1905: Unterschied zwischen den Versionen
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* Vom [[7. Januar]] bis zum [[15. Februar]] streiken im Ruhrrevier die Bergarbeiter. Dies führt in Hamm zu großem Kohlemangel. Die größeren Industriebetriebe sind zu Einschränkungen in der Produktion und zu zeitweiligem Stillstand genötigt. Sie versuchten den Mangel durch Importe englischer Kohle auzugleichen. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1904 (1. April 1904 bis 31. März 1905). Hamm 1906. S. 112 </ref> | * Vom [[7. Januar]] bis zum [[15. Februar]] streiken im Ruhrrevier die Bergarbeiter. Dies führt in Hamm zu großem Kohlemangel. Die größeren Industriebetriebe sind zu Einschränkungen in der Produktion und zu zeitweiligem Stillstand genötigt. Sie versuchten den Mangel durch Importe englischer Kohle auzugleichen. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1904 (1. April 1904 bis 31. März 1905). Hamm 1906. S. 112 </ref> | ||
* Auf Vorschlag des Stadtverordnetenvorstehers Geheimer Justizrat Windthorst wird am [[14. Januar]] eine Gedenkfeier zum 100-jährigen Todestag des Dichters Friedrich Schiller beschlossen. <ref> Pädagogische Woche. 1. Jahrgang. 1905. S. 82 </ref> Die Feier findet am [[9. Mai]] statt. Dazu begeben sich am Vormittag die Schulen in Hamm mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und unter den Klängen der städtischen Kapelle zum [[Schillerplatz]]. Dort wird eine Schillerlinde gepflanzt. Am Nachmittag für die Volksschülerinnen und Volksschüler und am Abend für die Hammer Öffentlichkeit gibt es Aufführung von Schillers Drama "Wilhelm Tell". Der Musikverein Hamm gestaltet eine weiter Feier mit der Aufführung von Schillers "Glocke".<ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> | * Auf Vorschlag des Stadtverordnetenvorstehers Geheimer Justizrat [[Eduard Windthorst|Windthorst]] wird am [[14. Januar]] eine Gedenkfeier zum 100-jährigen Todestag des Dichters Friedrich Schiller beschlossen. <ref> Pädagogische Woche. 1. Jahrgang. 1905. S. 82 </ref> Die Feier findet am [[9. Mai]] statt. Dazu begeben sich am Vormittag die Schulen in Hamm mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und unter den Klängen der städtischen Kapelle zum [[Schillerplatz]]. Dort wird eine Schillerlinde gepflanzt. Am Nachmittag für die Volksschülerinnen und Volksschüler und am Abend für die Hammer Öffentlichkeit gibt es Aufführung von Schillers Drama "Wilhelm Tell". Der Musikverein Hamm gestaltet eine weiter Feier mit der Aufführung von Schillers "Glocke".<ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> | ||
* Die diesjährigen Pferderennen in Hamm finden am [[4. Juni]] und am [[6. August]] statt. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> | * Die diesjährigen Pferderennen in Hamm finden am [[4. Juni]] und am [[6. August]] statt. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> | ||
* Am [[10. Juni]] wird an der [[Ostenallee]] ein Denkmal zu Ehren von [[Adalbert Falk]] durch den preußischen Lehrerverein eingeweiht. Das Denkmal wurde vom Bildhauer W. Wandschneider aus Charlottenburg gestaltet. Der Sockel für die Falk-Statue trägt das Bildnis seines wichtigsten Mitarbeiters im preußischen Kultusministerium, Geheimrat Dr. Schneider. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> Zur Erinnerung an dieses Ereignis wird ein Buch herausgegeben: ''Falk-Feier Gedenkbüchlein. Zur Erinnerung an die Enthüllung des Falkdenkmals in Hamm i. W. am 10. Juni 1905. Zusammengestellt u. herausgegeben vom Kreislehrerverein Hamm i. W.'' <ref>Datenchronik Stadtarchiv Hamm; vgl. auch den Bericht zur Enthüllungsfeier in Pädagogische Woche. Jahrgang 1. 1905. S. 343-344</ref> | * Am [[10. Juni]] wird an der [[Ostenallee]] ein Denkmal zu Ehren von [[Adalbert Falk]] durch den preußischen Lehrerverein eingeweiht. Das Denkmal wurde vom Bildhauer W. Wandschneider aus Charlottenburg gestaltet. Der Sockel für die Falk-Statue trägt das Bildnis seines wichtigsten Mitarbeiters im preußischen Kultusministerium, Geheimrat Dr. Schneider. <ref> Verwaltungs-Bericht der Stadt Hamm i. Westf. für das Rechnungsjahr 1905 (1. April 1905 bis 31. März 1906). Hamm 1907. S. 110 </ref> Zur Erinnerung an dieses Ereignis wird ein Buch herausgegeben: ''Falk-Feier Gedenkbüchlein. Zur Erinnerung an die Enthüllung des Falkdenkmals in Hamm i. W. am 10. Juni 1905. Zusammengestellt u. herausgegeben vom Kreislehrerverein Hamm i. W.'' <ref>Datenchronik Stadtarchiv Hamm; vgl. auch den Bericht zur Enthüllungsfeier in Pädagogische Woche. Jahrgang 1. 1905. S. 343-344</ref> | ||