Michèle Doré

Michèle Noëlle Doré (* 23. Dezember 1999 in Hamm) ist eine Kommunalpolitikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Bei der Landtagswahl am 25. April 2027 tritt sie als Direktkandidatin ihrer Partei im Wahlkreis 118 (Hamm I) an.
Leben
Michèle Doré wurde am 23. Dezember 1999 in Hamm geboren und wuchs im Stadtbezirk Uentrop auf. Nach dem Besuch des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums legte sie dort 2018 ihr Abitur ab. Anschließend nahm sie an der Universität Paderborn ein Studium für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen in den Fächern Pädagogik und Englisch auf. Ihren Bachelor of Education schloss sie 2022, den Master of Education 2024 ab. Seit 2022 absolviert sie zudem ein Erweiterungsstudium im Fach Deutsch.
Bereits während ihres Studiums sammelte Doré vielfältige praktische Erfahrungen im Bildungsbereich. Neben ihrer mehrjährigen Tätigkeit als Nachhilfelehrerin für Deutsch und Englisch absolvierte sie verschiedene Schulpraktika und unterrichtete von 2023 bis 2024 als Honorarkraft Deutsch als Fremdsprache in einer internationalen Klasse am Städtischen Gymnasium Gütersloh. Nach ihrem Referendariat am Städtischen Gymnasium Gütersloh, das sie 2026 erfolgreich abschloss, ist sie seit Mai 2026 als Vertretungslehrkraft an der Clarenbach-Schule in Soest tätig.
Internationale Erfahrungen sammelte sie während eines mehrmonatigen Sprachaufenthalts in Dublin sowie bei einem Schüleraustausch in New York. Darüber hinaus begleitete sie 2024 und 2025 Sprachreisen nach Oxford als Teamerin und Lehrerin.
Von 2019 bis 2024 gehörte sie zudem dem Fachschaftsrat Lehramt der Universität Paderborn an und setzte sich dort für die Interessen der Lehramtsstudierenden ein.
Doré lebt im Hammer Stadtbezirk Uentrop.
Politik

Beginn des politischen Engagements und erste Ämter
Doré ist seit 2021 Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen und engagiert sich seitdem in verschiedenen Parteigremien sowie in der politischen Arbeit vor Ort. Dort war sie unter anderem von 2023 bis 2024 als Sprecherin aktiv und übernahm anschließend das Amt der politischen Geschäftsführerin der Grünen Jugend Hamm. Zudem gehört sie seit 2023 dem Kreisvorstand der Hammer Grünen als Beisitzerin an.
Seit 2022 vertritt Doré die Hammer Grünen regelmäßig als Delegierte auf Bundesparteitagen (BDK). Von 2022 bis 2025 gehörte sie dem Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz an.
Kandidatin bei der Kommunalwahl 2025
Bei der Kommunalwahl 2025 kandidierte Doré im Wahlbezirk 8 (Hamm-Osten) für den Stadtrat der Stadt Hamm. Dort erreichte sie 186 Stimmen (6,4 %). Gleichzeitig war sie auf Platz fünf der Reserveliste der Grünen für den Stadtrat aufgestellt. Da die Partei lediglich drei Listenmandate erringen konnte, verpasste sie den Einzug in das Gremium. Darüber hinaus kandidierte sie auf Platz drei ihrer Partei für die Bezirksvertretung Hamm-Uentrop, konnte jedoch auch dort kein Mandat erringen, da den Grünen in diesem Gremium nur ein Sitz zufiel. Daraufhin wurde sie in den städtischen Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie als ordentliches Mitglied bestimmt.
Kandidatin bei der Landtagswahl 2027
Am 2. Juni 2026 wurde Doré von Bündnis 90/Die Grünen mit 26 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen und einer Gegenstimme zur Direktkandidatin für den Wahlkreis 118 (Hamm I) bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2027 nominiert. Mit ihrer Nominierung stellt die Partei erstmals seit 26 Jahren wieder eine Frau als Direktkandidatin in diesem Wahlkreis auf. Zuletzt kandidierte im Jahr 2000 Jutta Mir-Haschemi-Beckmann für die Hammer Grünen.[1]
Funktionen in Hamm
- Delegierte für die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) (seit 2022)
- Mitglied im Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz (2022–2025)
- Sprecherin der Grünen Jugend Hamm (2023–2024)
- Beisitzerin im Grünen Kreisverband Hamm (seit 2023)
- Mitglied im Ausschuss für für Kinder, Jugend und Familie (seit 2025)
- Direktkandidatin für die Landtagswahl der Grünen im Wahlkreis 118 (Hamm I) (2027)
Politische Positionen
In bildungspolitischen Fragen setzt sich Doré allgemein für bessere Bildungschancen, eine moderne Bildungsinfrastruktur sowie eine stärkere Verzahnung von Digitalisierung und pädagogischer Qualität ein. Dabei betont sie, dass technische Ausstattung allein keinen guten Unterricht gewährleiste.
„Die nächste Investition muss in die Menschen erfolgen, die mit dieser Technik arbeiten. Denn gute digitale Bildung entsteht nicht nur durch die Geräte. Sie entsteht durch die Menschen, die sie jeden Tag im Unterricht mit Leben füllen.“
— Michèle Doré. In: Rede im Rahmen der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Troisdorf (2026)
Mit dieser Position spricht sie sich für eine stärkere Förderung und Qualifizierung von Lehrkräften im Zuge der digitalen Transformation des Bildungswesens aus.
Darüber hinaus setzt sie sich für Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit ein.
Erwähnungen in der Presse
Über die Nominierung von Doré als Direktkandidatin der Grünen für die Landtagswahl 2027 berichtete auch die Radio Lippewelle Hamm am 9. Juni 2026.
Beitrag von der Radio Lippewelle Hamm - Michèle Doré Nominierung Landtagswahl 2027 (Grüne).
Einzelnachweise
- ↑ Grüne nominieren Michèle Doré für den Landtag. In: lippewelle.de vom 09. Juni 2026.