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'''Amt''' (Plural: '''Ämter''') ist in Hamm der ältere Begriff für die später auch in Hamm Gilden oder Zünfte genannten Vereinigungen, die in der Regel aus Handwerkern gleichen Berufs bestanden. Ursprünglich nahmen allerdings auch in Hamm die Erbgenossen, die sich aus der Patrizierschicht zusammensetzten, eine dominierende Stellung ein. 1464 gab es bereits Bäckeramt<ref> 1652: ''Beckerampt''; 1708: ''Beckergilde''; 1742: ''Beckerampt'' </ref> , Schmiedeamt<ref>1652: ''Schmidde ampt''; 1719: ''Schmiede Gilde'' </ref>, Wüllneramt<ref>1652: ''Wandtschneider und Wülner''; 1708: ''Wandschneider und Kramer Zunfft''; 1708: ''Wüllner und Wandschneider Zunfft''; 1728: ''Wüllnerambt'' </ref> und Fleischhaueramt<ref>1652: ''Fleishawer'' </ref>. Die gewählten Vorsteher der Ämter hießen [[Richtleute]]. 1464 stellten diese vier geschworenen Ämter im Rat je einen Kurherren, während die Erbgenossen ebenfalls vier Kurherren stellten.<ref> Timm 1965, S. 47.</ref> Als später Schneideramt<ref>1652: ''Schneider''</ref>, Schuhmacheramt<ref>1652: ''Loer und Schumaker''; 1708: ''Schuster und Lohgerber Gilde'' </ref> und schließlich noch die Leinewebergilde hinzukamen<ref> 1652: ''Leinen Weber''; 1708: ''Linnenweber Zunfft''</ref>, blieb die Zahl der Richtleute (insgesamt 8) dennoch gleich. Von diesen 8 stellten die Erbgenossen aber ab 1719 nur noch einen. Der Einfluss der Erbgenossen ist also kontinuierlich zurückgegangen. 1778 wurde die Zahl der Richtleute auf nur noch vier [[Gemeinheitsvorsteher]] reduziert.
'''Amt''' (Plural: '''Ämter''') ist in Hamm der ältere Begriff für die später auch in Hamm Gilden oder Zünfte genannten Vereinigungen, die in der Regel aus Handwerkern gleichen Berufs bestanden. 1464 gab es bereits das Bäckeramt<ref> 1652: ''Beckerampt''; 1708: ''Beckergilde''; 1742: ''Beckerampt'' </ref> , das Schmiedeamt<ref>1652: ''Schmidde ampt''; 1719: ''Schmiede Gilde'' </ref>, das Wüllneramt<ref>1652: ''Wandtschneider und Wülner''; 1708: ''Wandschneider und Kramer Zunfft''; 1708: ''Wüllner und Wandschneider Zunfft''; 1728: ''Wüllnerambt'' </ref> und das Fleischhaueramt<ref>1652: ''Fleishawer'' </ref>. Die gewählten Vorsteher der Ämter hießen [[Richtleute]]. 1464 stellten diese vier geschworenen Ämter bei der Ratswahl vier Kurherren, während die [[Erbgenossen]] ebenfalls vier Kurherren stellten.<ref> Timm 1965, S. 47.</ref> Als später Schneideramt<ref>1652: ''Schneider''</ref>, Schuhmacheramt<ref>1652: ''Loer und Schumaker''; 1708: ''Schuster und Lohgerber Gilde'' </ref>, schließlich Ende des 17. Jahrhunderts<ref>Overmann, Stadtrechte der Grafschaft Mark 2: Hamm, S. 46</ref> die Leinewebergilde <ref> 1652: ''Leinen Weber''; 1708: ''Linnenweber Zunfft''</ref> hinzukamen, blieb die Zahl der Kurherren (insgesamt 8) dennoch gleich. Der Einfluss der Erbgenossen ist somit kontinuierlich zurückgegangen.  


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==