Biber in der Hammer Lippeaue

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Biber in der Hammer Lippeau

Vorbemerkung

Die neuere Geschichte des Hammer Bibers ist leicht geschrieben. Sie ist dokumentiert auf der Homepage der Ornithologischen Arbeitsgruppe Hamm, den Prospekten des life + Projekts des Umweltamt Hamms und dem Westfälischen Anzeiger. Der Bericht wird sich also an den Verlautbarungen der o.g. Medien orientieren.

  1. Die genaueste Information erhalten wir auf der Internet Seite der Ornithologischen Gesellschaft Hamm (OAG) vom 08.06.2015 „ Zum vierten Mal seit 2010 gelang heute am frühen Morgen an der Lippe auf Hammer Stadtgebiet die Beobachtung eines Bibers. (H. Regenstein) Der Verfasser dieser Zeilen lässt uns wissen: seit 2010 sind durchziehende Biber auf Hammer Stadtgebiet beobachtet worden. Wahrscheinlich sind sie die Lippe aufwärts aus der Gegend um Wesel gekommen. Die Beobachter informieren das Hammer Umweltamt und verzichten bewusst auf eine Berichtserstattung.
  2. Schon im Januar (31.01.2014) berichtete der WA von Biberspuren in Hamm. Die Spuren sind eindeutig, viele gefällte Bäume weisen auf eine dauerhafte Ansiedlung des Bibers hin. Was war geschehen? Ein Dolberger Bürger hatte die Biber Spuren entdeckt und Ulf Rosenbaum und Oliver Schmidt-Formann vom Umweltamt informiert. Diese organisierten einen Pressetermin vor Ort. Im September 2014 erschien eine Auenpost des life+ Projekts über den Biber.
  3. Fotofalle: Am 22.05.2015 titelt der WA Fotofalle liefert den Beweis. Foto vom Biber an der Lippe gelungen. Es handelt sich hier um Nachtaufnahmen von einem Biber, der in eine Fotofalle getappt ist.
  4. Das Life+ Projekt teilt über seine Homepage mit: Am 02. Juni ist der Biber erneut in die Fotofalle an der Lippe getappt. Diesmal konnte eine 14 Sekunden lange Filmaufnahme von ihm gemacht werden.
  5. Der WA titelt am 09. Juni 2015 Hamms Biber ist kein Phantom mehr. Es folgt ein Bericht und ein Foto des Lippe Bibers. Der Hobby Naturfotograf Hartmut Regenstein weist darauf hin, dass er den genaueren Ort auf Hammer Stadtgebiet nicht bekannt machen wird, um einen Biber-Tourismus zu vermeiden.
  6. Rückblick Ende Juni 2015: Wer mit offenen Augen durch die Hammer Lippeaue geht, wusste seit zwei Jahren, dass sich hier Biber angesiedelt haben. Davon zeugen die vielen Verbiss Spuren der Biber in den Wintermonaten. Das Umweltamt Hamm und die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz haben umfangreiche Studien in Auftrag gegeben und durchgeführt. So wurden z.B. im Auftrag des Kreis Soest die Biber Spuren von Lippborg bis Lippstadt kartiert. Die Experten gehen davon aus, dass es auf Hammer Stadtgebiet zwei Biber Reviere gibt. Wenn man die Lippe aufwärts fährt, häufen sich die Biberspuren, insbesondere im Gebiet Im Winkel bei Bünninghausen. Dort sind viele Bäume von Bibern umgesägt. Es gibt dort eine Beobachtungsstadion und der Besuch dort ist ausdrücklich erwünscht. Die sozialen Netzwerke in Hamm berichten zeitnah über den Biber. Diese Netzwerke kann man finden unter Google, wenn man die Begriffe „ Linsenfutter Hamm „ eingibt. Außerdem gibt es die offene Facebook Gruppe mit dem Namen Störche in der Lippeaue, in der über die Ereignisse in der Lippeauel berichtet wird. Der Westfälische Anzeiger, die Lippewelle Hamm und das life+ Projekt informieren regelmäßig.
  7. Das Umweltamt der Stadt Hamm hat seit 2017 eine eigene Biber-Beauftragte. Es handelt sich um Frau Jessica Diekmann aus dem Umweltamt.
  8. Ein vom Umweltamt beauftragter Gutachter belegt jetzt, dass es in der Hammer Lippeaue ca. 15 Biber gibt. Dabei geht der Gutachter von 2 bis 3 Familien aus, die in festen Revieren leben. Biberfamilien bestehen in der Regel aus den Elterntieren und durchschnittlich zwei Jungtieren des aktuellen Jahres und zwei Jungtieren des Vorjahres. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in den Naturschutzgebieten östlich der Innenstadt bis hin zur Stadtgrenze von Hamm.[1]

9. Am 14.02 2019 wird ein weiblicher Biber auf der Lippestraße/Unterführung der A2 von einem Autofahrer überfahren. Das Biberweibchen ist ca 1 Meter groß (mit Kelle) und dürfte zwischen 20-25 Kilogramm wiegen. Es wird zur genetischen Untersuchung nach Münster geschickt. Es kann sein, dass der tote Biber präpariert wird und in ein Hammer Museum kommt. Man kann davon ausgehen, dass der Biber auf der Suche nach einem eigenen Revier war. Inzwischen(April 2019) wurden drei Biber zwischen Hamm und Lippstadt Opfer des Verkehrs. Ein Biber ist seit Gründonnerstag im Naturkundemuseum in Münster zu sehen.

Bildergalerie

Anmerkungen

  1. Westfälischer Anzeiger, 23.03.2017