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== Politik == | == Politik == | ||
* Bei den Reichstagswahlen am [[12. Januar]] wird [[Georg Schulenburg]] für den Wahlkreis Hamm-Soest in den Deutschen Reichstag gewählt. | * Bei den Reichstagswahlen am [[12. Januar]] wird [[Georg Schulenburg]] (Nationalliberale Partei) für den Wahlkreis Hamm-Soest in den Deutschen Reichstag gewählt. | ||
* Ein Brief des königlichen Polizeipräsidenten aus Bochum an das Landratsamt Hamm vom [[15. Oktober]], in dem von "verdächtigen linken Elementen und arbeiterfreundlichen Versammlungen" ebenso berichtet wird wie von der Tatsache, dass man im Amtsbezirk Pelkum "Agitatoren, sozialdemokratische Führer und Anarchisten" ausgemacht habe, ist ein Hinweis auf die Gründung des SPD-Ortsvereins Herringen. <ref> vgl. Bergleute als Motor. SPD Herringen vor 100 Jahren gegründet. Ideale nie aus den Augen verloren. Westfälischer Anzeiger vom 31. August 2012 </ref> | * Ein Brief des königlichen Polizeipräsidenten aus Bochum an das Landratsamt Hamm vom [[15. Oktober]], in dem von "verdächtigen linken Elementen und arbeiterfreundlichen Versammlungen" ebenso berichtet wird wie von der Tatsache, dass man im Amtsbezirk Pelkum "Agitatoren, sozialdemokratische Führer und Anarchisten" ausgemacht habe, ist ein Hinweis auf die Gründung des SPD-Ortsvereins Herringen. <ref> vgl. Bergleute als Motor. SPD Herringen vor 100 Jahren gegründet. Ideale nie aus den Augen verloren. Westfälischer Anzeiger vom 31. August 2012 </ref> | ||
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== Wirtschaft == | == Wirtschaft == | ||
* Das zweite Stromversorgungskabel von der Zeche Radbod wird im Hammer Norden verlegt. <ref>100 Jahre Stadtwerke Hamm/Westf. | * Das zweite Stromversorgungskabel von der [[Zeche Radbod]] wird im Hammer Norden verlegt. <ref>100 Jahre Stadtwerke Hamm/Westf. 1858–1958. Hamm 1958, S. 37.</ref> | ||
* Die allgemeinen Planungen für den Hammer Hafen sehen Schiffsanlegeplätze am südlichen Kanalufer von Streckenkilometer 33,8 bis 35,8 vor. Dabei ist eine Aufteilung in einen Handelshafen (Kilometer 35,8 bis 35,23) vorgesehen. Daran anschließend sollen die Umschlagplätze für die beiden Industriewerke von WDI und Westfälischer Union liegen (bis Streckenkilometer 34,73). Den Rest der Liegeplätze soll der Industriehafen einnehmen. Für den südlichen Hafenbereich sind zwei Bahnanschlüsse vorgesehen. Auf der nördlichen Kanalseite ist ein Kohlehafen geplant.<ref>100 Jahre Stadtwerke Hamm/Westf. 1858-1958. Hamm 1958 | * Die allgemeinen Planungen für den Hammer [[Hafen]] sehen Schiffsanlegeplätze am südlichen Kanalufer von Streckenkilometer 33,8 bis 35,8 vor. Dabei ist eine Aufteilung in einen Handelshafen (Kilometer 35,8 bis 35,23) vorgesehen. Daran anschließend sollen die Umschlagplätze für die beiden Industriewerke von [[WDI]] und [[Westfälische Union|Westfälischer Union]] liegen (bis Streckenkilometer 34,73). Den Rest der Liegeplätze soll der Industriehafen einnehmen. Für den südlichen Hafenbereich sind zwei Bahnanschlüsse vorgesehen. Auf der nördlichen Kanalseite ist ein Kohlehafen geplant.<ref>100 Jahre Stadtwerke Hamm/Westf. 1858-1958. Hamm 1958, S. 40.</ref> | ||
== Verkehr == | == Verkehr == | ||
* Die Arbeiten zum Bau des Hammer Verschiebebahnhofs beginnen. <ref>Markus Meinold: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof 2004 | * Die Arbeiten zum Bau des Hammer [[Rangierbahnhof|Verschiebebahnhofs]] beginnen.<ref>Markus Meinold: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof 2004, S. 15.</ref> | ||
* Die Zeche Sachsen erhält einen Gleisanschluss an die Eisenbahnstrecke Hamm-Minden. <ref>Markus Meinold: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof 2004. S. 15</ref> | * Die [[Zeche Sachsen]] erhält einen Gleisanschluss an die Eisenbahnstrecke Hamm-Minden. <ref>Markus Meinold: Bahnhof Hamm (Westf). Die Geschichte eines Eisenbahnknotens. Hövelhof 2004. S. 15</ref> | ||
== Bergbau == | == Bergbau == | ||
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* Der [[Männerverein der Versöhnungskirche]] wird gegründet. | * Der [[Männerverein der Versöhnungskirche]] wird gegründet. | ||
* Am [[3. März]] wird in [[Heessen]] der Evangelische Bürger- und Arbeiterverein gegründet. 1. Vorsitzender ist der Rentner Heinrich Werremeyer.<ref>Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 220</ref> | * Am [[3. März]] wird in [[Heessen]] der Evangelische Bürger- und Arbeiterverein gegründet. 1. Vorsitzender ist der Rentner Heinrich Werremeyer.<ref>Emil Steinkühler. Heessen (Westf.). Die Geschichte der Gemeinde. Heessen 1952. S. 220</ref> | ||
== Gestorben == | |||
* [[10. März]]: Der Hammer Stadtrat und Pelzfabrikant [[Carl Ochs]] stirbt in Hamm. | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||