An der Schlossmühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Der kleine Weg, der von der [[Dolberger Straße]] zur [[Schlossmühle]] führt, hieß vor der Neuordnung der Straßennamen von 1978 | Der kleine Weg, der von der [[Dolberger Straße]] zur [[Schlossmühle]] führt, hieß vor der Neuordnung der Straßennamen von 1978 Mühlenstraße. Die Wassermühle des [[Schloss Heessen|Schlosses Heessen]] ist das älteste Gebäude auf dem Gebiet der Großstadt [[Hamm]] und das älteste profan genutzte Gebäude Westfalens. Die Jahreszahl 1546 und das Wappen über der niedrigen Eingangstür beweist, dass die Herren von der Recke, die über 300 Jahre die Rechte und Pflichten eines Grundherrn in [[Heessen]] wahrnahmen, diese Mühle erbauten. Eine Wassermühle ist seit dem 13. Jahrhundert lückenlos an dieser Stelle nachweisbar. Über Jahrhunderte hinweg ließen die Bauern der Umgebung hier ihr Mehl mahlen. Das alte Wasserrad der Mühle hatte einen Durchmesser von fünf Metern und drehte sich mit etwa 45 Umdrehungen pro Minute. Heute liegt die Mühle malerisch verfallen am Mühlenkolk und nichts deutet mehr darauf hin, dass hier jahrhundertelang emsige Betriebsamkeit herrschte, die Mühlräder klapperten. Der letzte Müller, Heinrich Mester, setzte sich 1975 zur Ruhe. Allerdings war schon seit 1903 das Mahlwerk der Mühle auf elektrischen Betrieb umgestellt worden. Der Mühlenkolk diente der Heessener Dorfjugend bis zum Bau des Freibades 1926 als beliebter Badeplatz. | ||
Im Gesindehaus der Schlossmühle, das am Weg liegt, wohnten der Müllermeister, die Müllergesellen und Müllerknechte. Bis zu acht Leute hatte der Müller in den frühen Zeiten angestellt, die allerdings nur sehr geringen Lohn bekamen. In diesem Haus aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts sind zwei getrennte Stallbereiche ausgeführt mit dem Wohnbereich jeweils rechts und links daneben. Zu den Ställen führten die beiden nebeneinander liegenden Deelentore. | Im Gesindehaus der Schlossmühle, das am Weg liegt, wohnten der Müllermeister, die Müllergesellen und Müllerknechte. Bis zu acht Leute hatte der Müller in den frühen Zeiten angestellt, die allerdings nur sehr geringen Lohn bekamen. In diesem Haus aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts sind zwei getrennte Stallbereiche ausgeführt mit dem Wohnbereich jeweils rechts und links daneben. Zu den Ställen führten die beiden nebeneinander liegenden Deelentore. | ||