Häuserbuch: Unterschied zwischen den Versionen

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Abgrenzung der Parzellennummern und Flurbezeichnung Alte Hamm; sowie Verweis auf Kaldewei
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Von [[1758]]<ref> [[Stuniken und Vorschulze]], S .99</ref> bis in das 19. Jahrhundert wurde den einzelnen Hausstätten in Hamm eine Nummer (Häusernummer) vergeben, wobei die Nummerierung durchlaufend war und sich nicht an den Straßennamen orientierte. Die Gesamtliste dieser Häusernummern bildet das '''Häuserbuch'''. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Hamm die Adressierung einer Hausstätte mit Straße und Hausnummer eingeführt und allmählich auch durchgesetzt. Mittlerweile (Stand August 2024) ist durch den Verfasser [[Benutzer:Schulte|Andreas Schulte]] eine Hausnummernkonkordanz für die Hammer Altstadt erstellt und dem [[Stadtarchiv|Hammer Stadtarchiv]] übergeben worden.   
Von [[1758]]<ref> [[Stuniken und Vorschulze]], S .99</ref> bis in das 19. Jahrhundert wurde den einzelnen Hausstätten in Hamm eine Nummer (Häusernummer) vergeben, wobei die Nummerierung durchlaufend war und sich nicht an den Straßennamen orientierte. Die Gesamtliste dieser Häusernummern bildet das '''Häuserbuch'''. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Hamm die Adressierung einer Hausstätte mit Straße und Hausnummer eingeführt und allmählich auch durchgesetzt. Mittlerweile (Stand August 2024) ist durch den Verfasser [[Benutzer:Schulte|Andreas Schulte]] eine Hausnummernkonkordanz für die Hammer Altstadt erstellt und dem [[Stadtarchiv|Hammer Stadtarchiv]] übergeben worden.   


In diesem Artikel wird eine Zusammenstellung der bislang für das HammWiki bearbeiteten Hausstätten vorgelegt. Diese Liste wird nach und nach erweitert. Bei einem Hausbestand von etwa 563 Wohnhäusern 1805 sind im HammWiki mittlerweile '''33,6 Prozent''' der Hausstätten bereits abrufbar (Stand: 22. Oktober 2025)<ref>Stand: 31,6 Prozent (27.08.2025); 30,2 Prozent (18.04.2025); 29,7 Prozent (30.03.2025); 28,8 Prozent (09.03.2025); 27,2 Prozent (17.02.2025); 26,3 Prozent (17.01.2025); 25,0 Prozent (23.11.2024); 24,5 Prozent (November 2024); 20 Prozent (Oktober 2024); 17 Prozent (August 2024)</ref>. Teilweise reichen die Eigentümerverzeichnisse bis in das 17. Jh. zurück. Das ist vor allem bei den Hausstätten der Fall, aus denen Kanonzahlungen an [[Soziale Stiftungen]] und die reformierte Kirche zu entrichten waren. Während die Überlieferungslage für die ehemals im Hammer [[Stadtarchiv]] befindlichen Quellen der Stiftungen aufgrund der Vernichtung durch Zweiten Weltkrieg schlecht ist - einiges hat sich aber in Münster erhalten -, hat sich die kirchliche Überlieferung weit besser erhalten. Deshalb kann nur in einigen Fallen eine Rückschreibung vor 1715 / 1722 / 1734 erfolgen. Diese alten Hausnummern dürfen nicht mit den in den [[Hamm (Urkataster)|Flurbüchern]] aufgeführten Parzellenangaben verwechselt werden.
In diesem Artikel wird eine Zusammenstellung der bislang für das HammWiki bearbeiteten Hausstätten vorgelegt. Diese Liste wird nach und nach erweitert. Bei einem Hausbestand von etwa 563 Wohnhäusern 1805 sind im HammWiki mittlerweile '''33,6 Prozent''' der Hausstätten bereits abrufbar (Stand: 22. Oktober 2025)<ref>Stand: 31,6 Prozent (27.08.2025); 30,2 Prozent (18.04.2025); 29,7 Prozent (30.03.2025); 28,8 Prozent (09.03.2025); 27,2 Prozent (17.02.2025); 26,3 Prozent (17.01.2025); 25,0 Prozent (23.11.2024); 24,5 Prozent (November 2024); 20 Prozent (Oktober 2024); 17 Prozent (August 2024)</ref>. Teilweise reichen die Eigentümerverzeichnisse bis in das 17. Jh. zurück. Das ist vor allem bei den Hausstätten der Fall, aus denen Kanonzahlungen an [[Soziale Stiftungen]] und die reformierte Kirche zu entrichten waren. Während die Überlieferungslage für die ehemals im Hammer [[Stadtarchiv]] befindlichen Quellen der Stiftungen aufgrund der Vernichtung durch Zweiten Weltkrieg schlecht ist - einiges hat sich aber in Münster erhalten -, hat sich die kirchliche Überlieferung weit besser erhalten. Deshalb kann nur in einigen Fallen eine Rückschreibung vor 1715 / 1722 / 1734 erfolgen. Diese alten Hausnummern dürfen nicht mit den in den [[Hamm (Urkataster)|Flurbüchern]] aufgeführten Parzellenangaben (''Nummer des alphabetischen Verzeichnisses'' und ''Nummer der Section'' genannt) verwechselt werden.


== Katalog ==
== Katalog ==
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*die Hökerei ([[Höckerei]]), die Teil der (großen) Weststraße wird.
*die Hökerei ([[Höckerei]]), die Teil der (großen) Weststraße wird.


Andere Ortsangaben in den Hypothekenbüchern, die der Mitte des 18. Jahrhunderts zuzuschreiben sind, sind heute (fast) vollständig verschwunden und bezeichneten keine Straße. Die wichtigste dieser Ortsangaben ist Altenhamm. Die Bezeichnung kann keine Straße meinen, da die unter dieser Angabe aufgeführten Hausstellen späterhin verschiedenen Straßen zugeordnet werden. Hier handelt es sich vielmehr um die Bezeichnung eines Gebietes zwischen der heutigen Martin-Luther-Straße und der heutigen Nassauerstraße. Lebendig ist der Name Altenhamm heute nur noch im Namen der Gaststätte [[Alt Hamm]]. Inwiefern diese Bezeichnung auf die ursprünglich erste Besiedlung und Bebauung der Stadt Hamm hinweist, lässt sich allerdings an Hande des Häuserbuches nicht belegen.
Andere Ortsangaben in den Hypothekenbüchern, die der Mitte des 18. Jahrhunderts zuzuschreiben sind, sind heute (fast) vollständig verschwunden oder bezeichneten keine Straße. Die wichtigste dieser Ortsangaben ist '''Alte Hamm'''. Die Bezeichnung meint aber keine Straße, sondern ist eine Flurbezeichnung, die an mehreren Stellen im Altstadtbereich auftaucht, vor allem in der heutigen [[Martin-Luther-Straße]] und der heutigen [[Nassauerstraße]]. Der Name der Gaststätte [[Alt Hamm]] lässt sich hingegen nicht auf diese Flurbezeichnung zurückführen.


'''Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass die seit 1758 vergebenen alten Hausnummern bis zu ihrer Ablösung konstant geblieben sind, so dass die staatlichen Quellen (z. B. Hypothekenbücher, Aufbaugelder) mit den kirchlichen Quellen (vor allem den Kirchenbüchern) grundsätzlich übereinstimmen. <ref>Die ab den 1820er Jahren im Zuge der Wohnraumverdichtung in der Innenstadt (z.B. durch Bebauung der noch 1831 als Gärten ausgewiesenen Areale) vergebenen Hausnummern "springen" dann allerdings in der zeitlichen Abfolge (also nach Vergabejahr).</ref> Durch die über viele Jahre erfolgte systematische Aufnahme des erreichbaren Zahlenmaterials für die einzelnen Hausstellen lassen sich übrigens Verschreibungen vielfach als solche erkennen und können in einer Gesamtbetrachtung korrigiert werden.'''
'''Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass die seit 1758 vergebenen alten Hausnummern bis zu ihrer Ablösung konstant geblieben sind, so dass die staatlichen Quellen (z. B. Hypothekenbücher, Aufbaugelder) mit den kirchlichen Quellen (vor allem den Kirchenbüchern) grundsätzlich übereinstimmen. <ref>Die ab den 1820er Jahren im Zuge der Wohnraumverdichtung in der Innenstadt (z.B. durch Bebauung der noch 1831 als Gärten ausgewiesenen Areale) vergebenen Hausnummern "springen" dann allerdings in der zeitlichen Abfolge (also nach Vergabejahr).</ref> Durch die über viele Jahre erfolgte systematische Aufnahme des erreichbaren Zahlenmaterials für die einzelnen Hausstellen lassen sich übrigens Verschreibungen vielfach als solche erkennen und können in einer Gesamtbetrachtung korrigiert werden.'''