Minden-Lübbecke über die Lippe-Aue in den Kreisen Soest, Unna und Wesel bis zum Perlenbachtal in der Eifel oder den Bergwiesen in Winterberg.

In der Heimat- und Kulturpflege gibt es eine weit gespannte Erhaltungsförderung für kleinere und mittlere Baudenkmäler mit kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung. Dazu gehören zum Beispiel denkmalgeschützte Mühlen, historische Hofanlagen oder auch die Fördergerüste und/oder -türme ehemaliger Zechenanlagen, die als weithin sichtbare Wahrzeichen Geschichte anschaulich machen.

Des Weiteren unterstützt die NRW-Stiftung aber auch landesweit einmalige Institutionen wie das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg, das Krippen-Museum in Telgte oder das Deutsche Glasmalerei-Museum im rheinischen Linnich. Die größte Aufgabe dieser Art ist der Erhalt und Ausbau von Schloss Drachenburg in Königswinter am Rhein.

In allen Themenfeldern arbeitet die NRW-Stiftung eng und verlässlich mit Vereinen, Verbänden und Organisationen zusammen, die ebenfalls im Sinne dieses Stiftungszweckes am gleichen Strang ziehen. Nebenbei vergibt die NRW-Stiftung außerdem als Dachorganisation kleinere Einzelstiftungen wie beispielsweise das Max-Imdahl-Stipendium.

Struktur und Finanzierung

Finanzielle Grundlage der NRW-Stiftung sind neben dem Stiftungskapital überwiegend die Einkünfte aus dem Verkauf der Aufreiß- und Rubbellose (Westdeutsche Lotterie GmbH) in Nordrhein-Westfalen. Dazu kommen Mitgliedsbeiträge und Spenden, mit denen die Mitglieder des Fördervereins NRW-Stiftung die Ziele der Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützen. Dieser Förderverein gibt nicht nur eine Zeitschrift „Die NRW-Stiftung“ heraus, die über die aktuellen Entwicklungen der NRW-Stiftung und ihrer Partner berichtet, sondern veranstaltet auch Besichtigungen und Exkursionen für seine Mitglieder. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Fördervereins ermäßigten oder sogar oftmals auch freien Eintritt in zahlreichen von der Stiftung unterstützten Projekten.

Die Erfolgsbilanz ist beachtlich: Seit ihrer Gründung hat die NRW-Stiftung um die 2.300 Projekte im Naturschutz und in der Heimat- und Kulturpflege mit rund 225 Millionen Euro gefördert (Stand: Sommer 2012).

Modell des Hammer Bahnhofs um das Jahr 1915

Förderprojekte in Hamm

Obwohl die Stadt Hamm, anders als viele Kommunen in der Nachbarschaft, (noch) nicht Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung ist, haben bereits einige Projekte von Fördermitteln profitiert. Größter Betrag war eine finanzielle Beteiligung der NRW-Stiftung am Neubau der Tribüne der Freilichtbühne Heessen. Gefördert wurden bisher auch das Heimathaus Rhynern und die Modelle des historischen Bahnhof Hamm und der Zeche Sachsen im Gustav-Lübcke-Museum.

Weblinks