Der Dekan zu Dortmund befiehlt am 29. März 1387 den Pfarrern zu Hamm und Bönen, mehrere Personen wegen ihrer rückständigen Abgaben an das Katharinenkloster zu Dortmund zu ermahnen. Er droht als Strafe die Exkommunikation an.

Wortlaut

Die Urkunde ist in lateinischer Sprache verfasst und wird hier nach Rübel (Band II, S. 183-184) zitiert: [1]

Decanus cristianitatis capituli Tremoniensis plebanis in Hammone, in Boune ac universis salutem in domino. Vobis mandamus, quatenus moneatis Hermannum tho Horne, Lubbertum Versen, Godefridum quondam famulum pastoris in Boune, Lubbertum Stapel, Conradum de Marbelinch et ejus uxorem ac omnes et singulos utriusque sexus homines, quorum nomina scriveritis in specie, reliquos vero in genere, tentendos et solvere debentes census pensiones, redditus ac alia quecunque jura spectantes vel spectantia ad priorissam et conventum monasterii sancte Katherine Tremoniensis, ut infra quinque dies post vestram monitionem predicte priorisse et conventui monasterii sancte Katherine de hujusmodi psnsionibus, censibus, redditibus, decimis dudum debitis et detentis satisfaciant; alioquin ipsos, quos nos in hiis scriptis propter hoc excoexcommunicamus, excommunicatos publice nuncietis, nisi medio tempore causam rationabilcm coram nobis pretendant, quare ad premissa minime teneantur, parte altera ad hoc legitime vocata. Datum anno domini MCCCLXXX septimo, feria sexta post dominicam qua cantatur Judica me.

Übersetzung

Ins Deutsche übertragen lautet der Urkundentext wie folgt:

Der Dekan der Christenheit des Kapitels zu Dortmund entbietet den Pfarrern in Hamm, in Bönen sowie allen (Gläubigen) seinen Gruß im Herrn.

Wir befehlen euch, dass ihr Hermann zu Horne, Lubbert Versen, Godefrid – den ehemaligen Diener des Pastors in Bönen –, Lubbert Stapel, Conrad von Marbelinch und seine Ehefrau sowie alle und jeden Einzelnen beiderlei Geschlechts ermahnt, deren Namen ihr im Speziellen aufschreiben sollt (die übrigen aber im Allgemeinen), welche die Zinsen, Pachten, Einkünfte und alle anderen sonstigen Rechte einbehalten und schulden, die der Priorin und dem Konvent des Klosters der heiligen Katharina in Dortmund zustehen oder darauf bezogen sind, damit sie innerhalb von fünf Tagen nach eurer Ermahnung der vorgenannten Priorin und dem Konvent des Klosters der heiligen Katharina bezüglich dieser Pachten, Zinsen, Einkünfte und Zehnten, die schon lange geschuldet und vorenthalten werden, Genugtuung leisten.

Andernfalls sollt ihr diese, die wir in diesem Schreiben eben deshalb exkommunizieren, öffentlich als Exkommunizierte verkünden, es sei denn, sie bringen in der Zwischenzeit vor uns einen vernünftigen Grund vor, warum sie zu dem Vorgenannten keineswegs verpflichtet sein sollten, nachdem die Gegenpartei hierzu rechtmäßig vorgeladen wurde.

Gegeben im Jahre des Herrn 1387, am Freitag nach dem Sonntag, an dem „Judica me“ gesungen wird.

Literatur

  • Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Rübel, Karl: Dortmunder Urkundenbuch. Band II. Erste Hälfte. Dortmund 1890