Zechenbahnweg

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Zechenbahnweg
Straßenschild Zechenbahnweg
Länge 230m
Postleitzahl 59075
Bezirk Bockum-Hövel
Gemarkung Bockum-Hövel
Stadtteil Hövel
Straßentyp Wohnstraße
Namensherkunft Verläuft in Nähe der alten Bahn zur Zeche Radbod, auf der heute noch Züge zum Gersteinwerk in Werne-Stockum fahren
Name vor KN 1975 Bahnweg
Zechenbahnweg01.jpg

Zechenbahnweg

Stand der Daten 17.03.2010

Der Zechenbahnweg ist eine Straße im Bezirk Bockum-Hövel.

Sie verbindet den Kleinweg mit der Hohenhöveler Straße. Der Zechenbahnweg ist von der Hohenhöveler Straße aus nur 100m befahrbar, vom Kleinweg aus ist er bis dahin eine Einbahnstraße.

Kolonie Radbod

Der Zechenbahnweg gehört als Straßenzug zur Kolonie Radbod, einem Wohngebiet für die ehemaligen Arbeitnehmer des Bergwerkes Radbod.

Die Kohlezechen um Hamm benötigten eine große Zahl von Arbeitern und die wiederum Wohnraum. So bauten die Bergwerksgesellschaften eine Vielzahl von Wohnungen für die von weit her angeworbenen Kohlekumpel. Ab 1900 wurden die Schächte 1 und 2 der Zeche Radbod abgeteuft und die Zeche in Betrieb genommen. Die Zechenverwaltung Radbod kaufte rund um das Bergwerk sechs Bauernhöfe und erbaute auf deren Ackerflächen bis 1913 zahlreiche Wohnungen für ihre Werksangehörigen. So entstand hier eine ausgedehnte Bergarbeitersiedlung, die dafür sorgte, dass die beiden Gemeinden Bockum und Hövel zusammenwuchsen. Die Pläne für diese so genannte Alte Kolonie entwarf der Baurat und Architekt Karl Siebold (1854-1937) aus Bielefeld-Bethel.

Abweichend von der bis dahin im Ruhrgebiet üblichen Siedlungsform der Mehrfamilienhäuser plante er hier Einfamilienhäuser mit einem großen, sie jeweils umgebenden Garten. Damit sollte es den Bergleuten ermöglicht werden, zusätzlich für die Eigenversorgung Gartenbau zu betreiben und kleine Nutztiere wie Hühner, Schweine oder eine Ziege zu halten.
Unter der Leitung Siebolds entstanden für die Bergarbeiter der Zeche Radbod ca. 2000 solcher Einfamilienhäuser. Im Gegensatz zu den oft gleich aussehenden Siedlungshäusern der 50er und 60er Jahre des 19. Jahrhunderts verzichtete er dabei auf Uniformität. So wurden verschiedene Haustypen mit unterschiedlichen Grundflächen und Dachformen, mal mit Gauben und mal ohne, erbaut.

Elf dieser Einfamilienhäuser aus dem Baujahr 1911 stehen noch am Zechenbahnweg. Sie sind in den Jahren 1996 bis 1999 unter denkmalpflegerischen Aspekten saniert worden und in ihrem Äußeren nahezu vollständig erhalten. Auch das ursprüngliche Erscheinungsbild des Straßenzugs ist noch weitgehend vorhanden. Die Häuser befinden sich im Besitz der Hammer Gemeinnützigen Baugesellschaft und werden vermietet.

Bildergalerie Zechenbahnweg

Bilder der Haustypen

  Foto klein.jpg   Weitere Fotos gibt es auf der Fotoseite

Literatur

  • Liste Baudenkmäler der Stadt Hamm - vom 29.06.2005 - laufende Nummer 204

Besonderheiten

Verkehrsschild 357.jpg Verkehrsschild Zone 30.jpg Verkehrsschild Einbahnstrasse.jpg